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Autor: Martina Keck
Artikel vom 13.11.2020

Schnelltestzentrum entlastet Testkapazitäten: 431 Tests in der ersten Woche

 Das Schnelltestzentrum sorgt für schnelle Klarheit bei Schulen und Kitas
Das Schnelltestzentrum sorgt für schnelle Klarheit bei Schulen und Kitas. Foto: Fuchs/Rems-Murr-Kliniken

Schneller Klarheit bei Verdachtsfällen in Kitas und Schulen / 1000 Schnelltests für die Diakonie Stetten

Der Rems-Murr-Kreises zieht nach der ersten Woche ein äußerst positives Fazit zum neuen Schnelltestzentrum am Winnender Klinikum. In den ersten fünf Tagen wurden hier 431 Tests durchgeführt. Schwerpunkt des Zentrums sind Reihentestungen für Schulklassen und Kitagruppen, die zentral über das Gesundheitsamt und die Schule bzw. Kita organisiert werden. Wichtig ist: Einzelpersonen und Patienten mit Symptomen wenden sich wie bisher bitte telefonisch an ihren Hausarzt, eine Corona-Schwerpunktpraxis oder die Fieberambulanz bei akuten Beschwerden. Das Corona-Schnelltestzentrum des Landkreises zielt primär darauf ab, diese Strukturen zu entlasten.

Das Team des DRK hat – unterstützt von Mitarbeitern des Landratsamts und dem Team der Rems-Murr-Kliniken – in den ersten Tagen jeweils 80 bis 90 Tests pro Tag durchgeführt. Von den 431 Tests waren vier positiv. Im Gegensatz zu den herkömmlichen PCR-Tests liegen die Ergebnisse noch am selben Tag vor.

„Das Schnelltestzentrum soll ein Beitrag sein, um die Arztpraxen und Labore zu entlasten. Reihentests für Schulklassen und Kitagruppen – quasi ein Massengeschäft mit Eilbedürftigkeit, aber meist ohne Symptome – soll unser Corona-Schnelltestzentrum abdecken“, so Sozial- und Schuldezernentin Stefanie Böhm, die das Projekt geleitet hat.

„Wir hoffen, dass dieser Beitrag des Landkreises, auch zusammen mit unserer aktualisierten Teststrategie für Schulen und Kitas, für mehr Klarheit sorgt. Schließlich wirbelt jeder Corona-Fall den Alltag vieler Familien durcheinander. Dasselbe gilt für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher. Unser Ziel muss sein, dass wir gemeinsam im Rems-Murr-Kreis gut durch den Winter kommen“, so Landrat Dr. Richard Sigel.

„Die Zahlen sprechen dabei für sich: Unser Testzentrum wird so gut angenommen, dass wir bereits konkret eine Ausweitung mit einer mobilen Einsatztruppe für einige Heime und Pflegeeinrichtungen für die kommende Woche geplant haben“, so Böhm weiter.

Der Landkreis hat bereits bei der Einrichtung des Corona-Schnelltestzentrums weitergedacht, weil die Antigen-Schnelltests in vielen Pflegeeinrichtungen noch nicht in ausreichender Menge angekommen sind, obwohl der Herbst längst da ist. Es wird daher wohl noch dauern, bis in der Praxis überall nach den Vorgaben der nationalen Testverordnung beispielsweise Bewohner und Personal von Pflegeeinrichtungen regelmäßig und flächendeckend mit Corona-Schnelltests getestet werden können. Deshalb hat sich der Landkreis vorgenommen, hier in der Anfangsphase im Rahmen der Möglichkeiten auszuhelfen, um besonders die vulnerablen Gruppen zu schützen – bis alle ausreichend ausgestattet sind. Diese Unterstützung ist möglich, weil die Rems-Murr-Kliniken frühzeitig ausreichend Schnelltests für einen sicheren Klinikbetrieb beschafft hatten.

So wurde heute beispielsweise allein die Diakonie Stetten mit 1000 Schnelltest aus diesem Klinikbestand unterstützt, weil die eigenen Bestellungen noch nicht eingetroffen waren. „Ich hoffe, dass die verzögerten Lieferungen von Schnelltests kein Vorzeichen für Lieferengpässe sind, wie wir sie im Frühjahr bei der Schutzausrüstung erlebt haben, denn dann wären auch bei Schnelltests bald Grenzen erreicht“, so Landrat Dr. Richard Sigel.

(keck/13.11.20)