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Autor: Martina Keck
Artikel vom 29.11.2018

Die Notfallrettung im Rems-Murr-Kreis wird entscheidend verbessert

Zukünftige Notfallrettung im Rems-Murr-Kreis. Karte: Landratsamt
Zukünftige Notfallrettung im Rems-Murr-Kreis.

Im Zuge der Unterschreitung der Hilfsfristen im Jahr 2016/2017 hat der Bereichsausschuss in seiner Sitzung am 26. Januar 2017 als primäre Maßnahme die Installation eines zusätzlichen Rettungswagen im Raum Sulzbach an 12 Stunden werktäglich (Montag-Samstag) in den Tagzeiten beschlossen. Den Betrieb dieses zusätzlichen Rettungswagens nahm der Malteser Hilfsdienst am 02.01.2018 auf.

Nachdem bei den regelmäßigen Auswertungen der Planungswerte keine Erreichung dieser Vorgabe erkennbar wurde, hat der Bereichsausschuss in seiner Sitzung am 31. Januar 2018 die Beauftragung eines Strukturgutachtens beschlossen. Das Strukturgutachten wurde im Anschluss der Sitzung bei dem Beratungsunternehmen BeraSys in Auftrag gegeben.

Das Ergebnis des Gutachtens wurde in der Sitzung des Bereichsausschusses am 01. August 2018 von dem Gutachterunternehmen den Mitgliedern des Bereichsausschusses präsentiert. Eberhard Kraut, Vorsitzender des Bereichsausschusses, für den Rettungsdienst im Rettungsdienstbereich Rems-Murr-Kreis: „Das Strukturgutachten hat den Mitgliedern des Bereichsausschusses Handlungsfelder für eine schnellere rettungsdienstliche Versorgung der Bürger und Bürgerinnen im Rems-Murr-Kreis aufgezeigt.“

Abschließend wurden von der Gutachterin dem Bereichsausschuss folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

 

  • Umgerechnet auf das Rettungspersonal entspricht eine Vorhalteerweiterung um rund 98.000 Stunden im Jahr rund 55 zusätzlichen Vollzeitkräften im Rettungsdienst.

  • Zeitnah gibt es im Rems-Murr-Kreis umgerechnet 5,5 neue Fahrzeuge (RTW und NEF) für den Rettungsdienst (vier Rettungswagen an verschiedenen Standorten im gesamten Kreisgebiet). (vgl. Grafiken in der Anlage)

  • Begleitet werden diese Maßnahmen durch eine personelle Aufstockung – und damit verbundenen ebenfalls einer räumlichen Veränderung – der Integrierten Leitstelle Rems-Murr (ILS). Zusätzlich werden hier zukünftig rund neun Vollzeitkräfte arbeiten (derzeit sind es rund 20). Geplant ist, dass je nach Tageszeit zwischen 3 und maximal 8 Arbeitsplätze in der ILS zeitgleich besetzt werden. Derzeit sind es zwischen 3 und 5.

    • Herausforderungen:

      • Die Stellenbesetzung muss nachhaltig erfolgen, d.h. aus eigenen Ausbildungsjahrgängen bei den Hilfsorganisationen heraus.

      • Eine nachhaltige Sättigung des Personalmarktes in Baden-Württemberg ist erst in circa 2 bis 3 Jahren möglich, wenn genügend Auszubildende die Notfallsanitäter-Ausbildung abgeschlossen haben. Bis dahin decken die Abschlussjahrgänge nicht die derzeit offenen Stellen.

      • Die Einstellung externer Mitarbeiter würde ggf. eine Lücke schließen. Dies würde jedoch zulasten der Vorhaltung in umliegenden Rettungsdienstbereichen gehen.

Fazit:

Festzuhalten ist, dass damit ein umfassendes Paket an Vorhalteerweiterungen vom Bereichsausschuss beschlossen wurde. Das Paket umfasst eine Vorhalteerweiterung bei den Fahrzeugen + 48.857 Stunden im Jahr und beim Personal um +97.714 Stunden im Jahr.

Landrat Dr. Richard Sigel zu den Verbesserungen: „Die Einhaltung der Hilfsfristen brennt den Menschen im Rems-Murr-Kreis seit Jahren unter den Nägeln. Wir haben dem Thema deshalb höchste Priorität eingeräumt. Es freut mich, dass wir im Bereichsausschuss gemeinsam schnell Lösungen gefunden haben. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen bringen Erweiterungen in einer Dimension, die diesem wichtigen Thema Rechnung trägt. Auch wenn wir angesichts des Fachkräftemangels den Schalter nicht einfach so umlegen können, wird sich die Situation für unsere Bürgerinnen und Bürger entscheidend verbessern. Zu dem Gesamtpaket in Sachen Notfallrettung gehört auch eine optimierte Verzahnung mit der Integrierten Leitstelle und unseren Rems-Murr-Kliniken – bis hin zum Projekt ‚Gemeinsam gegen Herzinfarkt‘.“

(keck/29.11.18)

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