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Autor: Martina Keck
Artikel vom 26.03.2020

Schutzkleidung wird knapp: Große Solidarität im Landkreis

Claudia Bauer-Rabe, Klinikleiterin des Rems-Murr-Klinikums Winnenden, übergibt Schutzausrüstung für die Einsatzkräfte an den DRK-Rettungsdienstleiter Marco Flittner. Foto: DRK
Claudia Bauer-Rabe, Klinikleiterin des Rems-Murr-Klinikums Winnenden, übergibt Schutzausrüstung für die Einsatzkräfte an den DRK-Rettungsdienstleiter Marco Flittner. Foto: DRK

Hunderte Rückmeldungen aus der Bürgerschaft / Zahlreiche Spenden von Unternehmen gehen ein  

Der gemeinsame Aufruf von IHK, Kliniken und Rems-Murr-Kreis für medizinische Schutzausrüstung war ebenfalls ein Erfolg. Der Aufruf zielte darauf ab, die Bestände dringend benötigter medizinscher Schutzausrüstung aufzustocken. Dieser Aufruf entstand aus der Not heraus, denn die Lagerbestände gehen aufgrund des hohen Bedarfs zu Neige und der Nachschub stockt nach wie vor. Die Beschaffung ist derzeit unmöglich oder man bekommt oft nur zu völlig überteuerten Preisen Material.

Seit dem gemeinsamen Aufruf des Landkreises und der IHK-Bezirkskammer gingen viele hundert Meldungen ein: Es gab zahlreiche kleinere Spenden, sogar ein Kindergarten steuerte Handschuhe bei. Einige Firmen spendeten aber auch größere Mengen an Schutzmaterial aus ihren Beständen – dazu gehören etwa Handschuhe, OP-Masken und Schutzkittel. Insgesamt kamen rund 1000 Exemplare der derzeit händeringend gesuchten FFP2/FFP3-Masken zusammen. Bei den Rems-Murr-Kliniken sei man seitdem zuversichtlicher, denn die gespendeten Masken helfen einige Tage lang.

Claus Paal, Präsident der IHK-Bezirkskammer Rems-Murr, sagt: „Diese hervorragende Resonanz auf unseren gemeinsamen Aufruf zeigt mir, dass die Gesellschaft im Rems-Murr-Kreis in Krisenzeiten zusammensteht. Unternehmen sind Teil der Gesellschaft und übernehmen Verantwortung. Ich danke den Unternehmen für diesen Einsatz, wissend, in welch schweren Zeiten sie selbst gerade stecken.“

„Diese Zeichen der Verbundenheit der Unternehmen bei uns im Rems-Murr-Kreis ist in der aktuellen Lage viel mehr als ein Zeichen der Solidarität und der Wertschätzung für unsere Kliniken und die Rettungsdienste“, so Landrat Dr. Richard Sigel. „Dank dieser Spenden haben wir wieder einige Tage Planungssicherheit. Das hilft, zumal wir zunehmend Anfragen bekommen, Einrichtungen mit Schutzausrüstung auszuhelfen.“

Die Bestände und die Verteilung werden von den Rems-Murr-Kliniken koordiniert. Sobald erste Lieferungen an medizinischer Schutzausrüstungen vom Land geliefert werden, sind der Landkreis und die Kliniken bereit, diejenigen Einrichtungen mit den größten Engpässen im Kreis zu unterstützen.

IHK und Landkreis bitten weiterhin um Spenden. Besonders benötigt werden nach wie vor:

  • FFP-Masken
  • Schutzkittel

  • Mund-Nasen-Schutz

Dies vor dem Hintergrund, dass der Nachschub seitens Bund und Land weiterhin nicht in ausreichender Zahl im Rems-Murr-Kreis ankommt.  Ganz einfach geht das über die Online-Plattform www.schutz-spenden.de, die von zwei Unternehmen aus dem Landkreis ebenfalls kurzfristig als Unterstützung aufgebaut wurde.            

(keck/26.3.20)

Solidarität im Kreis: Kliniken liefern dringend benötigte Schutzausrüstung an das DRK

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt Landkreis, Kliniken, niedergelassene Ärzte und Hilfsorganisationen vor zunehmend große Herausforderungen. Aufgrund der täglich ansteigenden Fallzahlen musste der Bestand an Schutzausrüstungen beim DRK-Rettungsdienst dringend aufgestockt werden. Durch die zahlreichen Transporte der vergangenen Tage haben die Bestände an Schutzkleidung des Rettungsdienstes einen kritischen Mindestbestand erreicht. Nach einem Hilferuf ist der Landkreis eingesprungen, obwohl sich auch hier die Bestände dem Ende neigen.

„Die Rems-Murr-Kliniken haben uns kurzfristig mit Schutzmasken sowie medizinischer Schutzkleidung ausgeholfen“, bedankt sich Sven Knödler, DRK-Kreisgeschäftsführer. „Wir stehen solidarisch zusammen“, betont Landrat Dr. Richard Sigel. „Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Kliniken und Rettungsdiensten muss gerade in diesen schwierigen Zeiten sehr gut funktionieren und sie tut es auch“, versichert Landrat Dr. Sigel, der ebenfalls Präsident des DRK-Kreisverbandes ist. „Wir ziehen gemeinsam an einem Strang, um die notfallmedizinische Versorgung im Rems-Murr-Kreis sicherzustellen.“

Der Landkreis ist Träger der Rems-Murr-Kliniken. „Ohne Sicherheit für das medizinische Personal keine Sicherheit für die Patienten. Für uns gehört es zur Solidarität im Landkreis, dass wir uns gegenseitig helfen wo wir können,“ betont der Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken, Dr. Marc Nickel. „Derzeit sind wir noch ausreichend mit Schutzkleidung ausgestattet, so dass wir das DRK gerne unterstützen.“

Land und Bund arbeiten zwar am Nachschub, aber an den Lieferengpässen vor Ort hat sich leider noch nichts geändert und die vom Land zugesicherten Lieferungen verzögern sich, stellt Sven Knödler fest. Eine schnelle und unbürokratische Zusammenarbeit im Kreis ist daher essentiell. Um kurzfristig auszuhelfen und handlungsfähig zu bleiben, haben Mitarbeiter des DRK am Freitagmittag Schutzkleidung von den Rems-Murr-Kliniken erhalten.

„Im Zuge des Coronavirus haben wir im DRK-Rettungsdienst erweiterte Schutzmaßnahmen etabliert. Im Einsatzfall wird die Sachlage hinsichtlich Coronavirus eruiert. Das beginnt bereits beim Notruf in der Leitstelle. Wenn sich ein Verdacht erhärtet, sind unsere Mitarbeiter angewiesen, ihre persönliche Schutzausrüstung zu erweitern, damit keine Ansteckungsgefahr besteht. Wenn unsere Schutzausrüstung ausgeht, können wir keine Infektionstransporte mehr durchführen“, konstatiert DRK-Rettungsdienstleiter Marco Flittner.

„Unsere Hilfsorganisation bildet das Rückgrat der rettungsdienstlichen Versorgung im Landkreis“, betont Sven Knödler. „Wir unternehmen alles dafür, um als Kreisverband und Hilfsorganisation schlagkräftig zu bleiben. Es geht um die Sicherheit unserer Mitarbeiter und um die Sicherheit aller Menschen im Kreis.“

Texte: IHK, Rems-Murr-Kreis, Rems-Murr-Kliniken und DRK

(keck/20.3.20)

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