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Autor: Leonie Ries
Artikel vom 15.11.2017

Europa wirkt in den Arbeitsmarkt im Landkreis hinein

Europa wirkt in den Arbeitsmarkt im Landkreis hinein

455.000 Euro EU-Fördergelder für Maßnahmen zur Beschäftigungsfähigkeit von Benachteiligten 

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste Finanzierungsinstrument der Europäischen Union im Bereich der Arbeitsmarktpolitik. Er unterstützt Maßnahmen für benachteiligte Menschen, die es aufgrund mehrfacher Vermittlungshemmnisse schwer haben, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Im Jahr 2018 fließen 455.000 Euro aus dem EU-Topf in den Rems-Murr-Kreis in Maßnahmen zur (Wieder-) Herstellung der Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitslosen, die sich in prekären Lebenssituationen befinden und denen aufgrund gesundheitlicher oder psychischer Leiden dauerhaft die Ausgrenzung in der Gesellschaft droht.  

Der regionale ESF-Arbeitskreis Rems-Murr hat sich in seiner Rankingsitzung mit den vorliegenden Projektanträgen für das Förderjahr 2018 befasst. Zum Zuge kommen können vier von fünf eingereichten Projekten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf intensiver sozialpädagogischer Unterstützung und individueller Begleitung  der Maßnahmenteilnehmer.

Bei den eingereichten Projektanträgen sind zwei Konzepte für langzeitarbeitslose Erwachsene mit besonderen Vermittlungshemmnissen zu Grunde gelegt. So ist das Projekt „Startklar 2018“ (Träger: Diakonie Stetten in Kooperation mit dem Kreisdiakonieverband) für schwer vermittelbare Menschen mit Doppeldiagnosen konzipiert. Bei der Zielgruppe liegt sowohl eine psychische Erkrankung als auch eine Suchtproblematik vor. Das Stabilisierungs- und Qualifizierungsprojekt zielt darauf ab, die berufliche, gesundheitliche und soziale Lebenssituation der Teilnehmer zu verbessern.

Das Projekt „BeMoBIL“ (Gemeinnützige DEB-soziale Dienstleistungs GmbH) richtet sich an langzeitarbeitslose Frauen und Männer, denen dauerhaft der Ausschluss vom Arbeitsmarkt droht. Die Projektteilnehmer sollen mittels niedrigschwelliger Stabilisierungs-, Aktivierungs- und Lernangeboten grundlegend und intensiv an den Arbeitsmarkt herangeführt und auf dessen Anforderungen vorbereitet werden.

Das Projekt der ttg team-training GmbH „Sprungbrett – Teilzeitausbildung“ hat sich zum Ziel gesetzt, Erziehende und Alleinerziehende in eine Teilzeit-Ausbildung und damit nachhaltig in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Zur Zielgruppe zählen jüngere Erwachsene, insbesondere Frauen, für die der Einstieg in Erwerbsarbeit aufgrund ihrer Lebenslage erschwert ist, weil sie beispielsweise ein Kind alleine erziehen oder einen Angehörigen pflegen.

Eine Zielgruppe im regionalen ESF sind weiter jugendliche Schulabbrecher. Das Projekt „AV Dual-Begleitung“ (Landratsamt Rems-Murr-Kreis) hilft Jugendlichen, die beim Übergang von der Schule in den Beruf einen besonderen Förderbedarf haben. Seit dem Schuljahr 2015/16 wird das Projekt an den Beruflichen Schulen des Landkreises durchgeführt. Die Rolle der AV Dual-Begleiter ist die vertiefte Beratung, individuelle Unterstützung und Begleitung der Jugendlichen, um eine passgenaue Anschlussmöglichkeit nach der Schule, insbesondere in eine duale Ausbildung zu finden. Das pädagogische Konzept zeichnet sich durch intensive und qualifizierte Betriebspraktika aus. Ein Ziel kann auch das Erreichen des Hauptschulabschlusses oder die Verbesserung des Schulabschlusses sein. Die besondere Herausforderung im Projektjahr 2018 liegt darin, dass verstärkt junge Menschen mit Fluchthintergrund in die AV Dual-Klassen einmünden und in Ausbildung zu vermitteln sind.

Ein weiteres Projekt „Chancen nutzen – Zugänge schaffen“, getragen vom Kreisjugendring Rems-Murr e.V. und Kreisdiakonieverband, startet 2018 in die zweite Projektphase. Hier werden von Schulversagen und -abbruch gefährdete Jugendliche angesprochen, die von den schulischen Regelsystemen und der Jugendsozialarbeit nicht (mehr) erreicht werden können. Ziel ist die bedarfsgerechte Beratung und Begleitung des Übergangs von der Schule in eine berufliche Anschlussperspektive.

Hintergrund:

Die Schwerpunktziele in der ESF-Förderperiode 2014-2020 sind nachhaltige Beschäftigung und Fachkräftesicherung, soziale Inklusion und Bekämpfung von Armut sowie lebenslanges Lernen. Dem Land stehen insgesamt für den Zeitraum 260 Mio. Euro zur Verfügung, davon wird ein großer Teil regional umgesetzt. Der regionale ESF-Arbeitskreis Rems-Murr hat nun seine Bewertung über die eingegangenen Projektanträge vorgenommen und eine Förderempfehlung an die L-Bank abgegeben, welche über die Bewilligung entscheidet.

Die Informationen zum ESF im Rems-Murr-Kreis sind auf der Homepage www.rems-murr-kreis.de im Bereich „Wirtschaftsförderung/Förderprogramme“ abrufbar. Der ESF-Arbeitskreis Rems-Murr ist Teil der Europaarbeit im Rems-Murr-Kreis. Sie hat vier zentrale Schwerpunkte: Auf- und Ausbau eines Netzwerkes von EU-Kontakten, Fördermittelbeobachtung und -beratung, Information und Stärkung der Europakompetenz sowie bessere Vermittlung des europäischen Gedankens im Kreis.

(ries/15.11.17)

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