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Autor: Julia Gonser
Artikel vom 17.11.2016

Schönstes Holz-Schaukelpferd kommt aus dem Ländle

Schönstes Schaukelpferd kommt aus dem Ländle

Feierstunde in der Waiblinger Gewerblichen Schule: Die ersten Drei (von links) – Fabian Ackermann, Pascal Wäscher und Christoph Dreisewerd – mit den Gratulanten (von links) Hans-Jürgen Bucher, Dr. Richard Sigel und Reinhard Nau. Foto: Landratsamt
Feierstunde in der Waiblinger Gewerblichen Schule: Die ersten Drei (von links) – Fabian Ackermann, Pascal Wäscher und Christoph Dreisewerd – mit den Gratulanten (von links) Hans-Jürgen Bucher, Dr. Richard Sigel und Reinhard Nau. Foto: Landratsamt

An der Gewerblichen Schule in Waiblingen fanden die deutschen Meisterschaften im Tischler- und Schreinerhandwerk statt

Sägen, stemmen, bündig putzen – so entsteht ein modern interpretiertes Schaukelpferd aus Buchenholz. Den 13 Teilnehmern der deutschen Meisterschaft im Tischler- und Schreinerhandwerk an der Gewerblichen Schule in Waiblingen blieb etwa 18 Stunden Zeit, verteilt auf zwei Tage, um den Klassiker unter den Spielzeugen zu schreinern. Christoph Dreisewerd aus Nordrhein-Westfalen belegte Platz drei, Pascal Wäscher aus dem mittelfränkischen Aurach holte Silber. Platz eins sicherte sich Fabian Ackermann von der Schreinerei Behringer & Behringer aus Wieden/Baden-Württemberg (Innung Lörrach) mit seinem Schaukelpferd. Er darf als Bestplatzierter des Kontests nächstes Jahr im Herbst zu den Weltmeisterschaften nach Abu Dhabi fahren.

Eine Fachjury hatte die Genauigkeit der Ausführung, die Oberfläche des Schaukelpferds, sowie Arbeitssicherheit und Kollegialität bewertet. Am Mittwoch, 16. November, wurden die Sieger des Wettbewerbs gekürt und von Landrat Dr. Richard Sigel beglückwünscht: „Sie alle können stolz auf Ihre Leistungen in den vergangenen Tagen sein. Sie haben sich nicht nur für den Wettbewerb unter den besten der Welt qualifiziert, sondern auch ein Werkstück mit Geschichte erschaffen. Ein Schaukelpferd im Internet bestellt und morgen schon geliefert, das geht in unserer Zeit schnell. Aber Sie schaffen mit Ihrem Handwerk einen Mehrwert und gleichzeitig die besten Voraussetzungen für Ihre berufliche Zukunft. Oder um es auf Schwäbisch zu formulieren: Von nix kommt nix.“

Der Landrat dankte in seine Rede der Gewerblichen Schule Waiblingen für die spontane Gastfreundschaft während des Wettbewerbs. „Aufgrund der guten Bedingungen hier in der Gewerblichen Schule in Waiblingen waren wir schon länger als Austragungsort für die Meisterschaften im Gespräch. Kurzfristig sprang aber eine andere Schule ab und so fragte das Organisatorenteam aus Berlin bei uns an“, so Schulleiter Hans-Jürgen Bucher. Bucher freute sich auch, dass die zwei variablen Gruppenräume in der frisch renovierten Schulbibliothek optimal für die Siegerehrung genutzt werden konnten.

Reinhard Nau, Präsidiumsmitglied des Bundesinnungsverbands „Tischer Schreiner Deutschland“ gratulierte allen Teilnehmern: „Ihr seid unsere Schreinerspitze, ihr seid die besten Botschafter für unser Gewerk“. Zudem verwies er auf die tolle Erfahrung unabhängig von der Platzierung, denn Leistung sei eben auch tagesformabhängig. Beeindruckt zeigte er sich von der Gewerblichen Schule in Waiblingen und nannte sie „eine Top-Ausbildungsstätte“.

Neben Ruhm und Ehre durften die Schnellsten und Besten im Wettbewerb noch Geschenke mitnehmen: Die ersten Drei wurden jeweils mit Maschinen von der Firma Festool belohnt, der Bundessieger erhielt zusätzlich eine Materialbox der Firma Spax. Im Anschluss an die Siegerehrung wurden die Teilnehmer aus allen Bundesländern mit einer Lunchbox auf ihre teilweise weiten Heimreisen geschickt und natürlich entließ der Landrat die Teilnehmer aus ganz Deutschland nicht ohne eine Kostprobe aus den Weinkellern des Rems-Murr-Kreis.

Hintergrund:

Auf Innungs-, Handwerkskammer- und Landesebene werden die Besten eines Gesellen-Abschluss-Jahrganges ermittelt. Anschließend treffen die Talente auf Bundesebene aufeinander. Dieses Jahr unterstütze die Gewerbliche Schule Waiblingen den Bundeswettbewerb von „Tischler Schreiner Deutschland“ und stellte nicht nur Räume, Werkzeuge und Material zur Verfügung. Drei technische Lehrer leisteten den Teilnehmer während der heißen Phase Beistand, in die Vorbereitung hatten sie über 100 Stunden investiert.

An der Schule lernen derzeit rund 70 Auszubildende den Beruf des Schreiners. Darüber hinaus können Schüler eine Ausbildung an der zweijährigen Berufsfachschule für Holztechnik absolvieren. Unterstützung kam auch von der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr. Tischler und Schreiner meint im Übrigen dasselbe; in Süddeutschland ist es der Schreiner, Tischler ist die norddeutsche Bezeichnung.

(jgo/17.11.2016)

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