Sucht

Kommunaler Suchtbeauftragter

Zur Förderung der Gesundheit von Bürgern und Bürgerinnen sowie zur Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen, gibt es zahlreiche Angebote und Maßnahmen der Suchtkrankenhilfe und Suchtprävention im Rems-Murr-Kreis. 

Der Kommunale Suchtbeauftragte vernetzt die Akteure und stellt durch regelmäßige Bestands- und Bedarfserhebungen die Versorgung im Landkreis sicher.

Aufgaben

  • Ansprechpartner für Bürgerinnen, Bürger und Fachkräfte zu Sucht- und Präventionsthemen
  • Koordination bzw. Vernetzung von Angeboten und Maßnahmen der Suchtkrankenhilfe und Suchtprävention im Rems-Murr-Kreis
  • Geschäftsführung des Kommunalen Suchthilfenetzwerks
  • Bedarfserhebung und Suchthilfeplanung im Landkreis
  • Entwicklung und Abstimmung von Präventionskonzepten für den Landkreis
  • Präventions- und Informationsangebote für Schülerinnen, Schüler und Fachkräfte, z. B.: 
    • "Grüner Koffer"
    • FASD
    • Kinder psychisch- und suchtkranker Eltern

Suchthilfeplan Rems-Murr-Kreis

Der neue, aktualisierte Suchthilfeplan für den Rems-Murr-Kreis bietet einen Überblick über bestehende Angebote und Maßnahmen der Prävention und Suchtkrankenhilfe (einschließlich Essstörungen) im gesamten Landkreis dar.

Der Suchthilfeplan ist ein öffentlich nutzbares Handbuch. Er hilft dabei, sich zu informieren und passende Hilfen oder Maßnahmen zu finden.

Bei Interesse melden Sie sich bitte beim kommunalen Suchtbeauftragten.

Essstörungen

Die Informationsbroschüre „Wer is(s)t schon normal?“ richtet sich an Ratsuchende zum Thema Essstörungen. 

Bei Interesse melden Sie sich bitte beim kommunalen Suchtbeauftragten.

Medienkonsum

Angebote: „Digitaler Elternabend“ und „Digitaler Elternabend KITA“

Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit am Smartphone. Umso wichtiger ist es, dass Eltern auch von zu Hause aus Unterstützung bei der Medienerziehung erhalten.

Im Rems-Murr-Kreis gibt es seit dem Schuljahr 2021/2022 den „Digitalen Elternabend“ von Clemes Beisel (Medienexperte und Referent für Social Media).

Was bieten die digitalen Elternabende?

Die Angebote bestehen aus Video-Einheiten. Darin informieren Clemens Beisel und weitere Expert*innen über wichtige Themen rund um digitale Mediennutzung, zum Beispiel:

  • Welche Gefahren gibt es in sozialen Medien – und wie können Kinder und Jugendliche begleitet werden?
  • Wann kann ein Videospiel zur Sucht werden?
  • Wie können Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie sonstige Fachkräfte und Bezugspersonen unterstützt werden, Medienerziehung gesund zu gestalten?
  • Welche Apps und Trends sind aktuell – und worauf sollte man achten?

Eltern und Fachkräfte lernen, Hinweise und Anzeichen für mögliche Probleme zu erkennen. Außerdem regen die Video-Einheiten dazu an, das eigene Nutzungsverhalten zu reflektieren. So tragen die „Digitalen Elternabende“ zur Prävention gegen übermäßigen oder ungesunden Medienkonsum bei.

Bei Interesse am „Digitalen Elternabend“ wenden Sie sich bitte an den kommunalen Suchtbeauftragten.

Kinder psychisch- und suchtkranker Eltern

Kinder psychisch- und suchtkranker Eltern …

  • fallen nicht immer auf und verhalten sich häufig ruhig oder „unauffällig“
  • können unter sozialem Rückzug, Ängsten und Schuldgefühlen leiden
  • wollen Verantwortung für das erkrankte Elternteil und auch jüngere Geschwister übernehmen und machen sich Sorgen
  • bleiben häufig mit Ängsten und Überforderung allein – die elterliche Erkrankung ist oft ein Tabuthema
  • vertrauen sich manchmal niemandem an

Warum sind spezielle Angebote wichtig?

Das Aufwachsen mit einem psychisch erkrankten oder suchtkranken Elternteil ist für Kinder und Jugendliche ein einschneidendes Lebensereignis dar. Es ist häufig verbunden mit einer immensen Zunahme an alltäglichen Anforderungen, Konflikten und Spannungen – innerhalb der Familie und auch im sozialen Umfeld.

Aufgrund dieser Belastungssituationen gehören diese Kinder zu einer Gruppe, die in besonderem Maße gefährdet ist, später selbst eine Suchterkrankung oder psychische Erkrankung zu entwickeln oder Verhaltensauffälligkeiten zu zeigen.

Im Rems-Murr-Kreis stehen Angebote für diese Kinder und Jugendlichen zur Verfügung.

Das Kommunale Suchthilfenetzwerk befasst sich über „Regionale Netzwerke Kindergruppen“ sowie eine „Arbeitsgemeinschaft gemäß § 78 SGB VIII“ intensiv mit dem Thema und kümmert sich um Betroffene und Angehörige.

Bei Fragen können Sie sich gerne an den kommunalen Suchtbeauftragten wenden.

Cannabisprävention

Zielgruppe: Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren

Präventionsansatz: Cannabisprävention für Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen

Beim „Grüner Koffer“ handelt es sich um ein interaktives Präventionsangebot zur Cannabisprävention. Der Koffer enthält eine abwechslungsreiche Material- und Methodensammlung. Diese klärt über

  • psychische und körperliche Auswirkungen des Cannabiskonsums sowie
  • rechtliche Aspekte

auf und regt zur aktiven Auseinandersetzung und zur Reflexion der eigenen Haltung gegenüber Cannabis an.

Ziel ist es, den Einstieg in den Cannabiskonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu verhindern sowie bereits Konsumierende zu motivieren, ihren Konsum zu reduzieren oder aufzugeben

Das Angebot wird von ausgebildeten Fachkräften im Klassensetting oder in Einrichtungen durchgeführt. Der „Grüner Koffer“ steht im Verleihsystem kostenfrei zur Verfügung.

Wer Interesse am „Grüner Koffer“ oder an einem Angebot in einer Einrichtung oder Schulklasse hat, kann sich an den kommunalen Suchtbeauftragten wenden.

Kontakt

Harry Müller, Kommunaler Suchtbeauftragter
Erbstetter Str. 58
71522 Backnang

Termine nach Vereinbarung