Rund 501.000 Euro EU-Förderung für den neuen Kinderbereich im Freibad Waiblingen
Weitere Mittel aus dem Europäischen Solidaritätsfonds für den Wiederaufbau im Landkreis nach dem Hochwasser 2024
Die Stadt Waiblingen erhält 501.393,64 Euro aus Mitteln des Europäischen Solidaritätsfonds (EUSF) für den Wiederaufbau des Kinderbereichs im Freibad Waiblingen. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat die Förderung nun bewilligt. Der neue Kinderbereich war nach den Schäden durch das Hochwasser- und Starkregenereignis im Jahr 2024 bereits neu gebaut worden und wurde im Sommer 2026 eröffnet.
Bei den schweren Unwettern und Überschwemmungen Ende Mai und Anfang Juni 2024 war das frühere Kinderplanschbecken im Waiblinger Freibad so stark beschädigt worden, dass eine Reparatur nicht mehr möglich war. Die Stadt Waiblingen hat den Bereich deshalb vollständig neugestaltet. Die nun bewilligten Fördermittel aus dem Europäischen Solidaritätsfonds leisten einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der Kosten, die durch den Wiederaufbau infolge des Hochwassers entstanden sind.
Regierungspräsidentin Susanne Bay sagte: „Nachdem wir bereits 2024 die Landeshilfen für den Regierungsbezirk Stuttgart zusammengeführt und koordiniert haben, freut es mich, dass wir nun auch mit den Mitteln aus dem Europäischen Solidaritätsfonds dazu beitragen können, dass es einen neuen Kinderbereich im Freibad Waiblingen gibt. Diese Förderung zeigt, dass die vom Hochwasser betroffenen Kommunen beim Wiederaufbau nicht alleine gelassen werden.“
Landrat Dr. Richard Sigel betonte: „Die schweren Unwetter im Jahr 2024 haben unseren Rems-Murr-Kreis besonders hart getroffen. Umso wichtiger war es, dass wir als Landkreis die Bedarfe unserer betroffenen Kommunen frühzeitig gebündelt und gegenüber Land und Europäischer Union deutlich gemacht haben. Von den rund 17 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds für Baden-Württemberg fließen 13 Millionen Euro in den Regierungsbezirk Stuttgart, davon rund 9,2 Millionen Euro in unseren Landkreis. Für diesen fairen und solidarisch getragenen Verteilungsschlüssel danke ich dem Land, speziell dem Regierungspräsidium Stuttgart und den ebenfalls betroffenen Landkreisen in der Region Stuttgart sehr herzlich. Ob der neue Kinderbereich im Freibad Waiblingen, das Mineralfreibad Höfen oder sanierte Kunstrasenplätze: Schritt für Schritt kehren weiter wichtige Orte für Kinder, Familien, Vereine und Ehrenamt zurück. Die Unterstützung aus Brüssel ist deshalb nicht nur ein wichtiger finanzieller Beitrag, sondern auch ein starkes Zeichen europäischer Solidarität.“
Oberbürgermeister Sebastian Wolf sagte: „Wir freuen uns sehr, dass wir für den Neubau des Kinderbereichs im Freibad Waiblingen eine Förderung aus dem Europäischen Solidaritätsfonds in Höhe von rund 501.000 Euro erhalten. Das frühere Kinderplanschbecken wurde beim Hochwasser Anfang Juni 2024 so stark beschädigt, dass eine Reparatur nicht mehr möglich war. Umso schöner ist es, dass wir den neuen Bereich in diesem Sommer eröffnen und den Kindern wieder ein attraktives und zeitgemäßes Angebot machen konnten. Die Förderung hilft uns sehr bei der Bewältigung der Hochwasserschäden. Unser herzlicher Dank gilt dem Regierungspräsidium Stuttgart und dem Landkreis Rems-Murr für die große Unterstützung.“
Investitionen mit Weitblick – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten:
Mit dem neuen Planschbecken im Freibad Waiblingen haben die Stadtwerke Waiblingen einen Ort geschaffen, an dem vor allem die jüngsten Badegäste im Mittelpunkt stehen. Auf insgesamt 180 Quadratmetern ist eine moderne Wasser-Erlebniswelt entstanden, die zum Spielen, Entdecken und gemeinsamen Erleben einlädt. Seit der Eröffnung Anfang August wird der neugestaltete Kinderbereich von Familien und Kindern begeistert angenommen.
Für die Stadtwerke Waiblingen ist das Projekt weit mehr als eine bauliche Modernisierung. Es ist eine bewusste Investition in die Lebensqualität vor Ort und in ein attraktives Freizeitangebot für Familien. „Unsere Bäder sind wichtige Orte der Begegnung, der Bewegung und der Erholung. Gerade für Familien bieten sie ein wertvolles Freizeitangebot direkt vor der eigenen Haustür. Mit unseren drei öffentlichen Bädern verfügen wir in Waiblingen über ein vielseitiges Angebot für alle Generationen, das in dieser Form nicht selbstverständlich ist“, erklärt Bernhard Zipp, Geschäftsführer der Stadtwerke Waiblingen.Die Umsetzung solcher Projekte ist angesichts der aktuell herausfordernden wirtschaftlichen Lage keine leichte Aufgabe. Umso wichtiger ist es für die Stadtwerke, gezielt Prioritäten zu setzen und Investitionen mit langfristigem Mehrwert zu tätigen.
Nachhaltige Technik statt kurzfristiger Lösungen
Bei der Umsetzung legten die Stadtwerke besonderen Wert auf eine langlebige Gestaltung und moderne, ressourcenschonende Technik. So wird das Wasser des Planschbeckens nachts in einem Tank zwischengespeichert. Dadurch werden Verdunstungsverluste reduziert und Energie eingespart, da das Wasser während dieser Zeit nicht kontinuierlich umgewälzt werden muss. „Unser Ziel war es nicht, möglichst schnell eine kurzfristige Lösung zu schaffen, sondern eine Investition zu tätigen, die langfristig überzeugt. Unser Anspruch als Stadtwerke ist es schließlich, nicht nur eine zuverlässige Versorgung sicherzustellen, sondern Waiblingen aktiv mitzugestalten und die Lebensqualität vor Ort zu stärken“, so Zipp. Dass dieser Anspruch bei den Badegästen ankommt, zeigt die positive Resonanz seit der Eröffnung Anfang der Sommerferien in diesem Jahr. Besonders die Begeisterung der Kinder bestätigt die Stadtwerke darin, mit dem neuen Planschbecken die richtige Investition getätigt zu haben.
Hintergrund:
Die Stadtwerke Waiblingen waren als Eigentümer und Betreiber des Freibads für Planung, Bau und Eröffnung des neuen Kinderbereichs verantwortlich. Das Regierungspräsidium Stuttgart übernimmt die Bewilligung und Abwicklung der EUSF-Fördermittel im Regierungsbezirk. Der Landkreis Rems-Murr hatte nach dem Hochwasser- und Starkregenereignis die Schäden und Bedarfe der betroffenen Kommunen gebündelt und deren Anliegen gegenüber Land und weiteren zuständigen Stellen vertreten.
Der Europäische Solidaritätsfonds (EUSF) wurde von der Europäischen Union eingerichtet, um Mitgliedstaaten und Regionen bei der Bewältigung schwerer Naturkatastrophen finanziell zu unterstützen. Nach den Unwetter- und Hochwasserereignissen im Mai und Juni 2024 wurden auch für Baden-Württemberg Gelder aus dem EUSF bereitgestellt. Das Regierungspräsidium Stuttgart ist für die Bewilligung der Fördermittel im Regierungsbezirk Stuttgart zuständig.
