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Bildungsregion schafft Lesefreude: Rund 80 Kitas im Landkreis sind mit Büchern versorgt
Eine groß angelegte Sammelaktion „Lesekiste – gute, gebrauchte Bücher direkt in die Kita“ der Bildungsregion hat im Frühjahr 2025 ein starkes Ergebnis erzielt: Gemeinsam mit acht Schulen sowie dem Landratsamt wurden über 3.000 gut erhaltene Kinderbücher für die Jüngsten im Landkreis zusammengetragen.
Auslöser war eine Umfrage unter Kindertageseinrichtungen (siehe unten). Sie machte deutlich, dass viele Kitas einen zusätzlichen Bedarf an grundlegenden Materialien wie Büchern zum Vorlesen und Anschauen haben. Rund 80 Einrichtungen meldeten konkreten Bedarf an Büchern.
Um diesen zu decken, wurden Grundschulen, Gemeinschaftsschulen, SBBZ sowie die Landratsamtsstandorte in Waiblingen, Schorndorf und Backnang als Sammelstellen aktiviert. Elternschaft und Mitarbeitende des Landratsamts wurden zum Spenden aufgerufen – so konnten Bürgerinnen und Bürger ihre Bücher unkompliziert abgeben.
Am Ende kamen über 3.000 Bücher zusammen – darunter Bilder-, Sach-, Vorlese- und Erstlesebücher, Pixis sowie Exemplare in verschiedenen Sprachen. Das Team der Bildungsregion sortierte die Spenden und stellte daraus Lesekisten zusammen, die an alle Kitas mit gemeldetem Bedarf verteilt wurden.
Die Rückmeldungen fielen sehr positiv aus: Endlich könnten Bücher auch an Familien mit nach Hause gegeben werden; zudem seien Neuanschaffungen durch gestiegene Preise oft schwierig. Die Bildungsregion bedankt sich herzlich bei allen Sammelstellen und Spenderinnen und Spendern. Die Initiative stärkt Sprach- und Lesekompetenz und setzt zugleich ein Zeichen für Nachhaltigkeit, indem Bücher ein „zweites Leben“ erhalten.
Aufgrund der großen Resonanz plant die Bildungsregion eine erneute Bedarfsabfrage 2026.
Bildungsregion führt umfassende Umfrage zur Sprachförderung in Kitas durch
Die Bildungsregion hat den Auftrag erhalten, den Sprachstand von Kindern im Kita-Alter
im Landkreis zu beleuchten. Zudem sollten angrenzende Themen, wie die bestehenden
Herausforderungen sowie Ansätze im Bereich Sprachförderung betrachtet werden. Im Rahmen dieser Initiative wurde von November 2023 bis Januar 2024 eine landkreisweite
digitale Umfrage als Vollerhebung an allen Kitas durchgeführt, die auf reges Interesse stieß.
Mit einer Teilnahmequote von ca. 50% aller Kitas zeigt die Umfrage, wie wichtig
das Thema Sprachförderung für die Einrichtungen ist. Besonders hervorzugeben ist, dass Kitas
aus sehr vielen unterschiedlichen Kommunen des Landkreises an der Umfrage teilgenommen
haben (siehe Abbildung 1).
Die Ergebnisse der Umfrage zeigten: Rund 32% der Kinder bis 4 Jahre, ebenso 32% der Kinder
im Alter von 4 bis zum letzten Kindergartenjahr und 26% der Kinder im letzten Kindergartenjahr
weisen einen Förderbedarf im Bereich Sprachkompetenz auf (siehe Abbildung 2). Dies bedeutet,
dass in jeder Altersgruppe etwa jedes dritte Kind Unterstützung benötigt. Interessanterweise
nimmt der Bedarf im letzten Kindergartenjahr nur marginal ab.
Ein wesentlicher Faktor für den Förderbedarf ist die sprachliche Umgebung im Elternhaus:
46% der betroffenen Kinder wachsen in Haushalten auf, in denen nicht Deutsch gesprochen
wird. Zudem sind 27% der Förderbedarfe auf Sprachentwicklungsstörungen zurückzuführen
(siehe Abbildung 3).
Die Umfrage hat auch gezeigt, dass in zahlreichen Kitas bereits viele Maßnahmen zur
Sprachförderung wie etablierte Sprachförderprogramme umgesetzt werden. Der
Sprachstand der Kinder wird regelmäßig erhoben, und vielfältige alltagsintegrierte
Fördermaßnahmen werden in der Praxis beständig umgesetzt. Es zeigt sich, dass angebotene
Maßnahmen wirksam sind und gut angenommen werden.
Dennoch stehen die Kitas vor Herausforderungen: Personalmangel, Zeitdruck und das Fehlen
speziell qualifizierten Personals sind aktuelle Probleme. Zudem wurde festgestellt, dass die
familiäre Situation von den Kindern nicht immer förderlich für deren Sprachentwicklung ist.
Nach der Auswertung der Umfrage wurden die Ergebnisse Fachpersonen präsentiert und in
zwei digitalen Terminen mit den Kitas im Landkreis diskutiert. Dabei stellte sich beispielsweise
heraus, dass in viele Einrichtungen grundlegendes Material, wie neue Bücher zur
Sprachförderung, nicht ausreichend vorhanden ist. Die Bildungsregion hat sich zum Ziel
gesetzt, hier unterstützende Lösungen zu finden.
Die Umfrage hat wertvolle Erkenntnisse geliefert, und die Bildungsregion bleibt weiterhin
engagiert, um das bedeutende Thema der frühkindlichen Sprachförderung voranzutreiben.





