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Europäischer Sozialfonds (ESF)

Der Europäische Sozialfonds (ESF) wurde mit Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1957 ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit verbessert er die Beschäftigungschancen, unterstützt die Menschen durch Ausbildung und Qualifizierung und trägt zum Abbau von Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt bei.

Der ESF ist das wich­tigs­te In­stru­ment der Eu­ro­päi­schen Uni­on zur För­de­rung der Be­schäf­ti­gung in Eu­ro­pa. Er ver­bes­sert den Zu­gang zu Ar­beitsplät­zen, bie­tet Qua­li­fi­zie­rung und un­ter­stützt die so­zia­le In­te­gra­ti­on. 

Der bundesweite ESF bietet Fördermöglichkeiten zu unterschiedlichen, bundesweiten Förderprogrammen. Die ESF-Förderprogramme in den Bundesländern berücksichtigen darüber hinaus die arbeitsmarktlichen Besonderheiten in der Region, z.B. der ESF Baden-Württemberg. Auch auf regionaler Ebene werden ESF-Förderungen erteilt. Nachfolgend finden Sie Wissenswertes zur Förderung durch den regionalen Arbeitskreis des ESF im Rems-Murr-Kreis, die angestrebten Ziele und weitere Informationen.

Spezifische Ziele und weitere Informationen

Spezifisches Ziel B 1.1: Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit & Teilhabechancen von Menschen, die besonders von Armut & Ausgrenzung bedroht sind

Zielgruppen sind:

  • Langzeitleistungsbeziehende, die einer sozialen und persönlichen Stabilisierung / Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit bedürfen
  • Erziehende, Alleinerziehende, ältere Leistungsberechtigte, Personen mit Migrationshintergrund, Zuwander/innen aus EU-Mitgliedsstaaten und Drittstaaten in sozialen Problemlagen
  • Menschen mit psychischen / sozialen Problemlagen, mit gesundheitlichen Einschränkungen, Suchterkrankung, Überschuldungen oder prekären familiären bzw. Wohnverhältnissen
  • Von Armut und Diskriminierung bedrohte Personengruppen

Spezifisches Ziel C 1.1: Vermeidung von Schulabbruch und Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit

Zielgruppen sind:

  • Schülerinnen und Schüler ab der 7. Jahrgangsstufe, die von Schulversagen und Schulabbruch bedroht sind und die von schulischen Regelsystemen nicht oder nicht mehr ausreichend erreicht werden können
  • Ausbildungsferne auch marginalisierte junge Menschen, auch Förderschüler/innen, die von regelhaften Angeboten der Übergangs- und Ausbildungssysteme nicht mehr ausreichend erreicht werden
  • Jugendliche, die von der Jugendsozialarbeit und der Jugendberufshilfe nicht oder nicht mehr ausreichend erreicht werden können

Weitere Informationen zum Herunterladen

Regionale Arbeitsmarktstrategie

Der regionale ESF-Arbeitskreis beschließt eine jährliche Arbeitsmarktstrategie, die sich an den Bedarfen des Rems-Murr-Kreises orientiert. Diese ist Grundlage für die Programmausschreibung.

Hier finden Sie die regionale Arbeitsmarktstrategie des Rems-Murr-Kreises für das Förderjahr 2021.

Organisation

Der Europäische Sozialfonds (ESF) bildet das zentrale Förderinstrument der Europäischen Union für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Unter dem Motto "Chancen fördern" unterstützt der ESF in Baden-Württemberg die Entwicklung von Menschen und Unternehmen, um diese in Zeiten sich wandelnder Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt fit für die Zukunft zu machen.

Im Förderbereich Arbeit und Soziales wird der ESF auch in der Förderperiode 2014-2020 zum großen Teil regionalisiert umgesetzt. Die Förderung konzentriert sich dabei auf zwei spezifische Ziele, neu ist die thematische Dimension zur Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung jeglicher Armut und Diskriminierung. In den regionalen Arbeitskreisen sind die Akteure der lokalen Arbeitsmarktpolitik vertreten. Diese erstellen auf Grundlage der spezifischen Ziele des Operationellen Programms und der lokalen sozioökonomischen Bedarfe die regionale Arbeitsmarktstrategie. Die regionalen Arbeitskreise bewerten die jährlichen Projektanträge unter anderem in Bezug auf deren Übereinstimmung mit der regionalen Arbeitsmarktstrategie und erstellen ein Ranking, das sie im Anschluss an die L-Bank weiterleiten.

Mitglieder des regionalen ESF-Arbeitskreises sind Vertreter des / der

  • Landkreises
  • Agentur für Arbeit
  • Jobcenters
  • Arbeitnehmervertretung / Gewerkschaften
  • Arbeitgebervertretung / Verbände
  • Industrie- und Handelskammern (IHK) / Bezirkskammern
  • Handwerkskammern / Kreishandwerkerschaften
  • Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragten
  • Freien Wohlfahrtspflege
  • Schulen
  • Beruflichen Fort- und Weiterbildung
  • Außerschulischen Jugendbildung

Vorsitzende des regionalen ESF-Arbeitskreises Rems-Murr: c.berghoff(@)rems-murr-kreis.de 

Geschäftsführende des regionalen ESF-Arbeitskreises Rems-Murr: m.wilhelm(@)rems-murr-kreis.de

Der regionale Arbeitskreis und der Örtliche Beirat des Jobcenters Rems-Murr unterzeichneten eine Kooperation, um die jeweiligen Förderschwerpunkte miteinander abzustimmen.

ESF-Projekte 2021

Am 20. Oktober 2020 fand die Rankingsitzung des regionalen ESF-Arbeitskreises statt. Für das Förderjahr 2021 wurden sieben Projektanträge eingereicht, wovon vier Anträge vollumfänglich und ein Antrag teilweise für die Förderung im Rems-Murr-Kreis durch den ESF empfohlen wurden.

In der Förderachse „Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung“ sind Konzepte für langzeitarbeitslose Erwachsene mit besonderen Vermittlungshemmnissen gefragt. Zwei der vom Arbeitskreis positiv gerankten Projektanträge sind diesem Förderziel zuzuordnen.

  • Das Projekt von ttg team-training GmbH namens „Sprungbrett 2021–Vermittlung in Teilzeitausbildung für Erziehende und Alleinerziehende im Rems-Murr-Kreis“ hat sich zum Ziel gesetzt, (Allein-)Erziehende und Pflegende, für die der Einstieg in Erwerbsarbeit aufgrund ihrer Lebenslage erschwert ist, durch Teilzeit-Ausbildungsarrangements nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu vermitteln. Der Träger baut hierbei auf ein Netzwerk mit kooperierenden Firmen im Kreis, die bedarfsorientierte Qualifizierung und Praktika anbieten.
  • Das Projekt „Startklar 2021“ (Diakonie Stetten e.V. in Kooperation mit dem Kreisdiakonieverband) ist für arbeitslose, schwer vermittelbare Menschen mit psychischen Belastungen und multiplen Vermittlungshemmnissen konzipiert. In der Gesellschaft ist seit Jahren eine Zunahme dieses Personenkreises mit Doppeldiagnosen festzustellen. Das Stabilisierungs- und Qualifizierungsprojekt „Startklar 2021“ zielt mit einem ganzheitlichen Ansatz darauf ab, die gesundheitliche und soziale Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern, damit diese beruflich wieder Fuß fassen können.

Drei weitere, vom Arbeitskreis bewilligte Projekte sind der regionalen Förderachse „Vermeidung von Schulabbruch und Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit“ zuzuordnen und widmen sich der Förderung von benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

  • Beim Projekt „Amal - Hoffnung, Integration geflüchteter Jugendlicher in Schule und Ausbildung“ (Paulinenpflege Winnenden e.V.) liegt der Schwerpunkt in der Erzielung einer Selbstermächtigung und emotionaler Stabilisierung von jungen Geflüchteten durch eine vollumfängliche traumapädagogische Betreuung. Mit unterschiedlichen Angeboten wie Kunsttherapie, Praktika und Exkursionen sollen die jungen Geflüchteten in den Arbeitsmarkt integriert werden. Nur mit stabilisierten, körperlich und seelisch lernbereiten Jugendlichen kann eine solche Integration in Schule und Ausbildung als ersten Schritt in die Arbeitswelt gelingen.

  • Das Projekt „AVdual-Begleitung“ (Landratsamt Rems-Murr-Kreis) richtet sich an Jugendliche, die überwiegend der Berufsschulpflicht unterliegen und eine fehlende Ausbildungsreife aufweisen. Den Jugendlichen werden individuelle sozialpädagogische Begleitung sowie Trainingsmaßnahmen besonders im Bereich der Berufsorientierung angeboten. Ziel ist es, ihnen zu einer Ausbildung zu verhelfen und einen Schulabschluss zu erlangen oder diesen zu verbessern. Dieses Projekt kann aufgrund des Rankings nur mit einer geringeren Fördersumme als beantragt gefördert werden.

  • Das Projekt „Chancen Nutzen 2021“ ist durch einen Kooperationsverbund des Kreisjugendrings Rems-Murr e.V. und des Kreisdiakonieverbands Rems-Murr-Kreis getragen und leistet intensive sozialpädagogische Begleitung für eine nachhaltige Schul-, Bildungs- und Ausbildungsintegration von Schülerinnen und Schülern sowie jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und Behinderung.

ESF-Projekte 2019 - 2020

Am 8. November 2018 fand die Rankingsitzung des regionalen ESF-Arbeitskreises statt. Für die Förderrunde 2019 - 2020 wurden sieben Projektanträge eingereicht, die vollumfänglich für die Förderung im Rems-Murr-Kreis durch den ESF empfohlen wurden:

  • AV Dual Begleitung – für Jugendliche mit Förderbedarf, die der Berufsschulpflicht unterliegen und/oder nicht ausbildungsreif sind. Die Jugendlichen erhalten eine berufliche Perspektive, insbesondere einen Ausbildungsplatz. Die Erlangung und/oder Verbesserung des Schulabschlusses kann ebenso das Ziel sein. (Landratsamt Rems-Murr-Kreis)
  • Chancen nutzen – Erreichen-Begleiten-Integrieren – leistet intensive sozialpädagogische Begleitung für eine nachhaltige Schul-, Bildungs- und Ausbildungssituation von Schüler/-innen und jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Zudem wird ein Teilmodul umgesetzt, das junge Erwachsene, die massiv von Obdachlosigkeit und Armut bedrohnt sind, zu den Angeboten der Jugendhilfe und zum Bildungssystem zurückführen möchte.  (Kreisjugendring Rems-Murr e.V., Kreisdiakonieverband Rems-Murr und Erlacher Höhe Ambulante Hilfe - Kooperation)
  • Dame 2.0 richtet sich an arbeitslose  Frauen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung, welche Unterstützung bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt benötigen. Es soll dadurch ein dauerhafter Anschluss zum sozial gesellschaftlichen und beruflichen Leben geschaffen werden. (DEB gemeinnützige GmbH)
  • Lernen digital soll Menschen unterstützen, die aufgrund von Armut und Diskriminierung im Abseits der Gesellschaft stehen. Ziel ist es, digitale Fähigkeiten alltagsorientiert zu erweitern und sich weiterhin mit den digitalen Strukturen und Systemen der Arbeitswelt auseinanderzusetzen. (Sozialunternehmen Neue Arbeit gGmbH)

  • SAM - Soziales AlltagsManagement und offene Werkstatt - wendet sich an Personen, die bereits länger von SGB II-Leistungen leben und denen ein dauerhafter Ausschluss vom Arbeitsmarkt droht. Der Träger unterstützt durch eine individuelle Hilfeplanung und versucht die Personen stufenweise wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen. (Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz)
  • Sprungbrett – Teilzeitausbildung – Vermittlung in Teilzeitausbildung für Erziehende und Alleinerziehende. Zielgruppe sind beim Jobcenter gemeldete arbeitssuchende Frauen und Männer - sowohl Alleinerziehende als auch Erziehende Wiedereinsteigende und Pflegende, für die der Einstieg in Erwerbsarbeit aufgrund ihrer Lebenslage erschwert ist. (ttg team-training GmbH)
  • Startklar 2019 - 2020 – Das Projekt ist für schwer vermittelbare Menschen mit gleichzeitiger psychischer als auch Suchterkrankung konzipiert. In der Gesellschaft ist hier seit Jahren eine Zunahme des Personenkreises mit Doppeldiagnose festzustellen. Das Stabilisierungs- und Qualifizierungsprojekt zielt mit einem ganzheitlichen Ansatz darauf ab, die gesundheitliche und soziale Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern, damit diese beruflich wieder Fuß fassen können.  (Diakonie Stetten e.V. und Kreisdiakonieverband - Kooperation)