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Europäischer Sozialfonds (ESF)

Der Europäische Sozialfonds wurde mit Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1957 ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit verbessert er die Beschäftigungschancen, unterstützt die Menschen durch Ausbildung und Qualifizierung und trägt zum Abbau von Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt bei.

Ausschreibungen

B 1.1: Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit & Teilhabechancen von Menschen, die besonders von Armut & Ausgrenzung bedroht sind

Zielgruppen sind:

  • Langzeitleistungsbeziehende, die einer sozialen und persönlichen Stabilisierung / Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit bedürfen
  • Erziehende, Alleinerziehende, ältere Leistungsberechtigte, Personen mit Migrationshintergrund, Zuwander/innen aus EU-Mitgliedsstaaten und Drittstaaten in sozialen Problemlagen
  • Menschen mit psychischen / sozialen Problemlagen, mit gesundheitlichen Einschränkungen, Suchterkrankung, Überschuldungen oder prekären familiären bzw. Wohnverhältnissen
  • Von Armut und Diskriminierung bedrohte Personengruppen

C 1.1: Vermeidung von Schulabbruch und Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit

Zielgruppen sind:

  • Schülerinnen und Schüler ab der 7. Jahrgangsstufe, die von Schulversagen und Schulabbruch bedroht sind und die von schulischen Regelsystemen nicht oder nicht mehr ausreichend erreicht werden können
  • Ausbildungsferne auch marginalisierte junge Menschen, auch Förderschüler/innen, die von regelhaften Angeboten der Übergangs- und Ausbildungssysteme nicht mehr ausreichend erreicht werden
  • Jugendliche, die von der Jugendsozialarbeit und der Jugendberufshilfe nicht oder nicht mehr ausreichend erreicht werden können

Vorgaben und Hinweise für Projektträger

Wichtig

  • Im Ziel B 1.1 ist für Projektanträge ausschließlich zweijährige Projektlaufzeit möglich.
  • Im Ziel C 1.1 ist für Projektanträge wahlweise ein- bis max. zweijährige Projektlaufzeit möglich. Die Projektlaufzeit ist an das Kalenderjahr gekoppelt (01.01.2019-31.12.2020).
  • Die L-Bank wird nur regionale ESF-Projekte bewilligen, deren förderfähige Gesamtkosten einen Betrag von 30.000 € nicht unterschreiten und die eine Förderung für mindestens 10 Teilnehmende beantragen.
  • Der ESF-Förderanteil an der öffentlichen Finanzierung des Projektantrages soll im Förderrahmen zwischen 35% und max. 50 % liegen.
  • Soweit für die Antragstellung eine (pauschale) Kofinanzierungszusage des Jobcenters Rems-Murr oder der Agentur für Arbeit Waiblingen nachzuweisen ist, nehmen Sie bitte frühzeitig dorthin Kontakt auf. Kontaktdaten: mailto:Ulrike.Duffey2(@)jobcenter-ge.de; holger.straesser((@))arbeitsagentur.de.
  • Kooperationen von Projektträgern in der Antragstellung beim spezifischen Ziel B 1.1 werden ausdrücklich begrüßt.
  • In der regionalen ESF-Förderung ist eine pauschalisierte Abrechnung von Kostenpositionen eingeführt. Die Details sind dem Hinweisblatt  zu entnehmen.
  • Die Bewilligungen in der regionalen ESF-Förderung gewährt die L-Bank in Form der Fehlbedarfsfinanzierung.

Die Projekte müssen den geltenden EU-Bestimmungen, dem Operationellen Programm für Baden-Württemberg und insbesondere den Querschnittszielen zur Gleichstellung der Geschlechter, der Nachhaltigkeit und der Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung entsprechen.

Auf der ESF-Internetseite des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg stehen das  Operationelle Programm, die einheitlichen Auswahlkriterien für Projekte beim Antragsranking, sowie weitere Informationen zum Abruf bereit.

Weitere Informationen zum Herunterladen

Antragsverfahren

Anträge auf ESF-Förderung sind ausschließlich über das webbasierte neue ELAN-Antragsverfahren  an die L-Bank zu richten. Dies ist auf der Homepage des Ministeriums über den folgenden Link abrufbar: zum Formular.

Das Ministerium weist darauf hin, dass die Antragstellung nur noch über das neue Antragsformular möglich ist! Bitte lesen Sie die nachfolgenden Hinweise dort sorgfältig durch, bevor Sie einen Antrag stellen!

WICHTIG! Registrieren: Alle Antragsteller müssen sich für den Zugang zum neuen ELAN-Antrag neu registrieren! Dies gilt auch für Antragsteller, die bereits im ELAN-System registriert waren!

Eine Kurzbeschreibung zum Förderantrag zur Information für den ESF-Arbeitskreis ist bei der ESF-Geschäftsstelle einzureichen.

Die L-Bank berücksichtigt bei der Entscheidung über die Bewilligung die Förderempfehlung des regionalen ESF-Arbeitskreises. Antragsteller sind deshalb aufgefordert, ihre Projekte am 08.11.2018 im regionalen ESF-Arbeitskreis vorzustellen. Eine Einladung erfolgt durch die ESF-Geschäftsstelle.

Regionale Arbeitsmarktstrategie

Der regionale ESF-Arbeitskreis beschließt eine jährliche Arbeitsmarktstrategie, die sich an den Bedarfen des Rems-Murr-Kreises orientiert. Diese ist Grundlage für die Programmausschreibung.

Hier finden Sie die regionale Arbeitsmarktstrategie des Rems-Murr-Kreises.

Organisation

Der Europäische Sozialfonds (ESF) bildet das zentrale Förderinstrument der Europäischen Union für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Unter dem Motto "Chancen fördern" unterstützt der ESF in Baden-Württemberg die Entwicklung von Menschen und Unternehmen, um diese in Zeiten sich wandelnder Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt fit für die Zukunft zu machen.

Im Förderbereich Arbeit und Soziales wird der ESF auch in der Förderperiode 2014-2020 zum großen Teil regionalisiert umgesetzt. Die Förderung konzentriert sich dabei auf zwei spezifische Ziele, neu ist die thematische Dimension zur Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung jeglicher Armut und Diskriminierung. In den regionalen Arbeitskreisen sind die Akteure der lokalen Arbeitsmarktpolitik vertreten. Diese erstellen auf Grundlage der spezifischen Ziele des Operationellen Programms und der lokalen sozioökonomischen Bedarfe die regionale Arbeitsmarktstrategie. Die regionalen Arbeitskreise bewerten die jährlichen Projektanträge unter anderem in Bezug auf deren Übereinstimmung mit der regionalen Arbeitsmarktstrategie und erstellen ein Ranking, das sie im Anschluss an die L-Bank weiterleiten.

Mitglieder des regionalen ESF-Arbeitskreises sind Vertreter des / der

  • Landkreises
  • Agentur für Arbeit
  • Jobcenters
  • Arbeitnehmervertretung / Gewerkschaften
  • Arbeitgebervertretung / Verbände
  • Industrie- und Handelskammern (IHK) / Bezirkskammern
  • Handwerkskammern / Kreishandwerkerschaften
  • Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragten
  • Freien Wohlfahrtspflege
  • Schulen
  • Beruflichen Fort- und Weiterbildung
  • Außerschulischen Jugendbildung

Vorsitzende des regionalen ESF-Arbeitskreises Rems-Murr: mailto:c.berghoff(@)rems-murr-kreis.de

Der regionale Arbeitskreis und der Örtliche Beirat des Jobcenters Rems-Murr unterzeichneten eine Kooperation, um die jeweiligen Förderschwerpunkte miteinander abzustimmen.
Pressemitteilung: Im Schulterschluss Menschen in Arbeit bringen

ESF-Projekte 2019 - 2020

Am 8. November 2018 fand die Rankingsitzung des regionalen ESF-Arbeitskreises statt. Für die Förderrunde 2019 - 2020 wurden sieben Projektanträge eingereicht, die vollumfänglich für die Förderung im Rems-Murr-Kreis durch den ESF empfohlen wurden:

  • AV Dual Begleitung – für Jugendliche mit Förderbedarf, die der Berufsschulpflicht unterliegen und/oder nicht ausbildungsreif sind. Die Jugendlichen erhalten eine berufliche Perspektive, insbesondere einen Ausbildungsplatz. Die Erlangung und/oder Verbesserung des Schulabschlusses kann ebenso das Ziel sein. (Landratsamt Rems-Murr-Kreis)
  • Chancen nutzen – Erreichen-Begleiten-Integrieren – leistet intensive sozialpädagogische Begleitung für eine nachhaltige Schul-, Bildungs- und Ausbildungssituation von Schüler/-innen und jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Zudem wird ein Teilmodul umgesetzt, das junge Erwachsene, die massiv von Obdachlosigkeit und Armut bedrohnt sind, zu den Angeboten der Jugendhilfe und zum Bildungssystem zurückführen möchte.  (Kreisjugendring Rems-Murr e.V., Kreisdiakonieverband Rems-Murr und Erlacher Höhe Ambulante Hilfe - Kooperation)
  • Dame 2.0 richtet sich an arbeitslose  Frauen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung, welche Unterstützung bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt benötigen. Es soll dadurch ein dauerhafter Anschluss zum sozial gesellschaftlichen und beruflichen Leben geschaffen werden. (DEB gemeinnützige GmbH)
  • Lernen digital soll Menschen unterstützen, die aufgrund von Armut und Diskriminierung im Abseits der Gesellschaft stehen. Ziel ist es, digitale Fähigkeiten alltagsorientiert zu erweitern und sich weiterhin mit den digitalen Strukturen und Systemen der Arbeitswelt auseinanderzusetzen. (Sozialunternehmen Neue Arbeit gGmbH)

  • SAM - Soziales AlltagsManagement und offene Werkstatt - wendet sich an Personen, die bereits länger von SGB II-Leistungen leben und denen ein dauerhafter Ausschluss vom Arbeitsmarkt droht. Der Träger unterstützt durch eine individuelle Hilfeplanung und versucht die Personen stufenweise wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen. (Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz)
  • Sprungbrett – Teilzeitausbildung – Vermittlung in Teilzeitausbildung für Erziehende und Alleinerziehende. Zielgruppe sind beim Jobcenter gemeldete arbeitssuchende Frauen und Männer - sowohl Alleinerziehende als auch Erziehende Wiedereinsteigende und Pflegende, für die der Einstieg in Erwerbsarbeit aufgrund ihrer Lebenslage erschwert ist. (ttg team-training GmbH)
  • Startklar 2019 - 2020 – Das Projekt ist für schwer vermittelbare Menschen mit gleichzeitiger psychischer als auch Suchterkrankung konzipiert. In der Gesellschaft ist hier seit Jahren eine Zunahme des Personenkreises mit Doppeldiagnose festzustellen. Das Stabilisierungs- und Qualifizierungsprojekt zielt mit einem ganzheitlichen Ansatz darauf ab, die gesundheitliche und soziale Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern, damit diese beruflich wieder Fuß fassen können.  (Diakonie Stetten e.V. und Kreisdiakonieverband - Kooperation)

Berghoff, Christina

Europabeauftragte des Rems-Murr-Kreises
Telefonnummer: 07151 501-1112
Faxnummer: 07151 501-1220
c.berghoff@rems-murr-kreis.de