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Autor: Steffen Kienzle
Artikel vom 03.12.2018

Bürgerinnen und Bürger setzen sich für die Zukunft im ländlichen Raum ein

von links: Prof. Dr. Heidi Elisabeth Megerle, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg; Frau Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg; Dr. Barbara Malburg-Graf, Geschäftsführerin Büro PLAN_N; Dr. Inge Gräßle MdEP, Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Europäischen Parlament; Ute Zoll, Bürgermeisterin Stadt Vellberg. Foto: LEADER
Über 50 Bürger beteiligten sich am Dialog mit den hochkarätigen und frauenstarken Referentinnen.

Die drei LEADER Regionen luden am Samstag, 17. November, zum Bürgerdialog unter dem provokanten Titel „Ländlicher Raum – Raum mit Zukunft?!“ ein, welcher Teil des Europadialogs der Landesregierung 2018 war und durch das Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg gefördert wurde.

Über 50 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich am Dialog mit den hochkarätigen und frauenstarken Referentinnen. Frau Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und Frau Dr. Inge Gräßle MdEP, Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Europäischen Parlament nahmen zu vielen wichtigen Themen Stellung und zeigten die Perspektiven des Landes Baden-Württemberg und die Sicht aus Brüssel auf.

Auch Frau Prof. Dr. Heidi Elisabeth Megerle, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, und Frau Ute Zoll, Bürgermeisterin der Gastgeberstadt Vellberg stellten sich den Fragen der Moderation durch Frau Dr. Barbara Malburg-Graf und denen des Publikums.

Einleitend zeigte Professorin Dr. Megerle auf, dass aus Sicht der Wissenschaft ländliche Räume den allgemeinen und globalen Trends unterliegen, in welchem sowohl die Altersstrukturen, gesellschaftliche Konsumeinstellung, Ungleichverteilung von Fachkräften und Wissensstand, medizinische Versorgung wie auch Änderungen des bisherigen Klimas sich auf die Lebensqualität, die Schul- und Ausbildungsstrukturen, die Arbeitsplatzsituation, die Mobilität und Infrastruktur auswirken.

Wird der Blick auf die europäische Ebene gerichtet, lassen sich innerhalb der Länder der Europäischen Union Unterschiede in der Ausprägung der Ungleichheiten zwischen Ballungszentren und wenige stark besiedelten Räumen feststellen. Diese Unterschiede sind zu berücksichtigen, wenn von Regionalentwicklung und demnach von finanzieller Förderung gesprochen wird. Dennoch sind die Potenziale der gelungenen Weiterentwicklung der Regionen sichtbar hervorzuheben und als Anreiz für andere schwächere Region anzusehen.

Mit Blick auf lokale Ebene verzeichnet Bürgermeisterin Zoll in Vellberg einen Bevölkerungszuwachs und kann damit von einer positiven Entwicklung in der Stadt berichten.

Das Ziel der Länder und des Bundes umfasst die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Um dieses Ziel zu erreichen gibt es Förderinstrumente, wie auch LEADER. Mit diesen Instrumenten soll dieses Ziel auf lokaler und regionaler Ebene bestens erreicht werden.

Als Teilziel ist die Innenentwicklung der Dorf- und Stadtkerne anzusehen, damit diese attraktiv bleiben und vorhandene Flächen optimal genutzt werden können und somit zu einem lebendigen Dorf- und Stadtleben beitragen. Auch hier eignet sich insbesondere LEADER als Instrument der Förderung, da mit diesem Ortsansässige entscheiden können, für welche Projekte sie sich einsetzen und mit welchen kreativen Lösungen sie den regionalen Herausforderungen begegnen wollen.

Die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung wurde an diesem Abend umgehend rege genutzt. Das Publikum stellte Fragen an die Referentinnen und benannten Herausforderungen in ihren Kommunen. Diese nahmen Bitten um Verbesserungen, insbesondere zum Öffentlichen Personennahverkehr, entgegen. Den Teilnehmenden lagen die Themen medizinische Versorgung und Infrastrukturprobleme beim Ausbau des Breitbandes besonders am Herzen. Sich bereits in der Entwicklungsphase befindenden Projekte zur engen Zusammenarbeit zwischen Hochschule und bürgerschaftlicher und politischen Ebene  wurden von den Referentinnen sehr begrüßt.

Große Einigkeit herrschte darin, dass es gilt die Vielfalt der ländlichen Räume zu erhalten und diese als Potenzial nach außen hin zu vertreten. Stärken des Ländlichen Raumes, wie beispielsweise die zahlreichen Ehrenamtlichen, die Nähe zur Natur und die Naherholungsmöglichkeit tragen zur Work-Life-Balance bei und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus.

Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert mitzugestalten und zum Wohle ihrer Gemeinde beizutragen, sei es im Konsumverhalten oder im Ehrenamtsengagement. Dass dieser Wille vorhanden ist, zeigte sich einmal mehr an diesem erfolgreichen Abend durch die zahlreichen Teilnehmenden und deren angeregten Austausch mit den prominenten Referentinnen.

(stk, 3.12.18; Text und Bild: LEADER)

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