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Autor: Sandra Weiss
Artikel vom 26.10.2017

„Schule für Kranke“ heißt jetzt Klinikschule Rems-Murr

„Schule für Kranke“ heißt jetzt Klinikschule Rems-Murr

Spielplatzeinweihung durch das Leitungsteam der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie.
Landrat Dr. Sigel und Rektorin Andrea Eberle enthüllen das neue Logo der Klinikschule Rems-Murr.

Bei einem gemeinsamen Pressetermin mit dem Zentrum für Psychiatrie in Winnenden (ZfP) enthüllten Landrat Dr. Sigel und Rektorin Andrea Eberle das neue Logo der Schule.

Die ehemalige „Schule für kranke Kinder  in längerer Krankenhausbehandlung“ – kurz „Schule für Kranke“ – vollzieht  derzeit einen großen Wandel. Dazu gehört auch ein neuer Name und ein neues Logo. In einem Findungs-Prozess wurde  nach einer neuen Außendarstellung gesucht, mit der sich Lehrkräfte, Teamkollegen, Eltern und vor allem auch die Schülerpatienten einerseits identifizieren können und die andererseits auch das Alleinstellungsmerkmal der Schule im Kreis herausstellt. Dabei stand die Frage im Vordergrund, wofür die Schule in Zukunft stehen möchte. Auch die Kooperationspartner – die Rems-Murr-Kliniken und die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am ZfP Winnenden – sollten sich in der Neuausrichtung wiederfinden können. Träger der Klinikschule Rems-Murr ist der Landkreis.

Dabei herausgekommen ist der Name Klinikschule Rems-Murr und ein aussagekräftiges Logo., das sowohl farblich als auch symbolisch an die Kooperationspartner angepasst wurde. Es symbolisiert den besonderen Auftrag der Schule, nämlich eine menschliche Brücke zwischen den Patienten und allen Beteiligten zu bauen. Dazu gehört auch, eine Beziehung mit den Kindern und Jugendlichen aufzubauen, zwischen allen Beteiligten zu vermitteln, den Patienten einen Schonraum zu geben und natürlich der Unterricht an der Klinikschule selbst. „Dank dieser Schule und dem Team um Frau Eberle herum stehen chronische Krankheiten der Bildung nicht mehr im Weg. Sie bauen Brücken, helfen den Kindern und Jugendlichen sich zu bilden und in der regulären Schule nicht den Anschluss zu verlieren – das ist ein wertvoller und wichtiger Beitrag für unseren Landkreis.“, lobt Landrat Dr. Sigel.

Durch die Schulgesetzänderung im August 2016 wurden alle Sonderschulen zu Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit verschiedenen Förderschwerpunkten. Die Klinikschule Rems-Murr ist auch ein SBBZ, ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Schüler in längerer Krankenhausbehandlung. Hier werden Schülerinnen und Schüler aus allen Schularten unterrichtet. . Aufgabe der Schulen mit diesem Förderschwerpunkt ist es vor allem, ihren Beitrag zum Erhalt des Bildungsstandes, der Sicherstellung der schulischen Wiedereingliederung nach krankheitsbedingter Unterbrechung des regulären Schulbesuchs sowie der Koordination von geeigneten Fördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche bei längerem Krankenhausaufenthalt zu leisten. Grundlage des Unterrichts an der Klinikschule bilden dabei die Bildungspläne und Stoffpläne der Herkunftsschulen. Es wird jedoch bei jedem Patientenschüler auf den individuellen Entwicklungs- und Leistungsstand sowie die aktuellen Bedürfnisse eingegangen.

Diese Aufgabe stellt für das Kollegium immer wieder eine große Herausforderung dar, denn die Schüler kommen aus verschiedenen Klassenstufen und Bildungsgängen und bringen unterschiedliche Lernvoraussetzungen mit. Das bedeutet, an einer Klinikschule braucht es ein Kollegium, das möglichst alle Lehrbefähigungen vorhält: Es braucht Lehrkräfte, von der Grundschul-  bis zur Gymnasiallehrkraft Sekundarstufe II und möglichst auch Berufsschullehrkräfte, um das Spektrum abzudecken. Die Schüler erhalten ein individuelles Bildungsangebot in enger Absprache mit dem jeweiligen Klinikteam und den Herkunfts- oder Anschlussschulen. Dabei gilt es, die hohe Fachlichkeit hinsichtlich der differenzierenden Leistungsanforderungen und die sonderpädagogische Bedarfe in Einklang zu bringen.

Wenn eine chronische Erkrankung Lebensbedingungen erschwert und erhebliche Entwicklungs- und Lernprobleme auftreten, kann sonderpädagogische Beratung und Unterstützung nötig sein, auch ohne dass der Schüler Patient an der Klinik ist. In diesem Fall ist ein Einzelfallmanagement durch die Klinikschullehrkräfte an der allgemeinen Schule vor Ort nötig, um gegebenenfalls einen individuellen Nachteilsausgleich zu entwickeln. Denn: Trotz Krankheit bleibt Lernen wichtig.

Hintergrund:

Die Klinikschule Rems-Murr hat zwei Standorte mit drei verschiedenen Schwerpunkten:

-          Standort am RMK (Psychosomatische Krankheitsbilder, Somatische Krankheitsbilder)

-          Standort an der Tagesklinik KJPP (Psychiatrische Krankheitsbilder)

Die Klinikschule ist seit Juli 2014 im Bereich Kinder- und Jugendmedizin am Rems-Murr-Klinikum Winnenden verortet. Zuvor war sie im Kreis-Krankenhaus Waiblingen angesiedelt. Seit 01.12.2015 hat die Schule zusätzlich an der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in den Räumen des Zentrum für Psychiatrie eine Außenstelle. Seit April 2016 unterrichtet das Team der Klinikschule zusätzlich auch Patienten der Abteilung Psychosomatik am Rems-Murr-Klinikum in Winnenden.

Die Klinikschule informiert und berät darüber hinaus auch Schulen mit chronisch erkrankten Kindern und Jugendlichen über die Auswirkungen der Erkrankungen auf die schulische Bildung und pädagogische Maßnahmen – zum Beispiel im Sinne des Nachteilsausgleichs.

(saw/26.10.17)

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