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Autor: Sandra Weiss
Artikel vom 11.11.2016

Rund 390 000 Euro EU-Gelder fließen in den Kreis

Rund 390 000 Euro EU-Gelder fließen in den Kreis

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste Finanzierungsinstrument der Europäischen Union im Bereich Arbeitsmarktpolitik. Es werden Maßnahmen für besonders benachteiligte Menschen, die aus verschiedensten Gründen Vermittlungshemmnisse in den Arbeitsmarkt haben, unterstützt. Im kommenden Förderjahr können rund 390.000 Euro in den Rems-Murr-Kreis fließen.

Die bezuschussten Maßnahmen richten sich an benachteiligte Personengruppen in sozialen Problemlagen. Zwei Projekte sind für langzeitarbeitslose Erwachsene mit besonderen Vermittlungshemmnissen ausgelegt, so das Projekt BRAVO (DEB-soziale Dienstleistungs GmbH), das sich an schwer erreichbare (allein-)erziehende Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund richtet. Diese Frauen sind oftmals isoliert, haben Gewalterfahrung und sind für herkömmliche Fördermaßnahmen nicht zu erreichen. Das Projekt Startklar (Diakonie Stetten) ist für schwer vermittelbare Menschen mit psychischen Leiden konzipiert. Das Stabilisierungs- und Qualifizierungsprojekt zielt darauf ab, die berufliche, gesundheitliche und soziale Lebenssituation zu verbessern. Zwei weitere Projekte widmen sich der Förderung benachteiligter Jugendlicher und junger Erwachsener. Das Projekt Chancen nutzen – Zugänge schaffen (Kooperation Kreisjugendring und Kreisdiakonieverband) richtet sich an Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher, ausbildungsferne und aufgrund ihrer persönlichen, sozial-, körperlich und geistigen Benachteiligung ausgegrenzte Jugendliche, die von den schulischen Regelsystemen und auch von der Jugendsozialarbeit nicht (mehr) erreicht werden können. Das Projekt AV Dual-Begleitung (Landratsamt Rems-Murr-Kreis) verhilft Jugendlichen, die (noch) nicht ausbildungsreif sind und der Berufsschulpflicht unterliegen, beim Übergang ins Arbeitsleben. Die Projekte leisten sozialpädagogische individuelle Unterstützung, Begleitung und Trainings, um die Teilhabechancen am allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern.

 

Hintergrund:

Die Schwerpunktziele in der ESF-Förderperiode 2014-2020 sind nachhaltige Beschäftigung und Fachkräftesicherung, soziale Inklusion und Bekämpfung von Armut sowie lebenslanges Lernen. Dem Land stehen insgesamt für den Zeitraum 260 Mio. Euro zur Verfügung, davon wird ein großer Teil regional umgesetzt. Der regionale ESF-Arbeitskreis Rems-Murr hat nun seine Bewertung über die eingegangenen Projektanträge vorgenommen und eine Förderempfehlung an die L-Bank abgegeben, welche über die Bewilligung entscheidet.

Die Informationen zum ESF im Rems-Murr-Kreis sind auf der Homepage www.rems-murr-kreis.de im Bereich „Wirtschaftsförderung/Förderprogramme“ abrufbar. Der ESF-Arbeitskreis Rems-Murr ist Teil der Europaarbeit im Rems-Murr-Kreis. Sie hat vier zentrale Schwerpunkte: Auf- und Ausbau eines Netzwerkes von EU-Kontakten, Fördermittelbeobachtung und -beratung, Information und Stärkung der Europakompetenz sowie bessere Vermittlung des europäischen Gedankens im Kreis. Durch die Europaarbeit konnten wichtige neue Anforderungen an den ESF-Arbeitskreis erfüllt werden.

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