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Autor: Martina Nicklaus
Artikel vom 01.08.2016

Aus dem Remstal bis hinauf zum Mars

Aus dem Remstal bis hinauf zum Mars

Schüler lernen beim „Career Walk“ Firmen aus dem Rems-Murr-Kreis kennen

 

Was Playmobilfiguren und Marsfahrzeuge mit dem Remstal verbindet – das und vieles mehr haben 25 Gymnasiasten auf der Fachmesse Motek erfahren. Beim Rundgang „Career Walk“ lernten die Zwölftklässler sechs Unternehmen aus dem Rems-Murr-Kreis kennen und bekamen Informationen über Praktika und Ausbildungsmöglichkeiten.

 

„Das Remstal ist das Silicon Valley der Maschinenbauindustrie“, sagt Bernd Klingel, der Geschäftsführer der Winterbacher Firma Oku, selbstbewusst. Einer der Gründe dafür arbeitet hinter ihm, am Messestand, unbeirrt und auf vollen Touren. „Das ist eine Spezialmaschine, die Fensterbeschläge herstellt. Sie geht nach Österreich“, erklärt Klingel seinen Gästen – allesamt Zwölftklässler aus dem Rems-Murr-Kreis, die sich für den „Career Walk“ über die Motek, eine Fachmesse für Montage-, Handhabungstechnik und Automation in Stuttgart, angemeldet haben. Der Rundgang für die Gymnasiasten als Fachkräfte von morgen geht auf eine Initiative der Kreiswirtschaftsförderung Rems-Murr und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) zurück. Letztere hat das Angebot im Jahr 2009 aus der Taufe gehoben um Firmen und potenzielle Nachwuchskräfte frühzeitig zusammenzubringen, wie Dr. Sabine Stützle-Leinmüller, Bereichsleiterin Fachkräfte bei der WRS, betont. Ein Jahr später kam die Wirtschaftsförderung Rems-Murr mit ins Boot.

 

Das Ziel des „Career Walk“ sei es, kleine und mittelständische Unternehmen ins Blickfeld der jungen Leute zu rücken, sagt Ruth Deichmann von der Kreiswirtschaftsförderung. Zum Beispiel in das von Nils, der das Weinstädter Remstalgymnasium besucht und noch keinen konkreten Berufswunsch, aber großes Interesse am Maschinenbau hat: „Ich war bisher nie auf einer Messe und will mich einfach mal überraschen lassen.“ Die auf der Motek vertretenen Firmen hätten zwar keine so bekannten Namen wie manche andere Firmen aus dem Landkreis, sagt Ruth Deichmann, sie böten aber dennoch interessante Jobs und Karrieremöglichkeiten. „Auf der Messe sieht man, in welchem globalen Umfeld diese Unternehmen sich behaupten müssen.“

 

Die Firma Oku beispielsweise exportiert ihre Maschinen nach ganz Europa, aber auch China und Amerika. Oder Malta, wo eine in Winterbach erdachte Konstruktion die bekannten Playmobilfiguren kreiert. Jede Maschine sei eine Sonderanfertigung und werde nur einmal gebaut, erklärt Bernd Klingel. Allen Kreationen seiner Firma ist aber gemeinsam, dass sie in Windeseile mehrere Einzelteile zusammensetzen – sei es nun zu einer Playmobilfigur, einem Pritt-Kleberoller oder dem Pumpgerät eines Seifenspenders.

 

„Der Beruf des Ingenieurs ist ein Klasseberuf. Man kann Dinge erschaffen und bewegen. Und Geld verdienen kann man auch“, schwärmt Bernd Klingel. Um sich eine Maschine wie die am Messestand leisten zu können, braucht es allerdings einen ziemlich gut gefüllten Geldbeutel. „Was schätzt ihr kostet sie?“, will Bernd Klingel wissen. „100.000 Euro?“ „80.000?“ tippen die Schüler. Falsch gedacht, sagt  der Oku-Chef: „Mit einer dreiviertel Million muss man schon rechnen.“

 

Rund 50 Praktikanten betreue seine Firma im Jahr, erzählt kurz darauf Volker Sieber von der Firma Schnaithmann in Remshalden. Hinzu kämen rund 30 Auszubildende, die vielseitige Aufgaben erwarteten, denn „bei uns sieht jedes Projekt – wir machen rund 600 im Jahr – anders aus“. Gefragt seien Generalisten, welche die vielseitigen Aufgaben lösten, sagt Volker Sieber. Er ermutigt die Schüler zu einem längeren Auslandsaufenthalt, und versichert, bei seiner Firma schaue man nicht nur auf den Notendurchschnitt: „Wichtig ist, dass Sie authentisch sind.“ Einige Zeit in der Ferne zu verbringen, das plant auch Isabel. „Ich gehe nach dem Abitur für ein Jahr nach Neuseeland“, sagt die Schülerin, die das Max-Planck-Gymnasium in Schorndorf besucht. Und danach? „Ich möchte in den Bereich Mechatronik, aber in der Automobilbranche.“

 

Am Messestand der Firma Knapp Wälzlagertechnik erwarten Kerstin Bohn und Markus Bauer die Career-Walker. Die Geschwister leiten zusammen das Familienunternehmen, das vor einem Jahr von Fellbach nach Waiblingen umgezogen ist. Mit insgesamt 15 Mitarbeitern gehört der Betrieb zu den Kleinen auf der Messe, was Höhenflüge jedoch nicht ausschließt. Denn ihre Wälzlager, die überall dort zum Einsatz kommen, wo sich etwas dreht, stecken nicht nur in Windkraftanlagen oder Baggern, sondern zum Beispiel auch in Drohnen. Viele Autobahnszenen aus der Actionserie „Alarm für Cobra 11“ etwa seien mit Multicoptern aus der Luft gedreht worden, in denen Wälzlager seiner Firma steckten, erzählt Markus Bauer. Seine Schwester setzt noch eins drauf: „In einigen Jahren fliegen unsere Lager auf den Mars – sie werden in Marsfahrzeugen verbaut.“

 

Zur Information

 

Insgesamt sechs Unternehmen aus dem Rems-Murr-Kreis haben die 25 Schüler bei ihrem Rundgang besucht: die Fellbacher Firma Andreas Maier (AMF), die Betriebe Knapp Wälzlagertechnik und LTK Lineartechnik Korb aus Waiblingen, die Firma Schnaithmann (Remshalden), die Winterbacher Firma Oku und die Firma Tekon Prüftechnik aus Kernen.

 

Die Teilnehmer des „Career Walk“ besuchen das Remstalgymnasium in Weinstadt, das Max-Planck-Gymnasium in Schorndorf, das Max-Born-Gymnasium in Backnang sowie das Welzheimer Limes-Gymnasium und die Gewerbliche Schule in Backnang.

 

Der „Career Walk“ ist ein Angebot des Landratsamts Rems-Murr-Kreis, der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, sowie der Kommunen Allmersbach, Althütte, Auenwald, Backnang, Fellbach, Kernen, Korb, Murrhardt, Schorndorf, Waiblingen, Weissach, Weinstadt, Welzheim und Winnenden.

 

Nächster Veranstaltungstermin für den Career Walk ist am 12. Oktober 2016. Ein Flyer, den die Wirtschaftsförderer der Kommunen vor den Sommerferien an den Schulen ausgeben, informiert über die Details. Angesprochen sind die Schüler der angehenden Klassen 11+12. Die Anmeldung funktioniert ganz einfach über ein Online-Anmeldeverfahren.

 

Die Ansprechpartner:

 

Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH

Gabriele Tiemann

Tel.: 0711 / 22835-47

Mail: gabriele.tiemann(@)region-stuttgart.de

 

sowie

 

Landratsamt Rems-Murr-Kreis

Stabsstelle Wirtschaftsförderung Tourismus und Europa;

Ruth Deichmann

Tel.: 07151 501-1216

Mail: r.deichmann(@)rems-murr-kreis.de

Weitere Infos:

 

(mk/01.08.2016)

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