Rems-Murr-Kreis (Druckversion)

Zuverlässige Helferinnen und Helfer gesucht!

Nach elf Jahren findet in diesem Jahr in Deutschland wieder eine Volkszählung statt, der sogenannte Zensus 2022. Dabei wird unter anderem ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen oder arbeiten. Für den Zensus werden überwiegend vorhandene Datenbestände der Behörden wie beispielsweise die kommunalen Melderegister ausgewertet, 10-20 Prozent der Bevölkerung werden ergänzend dazu aber auch befragt. Dafür suchen das Landratsamt und die Kommunen nun zuverlässige ehrenamtliche Helfer.

  

Was sind die Aufgaben der Erhebungsbeauftragten?

Die Erhebungsbeauftragten (EB) bekommen ein Gebiet mit etwa 50-60 Adressen zugeteilt, das sie eigenverantwortlich bearbeiten:

Wann müssen die Befragungen durchgeführt werden?

Der Erhebungszeitraum erstreckt sich von Mai - Juli 2022.

In diesem Zeitraum bearbeiten die Erhebungsbeauftragten das ihnen zugewiesene Erhebungsgebiet bei flexibler Zeiteinteilung; die Terminplanung erfolgt durch die Erhebungsbeauftragten selbst. Dabei können die Termine sowohl in die Abendstunden (bis ca. 20 Uhr) als auch auf das Wochenende (möglichst nicht sonntags) gelegt werden, sodass der Einsatz als Erhebungsbeauftragte/r auch für Vollzeitbeschäftigte möglich ist.

Wie viel Zeit erfordert der Einsatz als Erhebungsbeauftragte/r?

Da die Dauer der Tätigkeit sehr von der eigenen Zeiteinteilung, der Anzahl der übernommenen Haushalte bzw. Auskunftspflichtigen und der Beschaffenheit der übergebenen Erhebungsbezirke abhängt, lässt sich hierauf keine eindeutige Antwort geben. Wir gehen allerdings davon aus, dass die Tätigkeit in wenigen Tagen abgeschlossen werden kann. Je nach eigener Verfügbarkeit (z. B. ganztags oder nur abends nach der Arbeit) kann die benötigte Zeitspanne entsprechend etwas mehr oder weniger betragen.

Muss ich als Erhebungsbeauftragte/r zu fremden Menschen ins Haus?

Aufgrund der aktuellen Situation werden die Befragungen so kontaktarm wie möglich ablaufen. 

Zunächst wird ein Terminankündigungsschreiben im Briefkasten des Haushaltes hinterlegt. Die darauf folgende Existenzfeststellung beschränkt sich auf wenige Fragen, die an der Haus-/ Wohnungstür beantwortet werden können - ein Betreten des Haushaltes ist nicht notwendig

Die weitergehende, umfangreichere Befragung wird von den auskunftspflichtigen Personen selbst ausgefüllt, entweder online oder auf einem Papierfragebogen. Die Befragung durch eine/n Erhebungsbeauftragte/n ist nur in seltenen Ausnahmefällen notwendig.

Während der gesamten Erhebung werden Abstände gewahrt, zusätzlich werden den Erhebungsbeauftragten von der Erhebungsstelle medizinische Mund-Nasen-Schutzmasken gestellt.

Gibt es Voraussetzungen für den Einsatz als Erhebungsbeauftragte/r?

Als Erhebungsbeauftragte/r kann eingesetzt werden, wer über folgende Voraussetzungen verfügt:

  • Volljährigkeit und einen Wohnsitz in Deutschland zum Zensusstichtag (15. Mai 2022)
  • telefonische* und schriftliche Erreichbarkeit (E-Mail)
  • Bereitschaft zur Teilnahme an einer Schulung (Zeitaufwand etwa 4 Stunden)
  • gute Deutschkenntnisse und ggf. weitere Fremdsprachenkenntnisse
  • Verschwiegenheit und Diskretion
  • Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • gewissenhafter Umgang mit vertraulichen Informationen
  • sympathisches und sicheres Auftreten sowie ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit
  • zeitliche Flexibilität, Mobilität und eine gute Arbeitsorganisation
 

* Für Terminvereinbarungen/ -absprachen muss in selbst festgelegten Zeiten auch für auskunftspflichtige Personen eine telefonische Erreichbarkeit gewährleistet sein. Private Telefonnummern werden aber ausschließlich der Erhebungsstelle bekannt sein und unter keinen Umständen an auskunftspflichtige Personen oder sonstige Dritte weitergegeben.

Wird der Einsatz als Erhebungsbeauftragte/r vergütet? Müssen Steuer- und Sozialabgaben bezahlt werden?

Der Einsatz als Erhebungsbeauftragte/r ist ehrenamtlich, es erfolgt demnach eine Aufwandsentschädigung von bis zu 800 €. Die genaue Höhe richtet sich u. a.  nach der Anzahl der bearbeiteten auskunftspflichtigen Personen. Mit der Aufwandsentschädigung sind entstehende Kosten (Reisekosten, Parkgebühren etc.) abgegolten, können also nicht separat abgerechnet werden.

Das Zensusgesetz 2022 enthält für die beim Zensus ehrenamtlich eingesetzten Erhebungsbeauftragten eine Sonderregelung, nach der die Aufwandsentschädigung nicht der Besteuerung nach dem Einkommensteuergesetz unterliegt. Sie ist damit komplett steuerfrei.

Nach § 82 Absatz 2 Satz 2 Zwölftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) sind Bezüge oder Einnahmen aus einer Tätigkeit, die nach § 3 Nummer 12, 26, 26a oder 26b EStG steuerfrei sind, bis zu einem Betrag von 200 Euro monatlich nicht als Einkommen zu berücksichtigen. Die zuständigen Stellen (Finanzämter, Sozialleistungsträger, etc.) entscheiden über die Anrechnung von Einkommen einzelfallbezogen. Es wird empfohlen, die Einnahme aus ehrenamtlicher Tätigkeit als EB den Finanzämtern und Sozialleistungsträgern oder anderen Leistungsgebern anzuzeigen. Die zuständige EHST ist verpflichtet, die Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit als EB dem zuständigen Finanzamt zu übermitteln

Ausbezahlt wird die Aufwandsentschädigung nach Rückgabe der Erhebungsunterlagen, also nach vollständigem Abschluss der Erhebungstätigkeit. Sonderregelungen sind im Ausnahmefall nach Absprache möglich.

 

Sie möchten Erhebungsbeauftragte/r werden?

Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an zensus2022(@)rems-murr-kreis.de mit Ihrem Lebenslauf (bitte ausschließlich im pdf-Format) sowie einem kurzen Anschreiben.

Wir freuen uns auf Sie!

Informationsicon
http://www.rems-murr-kreis.de//landratsamt-und-politik/zensus-2022/werden-sie-erhebungsbeauftragter