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Bereit für den Ernstfall: Krisenstab übt regelmäßig
Katastrophenschutz ist ein strategisches Thema im Landratsamt / Kürzlich fand eine Übung zur Trinkwasserversorgung statt
Wie schnell es zu einer Notsituation kommen kann, hat der Rems-Murr-Kreis bereits mehrmals erlebt. Das letzte Mal vor zwei Jahren, als ein Starkregenereignis insbesondere das Wieslauftal traf. Und leider halten sich Katastrophen an keinen Zeitplan und kommen meist überraschend. Auch die Wetterereignisse der letzten Wochen haben dies einmal mehr gezeigt. Daher ist es umso wichtiger, dass man übt, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Jeder muss wissen, was zu tun ist. Die Handlungsabläufe müssen durchstrukturiert sein.
„Das Starkregen- und Hochwasserereignis aus dem Jahr 2024 hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir im Katastrophenfall handlungsfähig sind. Daher üben wir den Krisenfall regelmäßig um im vorbereite zu sein, wenn es darauf ankommt“, betont Landrat Dr. Richard Sigel.
Durch Übung Routine schaffen
Das Landratsamt Rems-Murr-Kreis wappnet sich bewusst regelmäßig für den Katastrophenfall, indem mögliche Szenarien nachgestellt werden. Das letzte Übungsszenario betraf die Trinkwasserversorgung, weshalb das Gesundheitsamt stark involviert war. Außerdem war der Austausch zwischen den Ämtern und auch der Kontakt zu den Kommunen und den Einsatzkräften vor Ort besonders wichtig. So konnte gewährleistet werden, dass alles organisiert abläuft und die Vorgänge klar strukturiert waren.
Positive Gesamtbewertung und mögliches Verbesserungspotential
Nach Ende der Katastrophenschutzübung zog der neue Kreisbrandmeister Pascal Dölle ein positives Fazit. “Es lief rund, lediglich kleine technische Schwierigkeiten mussten behoben werden“. Kreisbrandmeister Pascal Dölle betont weiter: „Es ist wichtig, dass der Verwaltungsstab regelmäßig übt. Nur in der Praxis zeigt sich, ob alle Abläufe funktionieren. Die Erkenntnisse aus den Übungen helfen uns, den Verwaltungsstab Schritt für Schritt weiterzuentwickeln, damit im Ernstfall ein professionell und effektiv arbeitender Stab einsatzbereit ist.“
Und auch Landrat Dr. Richard Sigel hält abschließend fest: „Wir sind sehr zufrieden, wie koordiniert die Übung ablief und wie gut die Zusammenarbeit im Stab war. Jeder wusste, was zu tun ist“.
Nun gilt es, auf dem Erfolg der Katastrophenschutzübung aufzubauen, die Erfahrungen mitzunehmen und in die Zukunft zu blicken.
Krisenmanagement geht nur gemeinsam
Für der Landratsamt spielt die Vorbereitung auf mögliche Katastrophen eine große Rolle. Daher gibt es neben den Übungen auch wichtige Projekte, um im Krisenfall optimal vorbereitet zu sein. So werden beispielsweise seit 2023 im Landkreis die Sirenen ausgebaut, es gibt ein modernes, kreisweites Pegelmessnetz, um bei hohen Wasserständen zu alamieren und es wird eine neue integrierte Leitstelle gebaut. Die Zusammenarbeit aller Akteure (u. a. Kommunen, Einsatzkräfte und Bürgerschaft) ist besonders wichtig. Jeder muss vorbereitet sein, denn nur gemeinsam können zukünftige Krisen überstanden werden.
(brandt/28.07.26)
