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Über die Hälfte des Rems-Murr-Kreises bis Ende 2025 mit Glasfaser versorgt
Bereits 51,7 Prozent der Haushalte und Unternehmen können auf Highspeed-Internet zugreifen – Kooperation als Schlüssel zum Erfolg
Der 2019 gegründete Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr-Kreis hat sein erstes wichtiges Etappenziel erreicht: Bis Ende 2025 können 113.500 Haushalte und Unternehmen im Landkreis einen Glasfaservertrag abschließen. Das entspricht einer Anschlussquote von 51,7 Prozent und liegt damit deutlich über dem vereinbarten Ziel von 50 Prozent.
Starker Verbund treibt Ausbau voran
Alle Städte und Gemeinden im Rems-Murr-Kreis sind Mitglieder im Zweckverband und bündeln seit der Gründung ihre Aktivitäten beim Glasfaserausbau.
„Wir haben unser Regionsziel nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen. Wir gehören landesweit zu den Spitzenreitern“, betont Landrat und Verbandsvorsitzender Dr. Richard Sigel. „Dieser Erfolg zeigt, was möglich ist, wenn Kommunen, Breitbandexperten sowie Netzbetreiber gemeinsam anpacken. Der kontinuierliche Ausbau ist ein wichtiger Gewinn für die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsstärke unseres Standorts.“
Zur besseren Einordnung einige Vergleichszahlen aus anderen Landkreisen in Baden-Württemberg: Der Ostalbkreis liegt bei 23,9 Prozent, Böblingen bei 41,8 Prozent und der Main-Tauber-Kreis bei 7,1 Prozent.
Deutsche Telekom größter Ausbaupartner – Markt wird vielfältiger
Mit über 84.300 Anschlüssen ist die Deutsche Telekom weiterhin der größte Glasfaserpartner im Kreis und realisiert rund 74 Prozent der bisherigen Anschlüsse. Die Wisotel hat eigenwirtschaftlich 18.800 Haushalte und Unternehmen erschlossen und etabliert sich als weiterer verlässlicher Partner.
Darüber hinaus tragen Netzbetreiber wie die TNG Stadtnetz oder die NetCom BW zur Angebotsvielfalt bei und ergänzen die Versorgung in den Städten und Gemeinden.
Förderprojekte stärken ländliche Gebiete
Im Rahmen von Bundes- und Landesförderungen wurden 40 Förderprojekte durch den Zweckverband und die Kommunen gestellt, um besonders ländliche und bisher unterversorgte Gebiete zu erschließen.
Damit konnten bereits 8.786 Anschlüsse an das Glasfasernetz in den bisher am schlechtesten versorgten Gebieten angebunden werden z. B. Kaisersbach, Murrhardt und Sulzbach. Weitere 3.665 Anschlüsse befinden sich in Bau oder Planung. Dazu zählen beispielsweise Leutenbach und Fellbach.
Koordination und Beratung als Erfolgsfaktor
Der Zweckverband übernimmt die zentrale Steuerung und Koordination aller Ausbauaktivitäten im Landkreis. Unterstützt wird er dabei durch die Gigabit Region Stuttgart, die den Ausbau in der Region koordiniert. Durch ein gemeinsames Vorgehen, einheitliche Kooperationsvereinbarungen und die enge Zusammenarbeit mit Kommunen, Gigabit Region, Telekom, den anderen Netzbetreibern und Fördermittelgebern wurde ein reibungsloser Projektablauf gesichert – trotz steigender Baukosten, knapper Kapazitäten und komplexer Genehmigungsverfahren.
Ausblick: Ausbau geht 2026 weiter
Der Ausbau wird 2026 und darüber hinaus weiter Fahrt aufnehmen. Der Zweckverband begleitet seine Mitglieder weiterhin mit strategischer und technischer Beratung sowie beim Förderantragsmanagement. Das nächste gemeinsame Ziel ist für 2026 klar definiert: Eine Glasfaserquote von 62 Prozent – das entspricht knapp 22.000 weiteren Haushalten. Schritt für Schritt soll so die Versorgung im gesamten Rems-Murr-Kreis weiter verbessert und eine zuverlässige, zukunftsfähige Infrastruktur für alle Bürgerinnen und Bürger geschaffen werden.
(raßmus/11.12.25)