Rems-Murr-Kreis (Druckversion)
Autor: Martina Keck
Artikel vom 25.03.2021

Öffnungen mit Sicherheit: Rems-Murr-Kreis will Modellprojekt werden

Landrat und Kommunen: Kreative Lösungen müssen auch in der Fläche erprobt werden

In einem gemeinsamen Schreiben an Sozialminister Manne Lucha bieten Landrat Dr. Richard Sigel und die Sprecher der Städte und Gemeinden an, im Rems-Murr-Kreis ein weiteres Modellprojekt unter dem Motto „Öffnen mit Sicherheit“ zu starten. Nachdem die Universitätsstadt Tübingen bereits Modellprojekt ist, setzen auch die jüngsten Beschlüsse der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 22. März 2021 ebenfalls auf solche zeitlich befristeten Modellprojekte. Das Schreiben wurde gemeinsam von Landrat Dr. Richard Sigel, Fellbachs Oberbürgermeisterin Gabriele Zull als Sprecherin der Oberbürgermeister und Welzheims Bürgermeister Thomas Bernlöhr als Sprecher der Bürgermeister unterzeichnet.

„Wir stehen bereit, nach den Erfahrungen in einer Stadt, Erfahrungen zu Öffnungskonzepten mit konsequentem Testen in einem Flächenlandkreis zu sammeln. Dies ist aus unserer Sicht wichtig, denn die Herausforderungen in der Fläche sind gänzlich andere. Trotz steigender Inzidenzen müssen solche Projekte jetzt vorbereitet und geplant werden, um sowohl den Bürgerinnen und Bürgern als auch den Unternehmen eine Öffnungsperspektive zu bieten“, betont Landrat Dr. Richard Sigel.

„Wir haben ein einmaliges und flächendeckendes Netz mit mehr als 120 Testzentren über dem gesamten Landkreis aufgespannt. Fast täglich kommen neue Partner dazu, die sich auf das Online-Portal aufschalten und die Software nutzen. Die Buchung läuft zentral und unkompliziert über unser Schnelltestportal, die Tests finden dezentral und wohnortnah statt. Zweitens bietet unser Landkreis mit dem Mix aus städtischem und ländlichen Raum optimale Bedingungen, um etwa auch Testkonzepte für die Gastronomie in der Fläche auszuprobieren. Drittens geht der Rems-Murr-Kreis bei der Kontaktpersonennachverfolgung gemeinsam mit den Städten und Gemeinden einen bewährten Sonderweg: Die Kontakte werden dezentral innerhalb der kommunalen Familie nachverfolgt. Diese Struktur ist bewährt und belastbar“, so der Landrat weiter.

Apotheken, Arztpraxen, Kommunen und der Landkreis arbeiten im Rems-Murr-Kreis Hand in Hand, so Bernlöhr, Zull und Sigel. Mit diesem System konnte nicht nur für die Schulen im Landkreis eine professionelle Teststruktur aufbauen, sondern auch weitere Partner werden Schritt für Schritt in das Netzwerk eingebunden. Die kommunale Familie ist im Gespräch mit der IHK, der Gastronomie, dem Tourismus und den Vereinen im Landkreis. Auch die Rems-Murr-Kliniken und die Hilfsorganisation stehen bereit und würden ihren Beitrag im Rahmen eines Modellprojekts leisten.

„Die Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Einzelhandel und die Gastronomie erwarten in dieser dritten Welle zurecht kreative Lösungen und Öffnungsperspektiven. Angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen müssen wir sicherlich weiterhin umsichtig sein. Letztlich kann uns nur das Impfen aus der Krise führen. Aber dort, wo es möglich ist, sollten wir Öffnungskonzepte erproben – auch um für die Zeit nach der dritten Welle gewappnet zu sein“, so der Landrat weiter.

(keck/25.3.21)

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