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Wohnbau-Programm des Landkreises nimmt weiteren Meilenstein
Gebäude der Kreisbaugruppe am Irisweg in Weinstadt-Endersbach fertiggestellt / Mietwohnungen, geförderte Wohnungen und Kinderhaus unter einem Dach vereint
Am Irisweg in Weinstadt-Endersbach ist ein großes Gemeinschaftsprojekt des Rems-Murr-Kreises, der Kreisbaugruppe und der Stadt Weinstadt entstanden. Die Kreisbaugruppe hat dort ein Mehrfamilienhaus mit 20, teils geförderten, Mietwohnungen und einer Kindertagesstätte gebaut. Das Gebäude wurden nun seinem Bestimmungszweck übergeben – auf eine offizielle Einweihungsfeier wurde angesichts der aktuellen Situation verzichtet. Damit kommen der Rems-Murr-Kreis und die Kreisbaugruppe ihrem Ziel einen Schritt näher, bis zum Jahr 2028 insgesamt 500 neue, bezahlbare Wohnungen zu errichten.
„Ich freue mich, dass wir mit unserem Wohnbau-Programm einen Schritt weitergekommen sind und hier im Rems-Murr-Kreis in Weinstadt neue Wohnungen entstanden. Unsere Strategie für mehr bezahlbaren Wohnraum ist in Zeiten von Corona und mit Blick auf mögliche Folgen richtiger und wichtiger denn je“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Der Rems-Murr-Kreis unterstützt dabei über die Kreisbaugruppe auch die Städte und Gemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben – letztlich fließt hier ganz konkret auch die Kreisumlage als ein Mehrwert an die Städte und Gemeinden zurück.“
„Die Kreisbaugruppe unterstützt die Städte und Gemeinden gerne bei dem Bau von dringend benötigtem bezahlbarem Wohnraum und Infrastruktur. Die wenigen verfügbaren Bauplätze sollen so intensiv wie möglich genutzt werden“, betont Dirk Braune, Geschäftsführer der Kreisbaugruppe.
„Dieses Projekt ist etwas ganz Besonderes, denn es haben verschiedene Akteure an einem Strang gezogen – und: es bringt allen Bevölkerungsschichten etwas“, sagt Oberbürgermeister Michael Scharmann und blickt stolz auf den Neubau im Westen Endersbachs.
Das Grundstück im Baugebiet Halde IV bleibt im Eigentum der Stadt Weinstadt. Sie hat der Kreisbau das Grundstück im Wege eines Erbbaurechtes über 50 Jahre zur Verfügung gestellt. Die Kreisbau hat dort das Mehrfamilienhaus mit 20 Mietwohnungen und einer Kindertagesstätte mit großem Außenbereich errichtet. Von den 20 Wohnungen sind sieben öffentlich gefördert. Deren Miete liegt 33 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete. Die Wohnungen bleiben im Eigentum der Kreisbaugruppe und werden von dieser vermietet. Das Belegungsrecht liegt bei der Stadt Weinstadt, das sie auch bereits ausgeübt hat. „So konnten die Wohnungen weitgehend an Weinstädter Bürgerinnen und Bürger vermietet werden“, betont OB Scharmann. Die Stadt Weinstadt hat die Kita für rund 3,65 Millionen Euro erworben und noch einmal 250.000 Euro für deren Inneneinrichtung investiert.
Die Mietwohnungen in unterschiedlicher Größe sind über einen auf der Nordseite des Gebäudes gelegenen Laubengang erschlossen. Außerdem gibt es einen Aufzug, über den die Wohnungen barrierefrei erreicht werden können. Das Gebäude wurde im KfW-55-Standard gebaut, sodass der Energieverbrauch im Betrieb nur noch gering ist. Bezüglich der Energieversorgung ist das Gebäude an das Nahwärmenetz der Stadtwerke Weinstadt angeschlossen, auf dem Dach deckt eine Photovoltaik-Anlage den Eigenbedarf der Mieter. Deren Betrieb und Bewirtschaftung erfolgt ebenfalls durch die Stadtwerke Weinstadt.
Hintergrund zum Wohnbau-Programm:
Bereits im Dezember 2017 hat der Kreistag ein Investitionsprogramm für bezahlbaren Wohnraum beschlossen. An der Umsetzung wird bei der Kreisbaugruppe seitdem mit Hochdruck gearbeitet. In den kommenden Jahren will der Rems-Murr-Kreis mit seiner Kreisbaugruppe 500 neue, bezahlbare Wohnungen errichten. Seit Beginn des Wohnbauprogramms sind bereits 175 bezahlbare Mietwohnungen im gesamten Rems-Murr-Kreis entstanden. Im kommenden Jahr sollen weitere 97 entstehen.
Für die Stadt Weinstadt sind die Wohnungen am Irisweg das erste neuere Projekt in Sachen sozialer Wohnungsbau. Mit dem Handlungsprogramm Wohnen hat der Gemeinderat 2019 ein Konzept auf den Weg gebracht, nach dem bei größeren Bauvorhaben im Bereich des Geschosswohnungsbaues grundsätzlich 25 Prozent sozial geförderte Wohnungen entstehen müssen, wenn die Stadt das Grundstück veräußert oder das Planungsrecht entsprechend vorbereitet.
In unmittelbarer Nähe des Gebäudes am Irisweg baut die Kreisbaugruppe an der Rommelshauser Straße derzeit 21 geförderte Mietwohnungen, die demnächst bezogen werden können, eine Energiezentrale zur Nahwärmeversorgung sowie eine Bäckerei mit Café.
Informationen zum Kinderhaus:
Das Kinderhaus Irisweg ist eine fünfgruppige Kindertagesstätte mit zwei Gruppen im Krippenbereich für je zehn Kinder sowie drei Gruppen mit je 20 Kindern im Bereich des Kindergartens.
Der Schwerpunkt liegt im neuen Kinderhaus Irisweg eindeutig auf der Bewegung – und zwar sowohl im Innenbereich, als auch draußen. Drinnen gibt es einen eigens dafür eingerichteten Bewegungsraum mit vielen Wand- und Deckenschienen, in dem die Kinder mit und ohne Geräte ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachgehen können. Im Außenbereich gibt es neben Schaukel und Sandkasten auch eine richtige Rennstrecke für diverse Fahrzeuge, auf der sich die Kinder entsprechend austoben können und gleichzeitig ihre motorischen Fähigkeiten trainieren können.
(ries/2.11.20)

