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Autor: Martina Nicklaus
Artikel vom 22.02.2017

Klinik-Geschäftsführung empfiehlt Weiterentwicklung beider Standorte

Klinik-Geschäftsführung empfiehlt Weiterentwicklung beider Standorte

Winnenden. In der 82. Aufsichtsratssitzung hat die Geschäftsführung der Rems-Murr-Kliniken gGmbH dem Gremium die Medizinkonzeption vorgestellt.

In der umfassenden Analyse kommt die Geschäftsführung zu dem Schluss, dass eine Weiterentwicklung beider Klinik-Standorte, Schorndorf und Winnenden, sowohl aus wirtschaftlicher wie auch aus medizinischer Sicht die beste Lösung für eine zukunftsfähige Strategie der Rems-Murr-Kliniken ist. Mit diesen beiden Standorten kann eine hochwertige Gesundheitsversorgung für den Rems-Murr-Kreis gesichert werden. Die Empfehlung der Geschäftsführung wird jetzt in den Kreisgremien erläutert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Rems-Murr-Kliniken, Landrat Dr. Richard Sigel, betonte, dass jetzt die Beratungen in den Gremien im Vordergrund stehen: „Nach dem aufwendigen Prozess zur Erstellung der Medizinkonzeption ist es jetzt an der Zeit, über dieses 200-Seiten starke Werk in den Gremien zu beraten. Zusätzlich werden wir auch die Krankenkassen, das Sozialministerium und die Öffentlichkeit in diesen Prozess einbinden. Am Ende dieser Beratungen werden die Kreistagsmitglieder entscheiden. Das Geschäftsführungs-Team, die Klinikleitungen, die Pflegedienstleistung, die Chefärzte und auch die Beteiligten im Landratsamt haben viel Kraft und Mühe aufgewendet, um rechtzeitig mit der Medizinkonzeption inhaltlich fertig zu werden und die ehrgeizigen Zeitpläne einzuhalten. Dafür noch einmal recht herzlichen Dank. Auch der Betriebsrat hat sich zuletzt mit einer Unterschriftenaktion eingesetzt.  

Der Kreis hat seinerzeit für den Neubau in Winnenden viel Geld investiert. Diese Lasten der Vergangenheit müssen wir langsam aber sicher abtragen. Mit der Medizinkonzeption haben wir jetzt einen genauen Fahrplan darüber wie wir diese Investitionen für eine bessere Gesundheitsversorgung nutzen können. Wir wollten keine Beruhigungspillen verteilen, sondern eine solide und verlässliche Planungsgrundlage erstellen. Wir brauchen als Landkreis Klarheit, wie viele finanzielle Mittel wir für eine gute Gesundheitsversorgung im Landkreis in den kommenden Jahren aufbringen müssen.“

Der Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken, Dr. Marc Nickel, zeigt sich stolz auf die Leistung seines Führungsteams: „Gemeinsam mit den Klinikleitungen, den Chefärzten, den Pflegedienstleitungen und den Führungskräften ist eine Konzeption entstanden, die medizinischen Weitblick mit einer nachhaltigen und langfristigen Planung im Zusammenspiel mit unternehmerischem Erfolg kombiniert. Mit ein wenig Stolz übergeben wir den Gremien unsere Medizinkonzeption und freuen uns darauf, sie den Kreistagsmitgliedern, den Krankenkassen, dem Sozialministerium und der Öffentlichkeit vorzustellen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam arbeiten wir für eine gesunde Zukunft.“

Bereits heute wurde der Ältestenrat des Kreistages über die Medizinkonzeption informiert und die Medizinkonzeption an die Kreistagsmitglieder verschickt. Für die Mitglieder des Kreistages sind sowohl einzelne Führungen durch beide Standorte geplant wie auch eine Klausurtagung am 10. März, auf der die Einzelheiten der Konzeption in größerer Tiefe erläutert und diskutiert werden.

Die Vorstellung der Inhalte für die Öffentlichkeit erfolgt bei einem Pressegespräch des Landratsamts am 13. März, anschließend folgt die Beratung im Verwaltungs-, Schul- und Kulturausschuss am 20. März . Der Kreistag wird schlussendlich am 24. April 2017 über die Medizinkonzeption entscheiden.

Zum Hintergrund: Eine Medizinkonzeption ist ein unternehmerischer Fahrplan für ein Krankenhaus, der die Entwicklung in den nächsten fünf bis zehn Jahre vorausplant. Die Medizinkonzeption der Rems-Murr-Kliniken beschreibt im Detail, wo die medizinischen Entwicklungspotenziale der einzelnen Fachbereiche der Rems-Murr-Kliniken liegen, damit die Menschen im Rems-Murr-Kreis bestmöglich medizinisch versorgt werden können und der Betrieb der Kliniken wirtschaftlich ist. Neben medizinischen Überlegungen werden weitergehende Aspekte in die Konzeption einbezogen. Dazu gehören zum Beispiel eine genaue Untersuchung der Patientenströme, eine Analyse der genauen Situation der Kliniken im regionalen Markt, die Auslastung der einzelnen Häuser in Schorndorf und Winnenden sowie das mögliche Leistungswachstum.

Weitere Informationen zu den Rems-Murr-Kliniken finden Sie unter www.rems-murr-kliniken.de

(nick/22.02.17)

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