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Autor: <Gelöschter Benutzer>
Artikel vom 16.11.2017

Den Gedanken von Frieden und Völkerverständigung weitergeben

Den Gedanken von Frieden und Völkerverständigung weitergeben

(v.l.n.r.) Thomas Faul, Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes, Landrat Dr. Sigel und Winnendens Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth.
Foto: Landratsamt

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wird künftig durch Landrat Dr. Richard Sigel als ehrenamtlichen Kreisbeauftragten vertreten.

Landrat Dr. Sigel wird ab sofort als ehrenamtlicher Beauftragter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.  Ansprechpartner und Verbindungsmann für den Rems-Murr-Kreis sein. Er löst damit den bisherigen Kreisbeauftragten, den Winnender Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth, ab, der die Deutsche Kriegsgräberfürsorge seit September 2010 im Landkreis vertreten hat und seit 2014 auch Bezirksvorsitzender im Regierungsbezirk Stuttgart ist.

„Meine Generation hatte das große Glück, in Frieden, Sicherheit, und Freiheit aufzuwachsen. Dieses Glück gilt es aufrecht zu erhalten und – insbesondere auch an die Generationen nach uns – weiterzugeben“, betont Landrat Dr. Sigel. „Jedes dieser Gräber soll uns daran erinnern, dass wir immer wieder gemeinsam für die Völkerverständigung und den Frieden einstehen müssen. Dazu gehört für mich auch – gerade in Zeiten, in denen viele Konflikte in der Welt schwelen oder gar kriegerisch ausgetragen werden – ein vereintes und friedliches Europa“, so der Landrat weiter.

Der Rems-Murr-Kreis ist einer von 12 Kreisverbänden im Bezirksverband Nordwürttemberg. Dieser ist deutschlandweit einer der bevölkerungsreichsten und größten Bezirke innerhalb des Volksbundes. Ehrenamtlicher Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg ist der  frühere Regierungspräsident Johannes Schmalzl. Neben dem Kreisbeauftragten gibt es im Landkreis auch mehrere aktive Ortsgruppen, die sich mit verschiedenen Aktivitäten und Veranstaltungen für das Verständnis untereinander und die Weitergabe des Friedensgedankens einsetzen. Diese Aktivitäten werden wiederum von dem jeweiligen Ortsbeauftragten vor Ort  koordiniert. „Der Rems-Murr-Kreis hat aufgrund seines großen Engagements zu Recht eine wichtige Bedeutung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“, lobt Thomas Faul, Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes.

Aktuell sammeln die Mitglieder des Vereins Spenden zur Unterstützung ihrer Arbeit. Die Auftaktveranstaltung der landesweiten Sammlung fand am Mittwoch, 8. November, unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf dem Stuttgarter Marktplatz statt. „Wir sind auf die Unterstützung aller Freunde und Förderer angewiesen“, betont Hartmut Holzwarth, der die Auftaktsammlung in Stuttgart mit eröffnet hatte. „Nur so können wir auch in Zukunft die Pflege und den Erhalt der Kriegsgräber sicherstellen“.

 

Hintergrund:

Der gemeinnützige Verein „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ wurde 1919 gegründet und handelt seit 1954 im Auftrag der Bundesregierung. Derzeit betreut er die Gräber von rund 2,7 Millionen Kriegstoten auf 833 Soldatenfriedhöfen in 46 Ländern.

Auch 72 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. von großer Bedeutung. Denn die Arbeit der Mitglieder geht weit über die bloße Pflege der deutschen Kriegsgräberstätten im Ausland hinaus. Erst nach dem Fall des Eisernen Vorhanges konnte der Volksbund auch in den Staaten des ehemaligen Ostblocks tätig werden, wo im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen deutsche Soldaten ums Leben kamen. Deshalb liegt seit 1991 der Schwerpunkt der Bergungs- und Umbettungsarbeiten im Osten und Südosten Europas. 331 Friedhöfe des Zweiten Weltkrieges und 188 Anlagen aus dem Ersten Weltkrieg richtete der Verein bereits wieder her oder legte sie neu an. Ziel der laufenden Aktivitäten in Osteuropa ist die Bergung von so vielen Kriegstoten wie noch möglich sowie deren Bestattung auf regulären Friedhöfen, die Identifizierung und – wenn dies zweifelsfrei gelungen ist – die Benachrichtigung der Angehörigen. Außerdem setzt sich der Volksbund vermehrt für die Bildungsarbeit ein, informiert in Schulen und Hochschulen und führt Projekte auf Kriegsgräberstätten im In- und Ausland durch.

(saw/16.11.17)

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