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Autor: Martina Nicklaus
Artikel vom 27.04.2017

Wohnen auf dem Klinikareal in Waiblingen rückt in greifbare Nähe

Wohnen auf dem Waiblinger Klinikareal rückt in greifbare Nähe

Gruppenbild mit Siegerentwurf (von links): Landrat Dr. Richard Sigel, Kreisbau-Chef Dirk Braune, Waiblingens Baubürgermeisterin Birgit Priebe, Hans-Dieter Kaiser, Architekt und Vorsitzender des Beurteilungsgremiums, Architekt Alexander Lange vom Siegerb
Klinikareal Waiblingen: Gruppenbild mit Siegerentwurf.

Beurteilungsgremium hat Sieger gekürt / Start der Hochbaumaßnahmen im Frühjahr 2018

Drei Entwürfe, ein Sieger – das ist die Bilanz des Beurteilungsgremiums für die Bebauung des ehemaligen Klinikareals in Waiblingen. In seiner Sitzung am Mittwoch, 26. April, hat das Gremium den Entwurf des Stuttgarter Büros Ackermann + Raff zum Sieger gekürt. Konkret ging es um die Fläche, auf der ursprünglich ein Verwaltungsgebäude des Landratsamts entstehen sollte.

Die Entscheidung des Kreistags, das ursprünglich dort geplante Sozialdezernat des Landratsamts aufzugeben und die Fläche dem Wohnungsbau zu widmen, ermöglicht rund 80 zusätzliche, hochwertige und dringend benötigte Wohnungen. Um die gewünschte städtebauliche Qualität an dieser prominenten Stelle Rechnung zu tragen, lobte die Grundstückseigentümerin Kreisbaugesellschaft Waiblingen mbH mit der Stadt Waiblingen eine Planungskonkurrenz aus.

Insgesamt wurden drei Architekturbüros aufgefordert, sich den städtebaulichen Anforderungen anzunehmen. Alle drei Büros haben mit dem Areal bereits Erfahrung – sei es als direkter Wettbewerbsteilnehmer oder bei der Erarbeitung des Rahmenplans. Somit konnte sichergestellt werden, dass ein stimmiges Gesamtensemble bereits im Planungsprozess Berücksichtigung findet.

Die für den Wettbewerb relevante Fläche für den erweiterten Wohnungsbau umfasst rund 6.600 Quadratmeter. Dort sollen mindestens 80 Wohneinheiten in Geschosswohnungsbauweise entstehen. Auch ein dreigruppiger Kindergarten ist Teil der Planung.

„Ich habe diese Baustelle bei meinem Amtsantritt übernommen und nun haben wir dieses Projekt erfolgreich in neue Bahnen gelenkt: Wohnungsbau statt Verwaltungsgebäude“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Wir haben nun gemeinsam mit der Kreisbau und der Stadt Waiblingen eine städtebaulich und architektonisch hervorragende Lösung für dieses attraktive Gelände gefunden“, so der Landrat, der selbst Mitglied des Beurteilungsgremiums war.

„Die Schleife, die wir gedreht haben, hat sich gelohnt und hat auch in Sachen Wohnungswirtschaft zu einem guten Ergebnis geführt“, sagt Dirk Braune, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kreisbaugruppe.

„Die zusätzliche Wohnbebauung ist eine echte Bereicherung für das bestehende Quartier, weil durch die öffentlichen Plätze Aufenthaltsqualität entsteht und die Wegebeziehungen eine Durchlässigkeit   zwischen der Winnender Straße und der Innenstadt schaffen“, sagt Waiblingens Oberbürgermeister Andreas Hesky. „Der zweigeschossige Kindergarten findet sich mit hoher Qualität an der richtigen Stelle wieder und könnte – wenn er nicht mehr benötigt werden sollte – von einer öffentlichen Einrichtung oder zum Wohnen nachgenutzt werden.“

Hintergrund:

Die Kreisbaugesellschaft Waiblingen mbH hatte im Juli 2014 das Klinikareal vom Rems-Murr-Kreis erworben und kümmert sich seitdem in enger Kooperation mit der Stadt Waiblingen und dem Landratsamt um die Nachnutzung des freigewordenen Areals. Derzeit werden die vorbereitenden Geländemodellierungsarbeiten abgeschlossen. Im Anschluss müssen die Verkehrswege sowie die Ver- und Entsorgungsleitungen im Rahmen der Gebietserschließung ausgeschrieben und beauftragt werden. Voraussichtlich im Frühjahr 2018 wird mit den ersten Hochbaumaßnahmen begonnen.

Ausstellung der Modelle:

Die Entwürfe werden seit Donnerstag, 27. April, bis einschließlich Montag, 8. Mai, im Waiblinger Rathaus, Kurze Straße 33, Ebene 4, öffentlich ausgestellt. Die Öffnungszeiten des Rathauses sind: Montag und Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Dienstag, Mittwoch und Freitag 8 bis 12 Uhr und Samstag 9 bis 12 Uhr.

(nick/27.04.17)

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