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Autor: Martina Nicklaus
Artikel vom 13.03.2017

Rems-Murr-Kliniken stellen Medizinkonzeption der Öffentlichkeit vor

Gemeinsam für unsere gesunde Zukunft: Rems-Murr-Kliniken stellen Medizinkonzeption der Öffentlichkeit vor

Vorstellung der Medizinkonzeption vor Medienvertretern. Foto: Landratsamt
Vorstellung der Medizinkonzeption vor Medienvertretern. Foto: Landratsamt

Empfehlung an die Gremien / Kreistag entscheidet im April

Backnang. Der Landrat, die Führungskräfte und Chefärzte der Rems-Murr-Kliniken haben heute auf einer Pressekonferenz die Medizinkonzeption der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei sind die Geschäftsführung und die Klinikleiter anfangs auf die aktuelle Situation, in der sich die Rems-Murr-Kliniken befinden, sowie auf die Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, eingegangen. Anschließend wurde darüber informiert, wie die Inhalte der Medizinkonzeption erarbeitet wurden: Um einen möglichst breiten Konsens zu erreichen, wurden in einem klar definierten, mehrstufigen Prozess Gespräche und Workshops von der Geschäftsführung, der Klinikleitung, den Chefärzten, den Pflegedirektionen und dem Rems-Murr Kreis als Eigentümer der Kliniken durchgeführt, um eine verbindliche Planungsgrundlage zu schaffen.

In diesem Prozess wurde für jeden medizinischen Bereich der beiden Standorte erarbeitet, wie dieser sich weiterentwickeln kann und wie eine sinnvolle standortübergreifende Kooperation zwischen Winnenden und Schorndorf zum beiderseitigen Nutzen möglich wird. Anschließend wurde durch externe Experten eine genaue Betrachtung durchgeführt, welche baulichen Implikationen diese medizinischen Weiterentwicklungen haben.

Dabei geht es vor allem darum, mögliche Räumlichkeiten für Bettenzimmer, medizinisches Gerät, Behandlungsräume und Labore mit den im medizinischen Teil entworfenen Zukunftsperspektiven abzugleichen.

Abschließend wurden die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der medizinischen Weiterentwicklung sowie der damit zusammenhängenden baulichen Implikationen über einen Zeithorizont von 2017 bis 2029 beleuchtet. In die Berechnung sind unter anderem die medizinischen Leistungen, die Personalkosten sowie die Kosten für die jeweiligen Baumaßnahmen eingeflossen und in Form einer Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt worden. Zusätzlich werden realistische Annahmen gemacht, wie sich die Abrechnungsmodalitäten für Krankenhäuser in den nächsten Jahren entwickeln werden und wie sich Steigerungen in den Tarifverträgen und den Sachkosten auswirken werden. Zusammenfassend kommen die bauliche Analyse und die ökonomische Simulation zu dem Ergebnis, dass eine Fortführung der beiden Standorte Schorndorf und Winnenden die wirtschaftlich nachhaltigste Lösung darstellt.

In der Medizinkonzeption werden die wirtschaftlichen Auswirkungen von drei Szenarien untersucht: Erstens die Fortführung des Betriebs der Rems-Murr-Kliniken in Schorndorf und in Winnenden mit der Sanierung des bestehenden Gebäudes in Schorndorf. Zweitens die Fortführung des Betriebs der Rems-Murr-Kliniken in Schorndorf und in Winnenden mit einem Neubau in Schorndorf. Und Drittens die Fortführung des Betriebs der Rems-Murr-Kliniken ab einem definierten Zeitpunkt nur in Winnenden mit Schließung des Standortes in Schorndorf.

Mit Szenario 1 sind für 2024 mit insgesamt 5,5 Mio. Euro die geringsten Zuwendungen für den Gesellschafter (Jahresergebnisses aus Sicht des Kreises inkl. Sonderzuwendungen des Gesellschafters) notwendig. Mit 69 Mio. Euro hat das Szenario 1 ebenfalls die niedrigsten Investitionskosten.

Für Szenario 2 belaufen sich die notwendigen Kreditaufnahmen auf 230 Mio. Euro, hauptsächlich durch die hohen Kosten für den Neubau der Klinik in Schorndorf.

Für Szenario 3 ist mit 78 Mio. Euro Investitionskosten zu rechnen. Die Gewinnerwartung in Szenario 3 ist zudem wesentlich schlechter. Die Schulden nehmen durch die jeweils notwendigen Kreditaufnahmen zu.

Szenario 1 entwickelt sich dabei leicht besser als Szenario 3. Der Neubau in Schorndorf in Szenario 2 hätte eine deutliche höhere Verschuldung zur Folge. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Szenario 1 im Rahmen der betriebswirtschaftlichen Bewertung die wirtschaftlichste Lösung darstellt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Rems-Murr-Kliniken, Landrat Dr. Richard Sigel, betont in der Pressekonferenz, dass die Erarbeitung der Medizinkonzeption notwendig geworden sei, weil es bisher keine verbindliche Planungsgrundlage für die Rems-Murr-Kliniken gegeben habe:

„Für mich war es deshalb wichtig, mit der Medizinkonzeption eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für die Kreisgremien zu erarbeiten. Die Entscheidung über die Zukunft der Rems-Murr-Kliniken ist eine der zentralen Fragen in der Kreispolitik. Es geht darum, wie wir unsere Bürgerinnen und Bürger medizinisch stationär optimal versorgen können, ohne dabei aus dem Blick zu verlieren, dass dies bezahlbar bleiben muss. Deshalb habe ich bewusst darauf gedrängt, dass auch unangenehme Fragen bei der Erarbeitung der Medizinkonzeption gestellt worden sind und nicht vorschnell politische Festlegungen getroffen wurden. Es war sicher keine einfache Aufgabe für die Geschäftsführung, die Chefärzte und die Führungskräfte, auch die Frage nach der Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit einer Schließung des Standorts Schorndorf gemeinsam zu beantworten. Dies wurde aber mit Bravour gelöst.

Das freut mich und zeigt: Manchmal ist es eben nötig, zwei Schritte zurück zu gehen, um das große Ganze sehen zu können. Damit meine ich nicht nur die Frage nach den beiden Standorten Winnenden und Schorndorf.

Sondern ich meine auch, dass wir die Gesundheitspolitik des Landes und des Bundes in den Blick nehmen müssen. Genau dies leistet die

Medizinkonzeption: Sie stellt die zukünftige Entwicklung der Kliniken in den Gesamtkontext und erarbeitet dann von innen heraus, wie sich die Fachbereiche weiterentwickeln können, um wirtschaftliche Spitzenmedizin für die Bürgerinnen und Bürger des Rems-Murr-Kreises anzubieten. Wir haben hier genau hingeschaut, um vorausschauen zu können. Um voraus zu sein. Damit Gesellschafter und Geschäftsführung auch in Zukunft den Menschen im Kreis eine hervorragende Gesundheitsversorgung bieten können.“

Der Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken, Dr. Marc Nickel, stellte in der Präsentation vor allem die Aufbruchsstimmung und die Geschlossenheit in den Rems-Murr-Kliniken heraus: „Wir haben für Sie einen Blick in die Zukunft gewagt. Dabei haben wir aber keine Glaskugel zur Hilfe genommen, sondern einen sehr aufwendigen, über einjährigen Prozess, in dem wir uns gemeinsam mit den Klinikleitungen, den Chefärzten, den Pflegedienstleitungen und den Führungskräften Gedanken gemacht haben, wie wir die Rems-Murr-Kliniken weiter auf der Erfolgsschiene halten. Die Medizinkonzeption beschreibt im Detail, wo die medizinischen Entwicklungspotentiale der einzelnen Fachbereiche der Rems-Murr-Kliniken liegen, damit die Menschen im Rems-Murr-Kreis bestmöglich medizinisch versorgt werden können. Durch die Entwicklung der Medizinkonzeption in den letzten zwölf Monaten haben wir eine Aufbruchsstimmung in den Rems-Murr-Kliniken geschaffen. Geschlossenheit und Zukunftsoptimismus treiben uns voran. Unser Engagement und Anspruch werden belohnt durch einen Zugewinn von 8.000 Patienten in den letzten zwei Jahren, was einem Wachstum von 22 Prozent entspricht. Und mit Zuversicht und Optimismus sind wir gewiss, dass diese Entwicklung bei Weitem noch nicht ihr Ende gefunden hat. Wir alle waren gewissenhaft bei der Planung, wir sind stolz auf das bereits Erreichte und wir sind zuversichtlich und geeint beim Weg in die Zukunft. Gemeinsam arbeiten wir für unsere gesunde Zukunft.“

Zur weiteren Information der Öffentlichkeit steht ab heute ein Internetauftritt mit umfassenden Informationen rund um die Medizinkonzepti on bereit (www.gemeinsam-fuer-unsere-gesunde-zukunft.de) und es wird in den nächsten Wochen Bürgerinformationsveranstaltungen geben:

29.3. Rems-Murr-Klinikum Winnenden, Beginn: 19:00 Uhr
30.3. Waiblingen Bürgerzentrum, Beginn: 19:00 Uhr
3.4. Rems-Murr-Klinik Schorndorf, Beginn: 19:00 Uhr
4.4. Backnang Bürgerhaus, Beginn: 19:00 Uhr

Weitere Informationen zu den Rems-Murr-Kliniken gibt es im Internet auf www.rems-murr-kliniken.de

(nick/13.03.17) 

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