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Autor: Martina Nicklaus
Artikel vom 23.01.2017

„Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten“ bis zum 31. März im Landratsamt

„Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten“ bis 31. März im Landratsamt

Gruppenbild mit Luther (von links): Dekan Timmo Hertneck, Pfarrer Dr. Torsten Krannich und Landrat Dr. Richard Sigel. Foto: Landratsamt
Gruppenbild mit Luther (von links): Dekan Timmo Hertneck, Pfarrer Dr. Torsten Krannich und Landrat Dr. Richard Sigel. Foto: Landratsamt

Bei der Eröffnung sprachen der Landrat und Kirchenvertreter über die Bedeutung des Reformators

2017 ist das Luther-Jahr schlechthin. Passend zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ befasst sich auch das Landratsamt mit dem Reformator. Die Ausstellung „Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten“ ist bis 31. März im Foyer des Waiblinger Kreishauses zu sehen. Bei der Eröffnung am Mittwoch, 18. Januar, ging Landrat Dr. Richard Sigel auf die Folgen der Reformationsbestrebungen von Luther ein.  Dabei schlug er den Bogen vom Reformator bis zu Joachim Gauck und seiner letzten großen Rede als Bundespräsident: „Viele von uns greifen in Fragen der Haltung oder der Moral nach wie vor auf christliche Werte zurück – selbst in unserem digitalen Zeitalter“, so der Landrat. „Die Kirchen geben diesen Werten Raum und fungieren als Mahner, wenn wir sie missachten. Allein die Tatsache, dass ich von „den Kirchen“ im Plural spreche, ist eine Folge des Wirkens von Martin Luther. In dieser Ausstellung können wir uns im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von Luther machen.“

Dekan Timmo Hertneck sprach über die Bedeutung von Bildern, aber auch über die Schwierigkeiten im Umgang mit diesen: „Wie ist nun unser Lutherbild? Wollen wir überhaupt eines aufhängen? Wenn ja, welches?“, fragte der Dekan. „Zeitgenossen malten ihn als asketischen und fest entschlossenen Mönch. Andere sahen ihn sanft. Dritte als deutschen Titan.“ Die Ausstellung sei gerade deshalb so spannend, weil sie die Vielfalt der Lutherbilder über die Jahrhunderte darstelle, so Hertneck. Der Dekan selbst brachte als Leihgabe eine Luther-Skulptur des Künstlers Ottmar Hörl mit ins Landratsamt. Diese Figur begleitet Hertneck und seine Gemeinde durch das Lutherjahr.

Pfarrer Dr. Torsten Krannich aus Essingen ging anschließend auf die Reformation sowie ihre Folgen im Gebiet des heutigen Rems-Murr-Kreises ein. Der Kirchenhistoriker ist Experte für die Geschichte der Reformation in Württemberg. So berichtete er, dass zu Luthers Zeiten auch im Rems-Murr-Kreis Ablasshandel betrieben wurde – etwa, um den Bau der spätgotischen Schorndorfer Stadtkirche zu finanzieren. „Wir können davon ausgehen, dass die in Württemberg durchgeführte Reformation auch beim sogenannten gemeinen Mann oder im Volk (weitgehend) auf Zustimmung stieß“, berichtete Krannich. „Zu groß waren die Kritikpunkte, die an der spätmittelalterlichen katholischen Kirche geführt wurden und zu gering sind die Informationen aus dieser Zeit über tatsächliche Versuche, die angeprangerten Missstände zu beseitigen.“

Hintergrund zur Ausstellung:

Martin Luther gehört zu den am häufigsten dargestellten Personen der Geschichte. Zu seinen Lebzeiten und in den folgenden Jahrhunderten entstanden unzählige Werke. Dabei brachte jede Epoche ihr eigenes Lutherbild hervor – mit wechselnden Kunststilen, aber auch mit unterschiedlichen zeitgenössischen Interpretationen und Instrumentalisierungen des Reformators. Diesen Wandel über sechs Jahrhunderte hinweg zeigt die Wanderausstellung des Landeskirchlichen Archivs Stuttgart anhand von 40 Lutherporträts. Sie wird ergänzt durch Exponate zum Thema aus dem Rems-Murr-Kreis, wie beispielsweise ein großes Wandgemälde des Malers Karl Bauer aus dem frühen 20. Jahrhundert, das bislang unbemerkt im Kirchturm von Oppenweiler lagerte. Die Ausstellung schlägt damit einen großen Bogen vom Lutherjubiläumsjahr 2017 bis hin zu den Auswirkungen auf das Gebiet des heutigen Rems-Murr-Kreises.

Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen, die Ausstellung vom 18. Januar 2017 bis 31. März 2017  zu besuchen. Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist die Ausstellung im Foyer des Landratsamts von Montag bis Mittwoch 8 Uhr bis 16 Uhr, donnerstags von 8 Uhr bis 18 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 13.

Ergänzend zum Ausstellungsthema wird Kreisarchivar Andreas Okonnek am Dienstag, 21. März 2017, um 18 Uhr einen Vortrag im Foyer des Kreishauses halten. Dabei wird er auf die allgemeine Situation und die Lebensumstände im Gebiet des heutigen Rems-Murr-Kreises im 16. Jahrhundert eingehen und zeigen, wie Luther und die Reformation damals bei uns aufgenommen wurden. Auch hierzu sind interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen!


Termine und Öffnungszeiten:

Ausstellung „Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten“

18. Januar 2017 bis 31. März 2017

Ort: Landratsamt Rems-Murr-Kreis, Foyer, Alter Postplatz 10, 71332 Waiblingen

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 8-16 Uhr, Donnerstag 8-18 Uhr, Freitag 8-13 Uhr

Eintritt frei

 

Vortrag „Rems und Murr im 16. Jahrhundert“ (Kreisarchivar Andreas Okonnek)

Dienstag, 21.03.2017, 18 Uhr

Ort: Landratsamt Rems-Murr-Kreis, Foyer, Alter Postplatz 10, 71332 Waiblingen

Eintritt frei

(nick/23.01.17)

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