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Autor: Martina Nicklaus
Artikel vom 21.07.2016

Wichtiger Beitrag für den Hochwasserschutz im Remstal

Wichtiger Beitrag für den Hochwasserschutz im Remstal

Kreis erlässt Planfeststellungsbeschluss für Hochwasserrückhaltebecken Plüderhausen-Urbach

Die Hochwasserereignisse in den vergangenen Wochen in Deutschland haben gezeigt, wie wichtig ein vorbeugender Hochwasserschutz ist, um Schäden durch Überflutungen, die durch starke Niederschläge verursacht werden, zu vermeiden. Nachdem die Hochwasserrückhaltebecken Schorndorf-Winterbach, Schwäbisch Gmünd-Reichenhof und Lorch-Waldhausen in den Jahren 2005 bis 2008 durch den Wasserverband Rems fertig gestellt wurden, kann nun ein weiteres Hochwasserrückhaltebecken (HRB) errichtet werden. Das HRB 4 Plüderhausen-Urbach ist ein weiterer Baustein, um die besiedelten Ortslagen im Remstal auch vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis zu schützen.

Das Landratsamt Rems-Murr-Kreis hat am 14. Juli 2016 den Planfeststellungsbeschluss für den Bau des HRB 4 auf den Gemarkungen Plüderhausen und Urbach erteilt. Damit hat es das Planfeststellungsverfahren – nach Antragseinreichung im Mai 2015 durch den Wasserverband Rems – abgeschlossen. Der Baubeginn für das Vorhaben HRB 4 kann planmäßig im Frühjahr 2017 erfolgen. Es wird mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren gerechnet.

Der Wasserverband Rems wurde 1993 von den Kommunen im Remstal, dem Ostalbkreis und dem Rems-Murr-Kreis sowie dem Land Baden-Württemberg gegründet. Das Ziel des Wasserverbandes Rems ist, einen 100-jährlichen Hochwasserschutz im Remstal zu erreichen. Das bedeutet: Ein Schutzgrad gegen ein Hochwasserereignis, das statistisch gesehen einmal in hundert Jahren auftritt. Der zugrunde liegende Verbandsplan wurde unter Beteiligung der Universität Karlsruhe überprüft und aktualisiert. Er ist in die Neufassung der Satzung des Wasserverbandes Rems aufgenommen, die 2015 von der Verbandsversammlung beschlossen wurde. Insbesondere das HRB 4 ist ein wesentlicher Bestandteil zur Erreichung eines 100-jährlichen Hochwasserschutzes und läuft im Verbandsplan unter „erste Priorität".

Das HRB Plüderhausen-Urbach dient dem Schutz eines Teils der Ortslage von Plüderhausen sowie den unterliegenden Kommunen im Remstal. Es umfasst einen Rückhaltestauraum von 665.000 Kubikmeter und zählt damit zu einem der größten Hochwasserrückhaltebecken im Remstal. Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich auf 16,7 Millionen Euro.

Für den erforderlichen Grunderwerb und die Neuordnung der Flurstücke führt das Amt für Vermessung und Flurneuordnung des Landratsamtes Rems-Murr-Kreis ein Flurbereinigungsverfahren durch.

„Die Hochwasser-Ereignisse im Mai und Juni haben wieder einmal deutlich gemacht, welchen Stellenwert unsere Bemühungen um Rückhaltebecken haben: Sie dienen ganz konkret dem Schutz unserer Bevölkerung“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „In der letzten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses (UVA) haben wir als Kreisverwaltung bewusst die Zuhörer für dieses Thema sensibilisiert. Vor diesem Hintergrund bin ich außerordentlich froh, dass wir mit dem Planfeststellungsbeschluss für das Hochwasserrückhaltebecken Plüderhausen-Urbach den Hochwasserschutz an der Rems weiter verbessern können. Das ist eine gute Nachricht – nur wenige Wochen nach der UVA-Sitzung.“

„Unser klares Ziel ist ein 100-jährlicher Hochwasserschutz an der Rems“, so der Landrat weiter. „Um das zu erreichen, müssen alle Beteiligten entschlossen an der Umsetzung der Hochwasserschutzkonzeption arbeiten. Mit dem Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Plüderhausen-Urbach wird dazu ein weiterer wichtiger Beitrag geleistet.“

Schorndorfs Oberbürgermeister Matthias Klopfer, der Vorsitzende des Wasserverbands Rems, sagt: „Die Freude ist groß, dass das Hochwasserrückhaltebecken nun endlich gebaut werden kann. Wir kommen damit unserem Verbandsziel, dem Schutz der Bevölkerung vor einem 100-jährlichen Hochwasser, einen entscheidenden Schritt näher.“


(mk/04.10.2016)

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