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Autor: Martina Keck
Artikel vom 01.07.2020

Landkreis, Kreisärzteschaft und Kliniken für neue Teststrategie gewappnet

Fieberambulanz an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf bleibt Anlaufstelle / Infektomobil für Hotspots ist einsatzbereit

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat ihre Corona-Teststrategie am 30. Juni angepasst und erweitert: Durch gezielte Testungen soll die Ausbreitung von SARS-CoV-2 weiter eingedämmt werden. Der Rems-Murr-Kreis ist auf die erweiterte Teststrategie gut vorbereitet. Noch während das Thema landespolitisch diskutiert wurde, hat sich der Krisenstab des Landratsamts gemeinsam mit den Rems-Murr-Kliniken und der Kreisärzteschaft gewappnet und ein verlässliches Konzept für Testungen im Rems-Murr-Kreis erarbeitet.

„Die zusätzlichen Testungen der erweiterten Teststrategie des Landes müssen vor Ort konkret durchgeführt werden – darauf haben wir uns bereits gemeinsam mit den Kliniken und den niedergelassenen Ärzten eingestellt“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Die Corona-Krise ist noch nicht ausgestanden. Die Infektionszahlen sind zwar gesunken, aber dennoch gibt es immer wieder einzelne Fälle, auch in Pflegeheimen und Schulen. Verwundert hat, dass Schulen und Kitas in der neuen Teststrategie noch nicht auftauchen. Ich gehe davon aus, dass man hier nochmal nachsteuern muss“, so der Rems-Murr-Landrat. „Überlegungen hierzu hatten die Landkreise der Region Stuttgart bereits Anfang Mai formuliert.“

Angesichts der Lockerungen sind wieder verstärkt Reisen möglich und die lokalen Ausbrüche etwa in Nordrhein-Westfalen zeigen, wie wichtig die schnelle Nachverfolgung von Infektionsketten ist. „Uns ist es wichtig, dass wir uns im engen Austausch mit der Kreisärzteschaft und den Rems-Murr-Kliniken bestmöglich wappnen“, so der Landrat weiter.

Im Rems-Murr-Kreis greift deshalb ab 1. Juli ein Konzept mit drei Säulen:

  • Bürgerinnen und Bürger, die Symptome entwickeln und/oder aus einem Risikogebiet zurückkommen, sollten sich an ihren Hausarzt wenden. Der Abstrich erfolgt anschließend entweder beim Hausarzt, bei einer der Schwerpunktpraxen im Kreis oder in der Fieberambulanz an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf (Corona-Ambulanz). Diese ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet und kann nach telefonischer Voranmeldung über die Telefonnummer 07181 67-3124 bzw. die zentrale Rufnummer 116 117 aufgesucht werden.

  • Parallel haben Landratsamt, Kreisärzteschaft und die Notfallpraxis Rems Murr ein Infektomobil eingerichtet, das bei regionalen Hotspots vor Ort flexibel und schnell Testungen vornehmen kann. Mit diesem Fahrzeug aus dem Pool des Landratsamts fahren dann eine Ärztin/ein Arzt und eine Helferin/ein Helfer der Notfallpraxis auch am Wochenende von Schorndorf aus einen möglichen Infektions-Schwerpunkt an, zum Beispiel bei einer Häufung. Das Infektomobil soll es ermöglichen, im Bedarfsfall auch vor Ort schnell eine größere Anzahl von Betroffenen zu testen.

  • In den Rems-Murr-Kliniken gilt: Patienten mit geplanten Eingriffen werden zwischen drei und fünf Tagen vor ihrer Krankenhausaufnahme in den Kliniken getestet und erhalten die Empfehlung zur anschließenden Selbstquarantäne. Notfallpatienten werden bei Bedarf bzw. bei Verdacht auf eine Infektion ebenfalls in der Klinik getestet. Dazu wurden zusätzliche Testkapazitäten an den Standorten eingerichtet und unter anderem Schnelltestgeräte von Bosch Healthcare aus Waiblingen beschafft, die eine Aussage über eine Infektion innerhalb von circa zweieinhalb Stunden ermöglichen.

Auf diese drei Säulen haben sich der Landkreis, die Rems-Murr-Kliniken und die Ärzteschaft Rems-Murr-Süd geeinigt. Wichtig: Für den Backnanger Raum gelten die ersten beiden Säulen nicht - die Ärzteschaft Backnang hat sich anders organisiert. Bürgerinnen und Bürger im Backnanger Raum melden sich bei ihrem Hausarzt, der die Testung koordiniert. Außerhalb der Praxiszeiten gilt die zentrale Rufnummer 116 117.

Wie sollten sich Reiserückkehrer verhalten?

Wer aus einem anderen Staat nach Baden-Württemberg einreist, muss nicht mehr grundsätzlich in Quarantäne. Wer allerdings in einem Risikogebiet (s. Liste des Robert-Koch-Instituts) war, muss sich bei der Rückkehr beim Rathaus der Wohngemeinde melden und 14 Tage in Quarantäne bleiben. Sollten Symptome vorliegen, sollte der Hausarzt telefonisch kontaktiert werden.

(keck/1.7.20)

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