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Autor: Martina Keck
Artikel vom 01.11.2019

Murrhardt ist seit 1. November neuer Notarztstandort des DRK

Einweihung neuer Notarztstandort Murrhardt
Einweihung neuer Notarztstandort Murrhardt

„Seit 1. November ist Murrhardt offiziell Notarztstandort!“ DRK Rems-Murr und der Landkreis haben ihre Ankündigung eingehalten, die Notarztwache in Murrhardt noch in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen und die Notfallrettung im Norden und Nordosten des Landkreises zu verbessern. Das teilten am Donnerstag, 31. Oktober 2019, Landrat Dr. Richard Sigel, DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler, Eberhard Kraut, Vorsitzender des Bereichsausschusses für den Rettungsdienst im Kreis, sowie Bürgermeister Armin Mößner bei der Einweihung der Wache mit.

Im Frühjahr hatte der Bereichsausschuss für den Rettungsdienst im Rems-Murr-Kreis entschieden, den Rettungsdienst massiv auszubauen: 55 neue Vollzeitkräfte, mehr Personal in der Integrierten Leitstelle, weitere Fahrzeuge sowie Ausbau von Rettungsstandorten im Kreis. Nach sehr guter Zusammenarbeit zwischen Landkreis und DRK-Rettungsdienst ist es seit Juli in Rekordzeit gelungen, in Murrhardt eine Notarztwache einzurichten. Kosten der Umbauarbeiten: rund 80.000 Euro. Der Standort im Teilort Harbach, ehemaliger Winterdienststützpunkt des Landkreises an der L1066, ist ab Freitagmorgen im Schichtbetrieb 24 Stunden am Tag von einem Notarzt und mindestens einem Mitarbeiter des DRK besetzt. Das Rote Kreuz betreibt neben der Rettungswache Murrhardt auch diesen Standort und war für die Ausstattung der Räume zuständig.

„Im Notfall müssen schnell der Notarzt und Rettungswagen vor Ort sein – das ist natürlich allen Bürgerinnen und Bürgern wichtig. Besonders im Murrhardter Raum brennt das Thema seit Längerem unter den Nägeln“, sagte Landrat Dr. Richard Sigel am Donnerstag. Das Thema habe „höchste Priorität“ gehabt. „Ab 1. November wird es spürbare Verbesserungen im Rettungswesen des Landkreises geben: zusätzliche Rettungswagen, zusätzliche Sanitäter, zusätzliche Notärzte und Verbesserungen in der Leitstelle. Dafür nimmt der Landkreis rund eine Million Euro in die Hand“, so Sigel weiter. Diesen lebenswerten Landkreis zeichne auch die optimale gesundheitliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger aus – im Hinblick auf eine sehr gut ausgestattete Leitstelle, auf reibungslose Abläufe in den Notaufnahmen, auf medizinische Behandlung auf Spitzenniveau in den Kliniken sowie auf die Ausbildung der Menschen in Erster Hilfe und die erfolgreichen Helfer vor Ort.

„Ich freue mich sehr, dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, eine gute Lösung zu finden und umzusetzen. Im Murrhardt und Umgebung wird es ab morgen eine schnellere Notfallversorgung geben. Die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hat dies ermöglicht“, sagte Eberhard Kraut, Vorsitzender des Bereichsausschusses für den Rettungsdienst im Kreis. „Die Akteure im Bereichsausschuss haben die regionalen Gegebenheiten berücksichtigt und sind nach intensiven Diskussionen den richtigen Weg gegangen“, freute sich Kraut. Die professionelle Aufbereitung des Strukturgutachtens und deren konsequente Umsetzung zeige die Qualität der regionalen Akteure und deren Arbeit. Auf Hochtouren wird daran gearbeitet, spätestens im Frühjahr 2020 die Notarztwache in Welzheim einzurichten, berichtete DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler. Bis zur Fertigstellung werde der entsprechende Versorgungsbereich über die bestehende Notarztwache in Althütte abgedeckt, die bisher alleinverantwortlich für den Bereich Welzheim und Murrhardt zuständig war.

Ab 1. November verdoppelt das DRK dort somit die Notarzt-Kapazitäten vor Ort. Nach Inbetriebnahme des Welzheimer Notarzt-Standortes wird die Wache in Althütte aufgelöst. Knödler dankte dem tollen Engagement des Teams der Rettungswache in Murrhardt. Er betonte, der Fokus dürfe nicht nur auf der exzellenten Arbeit des professionellen Rettungsdienstes liegen. Man müsse die gesamte Rettungskette im Blick haben. „Ich möchte jeden Einzelnen animieren, Erste Hilfe- sowie Reanimationsmaßnahmen zu erlernen.“ Vor allem die Elektronik und Technik im Dienstraum der Wache zu ertüchtigen, war zeit- und arbeitsintensiv. Hier ist ebenfalls ein Koch- und Essbereich für die Mitarbeiter untergebracht, die im 12- beziehungsweise 24- oder gar 48-Stunden-Schichtbetrieb dort arbeiten. Schlaf- und Sanitärräume wurden geschaffen. Aufwändig war die Schaffung der Infrastruktur mit neuen und automatischen Toranlagen sowie Schränken und Tresoren für Medizin, Betäubungsmittel sowie mobile Einsatzgeräte wie EKG/Defibrillator sowie Notfall- und Transportbeatmungsgerät. 

(keck/1.11.19)

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