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Autor: Martina Keck
Artikel vom 28.03.2019

Landratsamt und Polizeipräsidium Aalen setzen sich für Feiern ohne Reue ein

Kommunen und Festveranstalter sollen in Sachen Jugendschutz bei Festen sensibilisiert werden / Hilfreiche Materialien beim Landratsamt erhältlich

Alkohol gehört bei zahlreichen Festlichkeiten, ob im Bierzelt oder beim Straßen- oder Vereinsfest, mit dazu. Gleichzeitig gilt es, gerade Jugendliche frühzeitig gegen Suchterkrankungen zu wappnen. Das Landratsamt Rems-Murr-Kreis und das Polizeipräsidium Aalen appellieren deshalb in einem gemeinsamen Schreiben an die Städte und Gemeinden, auf die Einhaltung des Jugendschutzes bei Festen hinzuwirken. Entsprechendes Material gibt es im Landratsamt.

Neben den erheblichen gesundheitlichen Risiken besonders für Kinder und Jugendliche wirkt Alkohol enthemmend, wie die Anzahl der Straftaten unter Alkoholeinfluss bestätigt (siehe Hintergrund).

Auch bei den steigenden Übergriffen gegen Polizeibeamtinnen und -beamte sind die Täter meistens alkoholisiert. Für ein Mehr an Sicherheit nicht nur für die Polizistinnen und Polizisten, sondern auch für alle Festbesucher, kommt es aus Sicht des Aalener Polizeipräsidenten Roland Eisele auf eine gute und umsichtige Organisation von Großveranstaltungen und Festen an. „Dazu gehören ein verantwortungsbewusster Umgang mit Schlusszeiten und eine deutliche Reduzierung des Branntweinausschanks“, so Eisele.

„Zum Auftakt der Sommerfestsaison war es uns gerade im Jahr der Remstal Gartenschau ein Anliegen, für ein Feiern in Verantwortung zu werben. Schließlich sollten gerade unsere jugendlichen Kreisbürger frühzeitig lernen, Spaß zu haben ohne über die Stränge zu schlagen“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel.

Das Landratsamt, die Kommunen im Kreis und die Polizei im Rems-Murr-Kreis gehen bereits seit 2003, damals unter dem Motto:  „taff enough - Jugendschutz geht uns alle an“ vereint gegen Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen vor. Damals wurde ein einheitlicher Maßnahmenkatalog für Städte und Gemeinden vereinbart.

Seit Oktober 2010 wird das bundesweite Modell zur Alkoholprävention für Jugendliche „HaLT – Hart am LimiT“ bei alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen von Jugendlichen an allen Krankenhäusern im Rems-Murr-Kreis erfolgreich angeboten.

In einem weiteren Schritt werden nun den Festveranstaltern aktuelle Informationen zur Unterstützung bei der konsequenten Einhaltung des Jugendschutzes bereitgestellt. Praktische, kostenlos zu beziehende Materialien können gut sichtbar auf dem Festgelände und an den Verkaufsständen angebracht werden. Sie machen den Besuchern deutlich, dass die Veranstalter dem Jugendschutz großes Augenmerk schenken. Außerdem geben sie dem Verkaufs- und Ausschankpersonal einen Überblick über die gesetzlichen Bestimmungen und unterstützen bei der Alterskontrolle.

Ein praktischer Handlungsleitfaden liefert Informationen zu den Themen: Mitarbeiter informieren und anleiten, Sicherheit, Organisation und Einlasskontrolle sowie Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol, Tabak- und E-Inhalationsprodukten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Kommunalen Kriminalprävention.

(keck/1.4.19)

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