Rems-Murr-Kreis (Druckversion)

Schwerbehindertenrecht im Rems-Murr-Kreis

Soziale Einschränkungen aufgrund von Krankheit, Unfall oder seit Geburt können Sie als Behinderung amtlich feststellen lassen.

Unser Fachbereich für Schwerbehindertenrecht stellt fest, ob eine Behinderung besteht und welcher Grad der Behinderung (GdB) und welche Merkzeichen einem Menschen mit Behinderungen zustehen.

Er prüft unter anderem auch die gesundheitlichen Voraussetzungen für einen Schwerbehindertenausweis und für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen bei Behinderung.

 

Voraussetzungen

Die Behinderung besteht voraussichtlich länger als sechs Monate.

Die Zuständigkeit richtet sich nach Ihrem Hauptwohnsitz. Ferner sollen Sie in Deutschland wohnen, sich hier gewöhnlich aufhalten oder beschäftigt sein.

Verfahrensablauf

Sie müssen die Feststellung schriftlich oder persönlich bei der zuständigen Stelle (Landratsamt oder Gemeinde) beantragen.

Das Formular erhalten Sie bei Ihrer Gemeinde, auf der Homepage des Landratsamts oder auf der Internetseite des Regierungspräsidium Stuttgart. Sie können sich auch eine Ausfüllhilfe und ein Merkblatt herunterladen.

Tipp:

Füllen Sie den Antrag möglichst vollständig und gut leserlich aus. Das Landratsamt, Ihre Stadt- oder Gemeindeverwaltung, die Fürsorgestelle für Kriegsopfer oder Interationsamt helfen Ihnen bei der Antragstellung.

Treten nach Antragstellung besondere Umstände ein (z.B. Kündigung, Umzug), sollten Sie diese dem Landratsamt unverzüglich mitteilen.

Das Amt wertet die von Ihnen vorgelegten ärztlichen Unterlagen aus und zieht bei Bedarf auch weitere Befundberichte von Ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten bei, wenn Sie die Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht/Einverständniserklärung im Antragsformular unterschrieben haben.

Danach erhalten Sie vom Landratsamt einen Feststellungsbescheid - auch, wenn der festgestellte GdB weniger als 50 beträgt. Der Feststellungsbescheid enthält

  • die einzelnen Behinderungen,
  • den Grad der Behinderung (GdB) und
  • die weiteren gesundheitlichen Merkmale (Merkzeichen).

Beträgt der festgestellte GdB 50 oder mehr, erhalten Sie einen Schwerbehindertenausweis.

Erforderliche Unterlagen

 

Um das Verfahren zu beschleunigen, sollten Sie Ihrem Antrag folgendes beilegen:

  • umfassende Arztberichte mit genauer Beschreibung des Befundes und des Funktionsausfalles oder
  • Ihre hausärztlichen Untersuchungsunterlagen, z.B.:

                       Facharztbriefe

                       Krankenhausberichte

                       Reha-Entlassungsbericht

                       Gutachten der Berufsgenossenschaft

Hinweis: Ärztliche Bescheinigungen, die nur die geäußerten Klagen und Beschwerden enthalten, reichen nicht aus.

 

Kosten

keine

Hinweis: Soweit Ihnen Kosten für die eingereichten ärztlichen Bescheinigungen entstehen, kann die Behörde keine Erstattung der Kosten garantieren.

Vollmacht

Schwerbehindertenausweis

Bei Vorliegen der Voraussetzungen einer Behinderung (ab GdB 50) wird ein Ausweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch ausgestellt.

Er enthält die Angaben über den Grad der Behinderung sowie eventueller Merkzeichen.

Dieser Ausweis dient als Nachweis für die Inanspruchnahme von Rechten, Leistungen und sonstigen Hilfen, die schwerbehinderten Menschen zustehen.

Merkzeichen

 

G       

 

 

erhebliche Gehbehinderung

Nachteilsausgleiche im Nahverkehr/bei der Kfz-Steuer

 

B

 

 

 

Begleitung

Notwendigkeit ständiger Begleitung bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel

Nachteilsausgleiche im öffentlichen Personenverkehr

 

aG

 

 

 

außergewöhnliche Gehbehinderung

Nachteilsausgleiche im Nahverkehr/ bei der Kfz-Steuer,

Parkerleichterung, Behindertenfahrdienste

 

H

 

 

 

außergewöhnliche Gehbehinderung

Nachteilsausgleiche im Nahverkehr/ bei der Kfz-Steuer,

Parkerleichterung, Behindertenfahrdienst

 

RF

 

 

Rundfunkgebührenbefreiung

Nachteilsausgleiche bei Rundfunk, Fernsehen und Telefon

 

Bl

 

 

 

Blindheit

Landesblindengeld, Parkerleichterung,

Nachteilsausgleiche im öffentlichen Personenverkehr/Kfz-Steuer

 

Gl

 

 

Gehörlos

Nachteilsausgleiche im Nahverkehr/ Kfz-Steuer

 

TBL

 

 

Taubblind

Nachteilsaugleich bei Rundfunk

 

 
Ausführliche Erklärung der Merkzeichen 

Gleichstellung

Gleichstellung (gegenüber schwerbehinderten Menschen)

Sie können schwerbehinderten Menschen gleichgestellt werden, wenn der festgestellte Grad Ihrer Behinderung mindestens 30, aber weniger als 50 ist. Mit der Gleichstellung haben Sie grundsätzlich den gleichen Status wie schwerbehinderte Menschen. Damit gelten für Sie dieselben Bestimmungen, zum Beispiel:

  • besonderer Kündigungsschutz
  • Hilfen zur Arbeitsplatzausstattung
  • Betreuung durch spezielle Fachdienste
  • Beschäftigungsanreize für Arbeitgeber (wie Lohnkostenzuschüsse)

Weiteren Informationen erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Bundesagentur für Arbeit. 

Vergünstigungen im Beruf und am Arbeitsplatz

Urlaub

Schwerbehinderte Menschen (ab GdB 50) haben Anspruch auf einen bezahlten zusätzlichen Urlaub von 5 Arbeitstagen (bzw. eine Woche) im Urlaubsjahr (§ 208 SGB IX).

 

Kündigungsschutz

Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines schwerbehinderten Menschen durch den Arbeitgeber bedarf der vorherigen Zustimmung des Integrationsamtes (§ 168 SGB IX).

 

Begleitende Hilfe im Arbeitsleben

Die begleitende Hilfe im Arbeitsleben soll dahin wirken, dass die schwerbehinderten Menschen in ihrer sozialen Stellung nicht absinken, auf Arbeitsplätzen beschäftigt werden, auf denen sie ihre Fähigkeiten und Kenntnisse voll verwerten und weiterentwickeln können sowie durch Leistungen der Rehabilitationsträger und Maßnahmen der Arbeitgeber befähigt werden, sich am Arbeitsplatz und im Wettbewerb mit nichtbehinderten Menschen zu behaupten (§ 185 SGB IX).

 

Nähere Auskünfte erteilt das Integrationsamt.

  

Nachteilsausgleiche schwerbehinderter Menschen

Ansprechpartner

A – B

Frau Raab

Telefonnummer: 07191/895-4167

C – D

Herr Barnickel

Telefonnummer: 07191/895-4160

E – G

Frau Hahn

Telefonnummer: 07191/895-4146

H – J

Frau Übele

Telefonnummer: 07191/895-4163

K

Frau Arndt-Schulik

Telefonnummer: 07191/895-4165

L -Mat

Frau Hübner

Telefonnummer: 07191/895-4149

Mau -P

Frau Börner

Telefonnummer: 07191/895-4164

Q – Scho

Frau Kleinert

Telefonnummer: 07191/895-4148

Schr – U

Frau Amann

Telefonnummer: 07191/895-4145

V -Z

derzeit leider unbesetzt

Telefonnummer: 07191/895-4161

http://www.rems-murr-kreis.de//jugend-gesundheit-und-soziales/behinderung/schwerbehindertenrecht