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Alkoholpräventionsprojekt "HaLT - Hart am LimiT"

Mit dem Alkoholpräventionsprojekt „HaLT – Hart am LimiT“ verfolgen der Kreisdiakonieverband Rems-Murr-Kreis, die Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz und das Kreisjugendamt das Ziel, Jugendliche vor den Gefahren des riskanten Alkoholkonsums zu schützen.

Im Programmbaustein „HaLT reaktiv“ sprechen die Fachkräfte der Suchtberatungsstellen mit Jugendlichen, die aufgrund einer Alkoholvergiftung in die Rems-Murr-Kliniken eingeliefert wurden und beraten auch deren Eltern. Sie unterstützen die Familien dabei, den Vorfall zu reflektieren und aufzuarbeiten, um zu verhindern, dass so etwas noch einmal vorkommt.

Im Programmbaustein „HaLT proaktiv“ setzt sich die Suchtbeauftragte, gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern/innen dafür ein, solch lebensgefährliche Situationen im Vorfeld zu verhindern. Ziel ist es, Netzwerke zu schaffen für die konsequente Einhaltung des Jugendschutzgesetzes und zur Förderung von vorbildlichem Verhalten und einer Kultur des Hinsehens.

 

Jedes Glas Alkohol, das Jugendliche konsumieren, ist zuerst

durch die Hände eines Erwachsenen gegangen!

 

Maßnahmen wie Alkoholtestkäufe und die Beratung von Verkaufspersonal im Einzelhandel, der Gastronomie oder von Festveranstaltern sorgen für eine konsequente Einhaltung des Jugendschutzes und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

 

Bestellen Sie HIER kostenlose Materialien zum Aushang und zur Unterstützung des Verkaufspersonals für Ihren Betrieb / Ihre Veranstaltung!

Materialien zum Jugendschutz

Die folgenden Materialien können, zur konsequenten Einhaltung des Jugendschutzes im Hinblick auf den Verkauf / die Abgabe von Alkohol, kostenlos bei der Suchtbeauftragten bestellt werden:

Plakat zum Jugendschutz (Alkoholprävention)

Das Plakat zum Jugendschutz (DIN A 2) eignet sich überall dort, wo Alkohol verkauft bzw. ausgeschenkt wird, z.B. im Eingangs- und Innenbereich von Geschäften oder an Verkaufsständen bei Festveranstaltungen. Es macht Kunden/innen deutlich, dass das ganze Verkaufspersonal dem Jugendschutz großes Augenmerk schenkt.

 

Das Plakat kann kostenlos bei der Suchtbeauftragten bestellt werden.

Schilder zum Jugendschutz (Alkoholprävention)

Die Schilder zum Jugendschutz (DIN A4) eignen sich überall dort, wo Alkohol verkauft bzw. ausgeschenkt wird, z.B. im Supermarkt an der Kasse, im Thekenbereich oder an Verkaufsständen bei Festveranstaltungen. Es macht Besucher/innen und Kunden/innen deutlich, dass das ganze Verkaufspersonal dem Jugendschutz großes Augenmerk schenkt. Das Schild ist mit drei verschiedenen Motiven Einzelhandel, Gastronomie und Fasching) erhältlich.

 

Die Schilder können kostenlos bei der Suchtbeauftragten bestellt werden.

Rote Karte für den Jugendschutz (Alkoholprävention)

Die Rote Karte für den Jugendschutz dient dem Verkaufspersonal als „Werkzeug“ um langwierige und unangenehme Diskussionen mit Jugendlichen abzukürzen, die unerlaubterweise Alkohol erwerben möchten. Die Karte fasst kurz und prägnant zusammen, warum das Verkaufspersonal das Alter kontrollieren muss und warum es keinen hochprozentigen Alkohol an unter 18-Jährige bzw. gar keinen Alkohol an unter 16-Jährige verkaufen darf. Die Rote Karte ist eine sehr einfache, aber auch sehr wirkungsvolle Hilfe in einer für das Verkaufspersonal stressbelasteten Situation.

 

Die Karten können kostenlos bei der Suchtbeauftragten bestellt werden.

Alterskontrollscheibe (Alkoholprävention)

Mithilfe der Alterskontrollscheibe kann das tagesaktuelle Datum eingestellt werden. So lässt sich auf einen Blick feststellen, ob Kunden/innen das entsprechende Mindestalter für den Erwerb von alkoholischen Getränken haben. Dies verkürzt die aufzuwendende Zeit der Alterskontrolle und entlastet das Verkaufspersonal im Einzelhandel, in der Gastronomie oder bei Festveranstaltungen.

 

Die Kontrollscheiben können kostenlos bei der Suchtbeauftragten bestellt werden.

Factsheet zum Jugendschutz (Alkoholprävention)

Das Factsheet ist für das Verkaufs- und Servicepersonal im Einzelhandel, der Gastronomie und bei Festveranstaltungen gedacht. Es umfasst neben den rechtlichen Grundlagen auch Tipps zur konsequenten Einhaltung des Jugendschutzgesetzes.

 

Das Factsheet kann kostenlos bei der Suchtbeauftragten bestellt werden.

Handreichung für Festveranstalter/innen (Alkoholprävention)

Die Handreichung ist ein praktischer Leitfaden für Festveranstalter/innen und beinhaltet alle wichtigen Details zu jugendschutzrechtlichen Grundlagen, Sicherheitsaspekten und Einlasskontrollen. Werden diese Tipps beherzigt steht einem schönen, erfolgreichen und sicheren Fest nichts im Wege.

 

Die Handreichung steht hier zum Download bereit.

Aktuelle Aktionen der Kommunalen Alkoholprävention

Alkohol-Testkäufe November 2018

@Cathrine Stukhard/Villa Schöpflin gGmbH

Jugendschutz: Testkäufe in Fellbach mit nur wenigen Verstößen

Kontrollen in 85 Geschäften im Stadtgebiet / Beanstandungsquote ist mit 13 Prozent sehr gering

Das Jugendschutzgesetz regelt die Abgabe von Alkoholika an Kinder und Jugendliche. Daran halten müssen sich alle Verkäuferinnen und Verkäufer, ob im Einzelhandel, der Gastronomie oder Festveranstalterinnen und -veranstalter. Sie müssen dafür sorgen, dass Bier, Wein und Sekt und Mischgetränke nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren gelangen und hochprozentiger Alkohol und Mischgetränke nicht an unter 18-Jährige verkauft oder ausgeschenkt wird. Diese Regelungen wirken auf den ersten Blick klar und unmissverständlich. Wieso aber halten sich nicht alle Verkäuferinnen und Verkäufer konsequent an den Jugendschutz? Dafür gibt es vielerlei Gründe. Jugendliche sehen häufig älter aus als sie sind, das Verkaufspersonal steht unter hohem Zeitdruck oder es mangelt an Wissen bezüglich der gesetzlichen Vorgaben.

Ziel der Testkäufe zur Feststellung von Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz ist es, das Verkaufspersonal in die Verantwortung zu nehmen und für die konsequente Einhaltung des Jugendschutzes zu sensibilisieren und zu motivieren.

So wurde am Freitag, 16. November 2018, vom Polizeirevier Fellbach mit vier geschulten Jugendlichen Testkäufe durchgeführt. Vorbereitet wurde die Aktion vom Kreisjugendamt des Rems-Murr-Kreises und der Polizei.

In Begleitung von Polizisten versucht die minderjährigen Testkäufer hochprozentigen Alkohol und Tabak zu erwerben. Die Minderjährigen versuchten sich auch in Spielhallen zu begeben, um an den Automaten zu spielen. Auch Sonnenstudios waren Ziel der Kontrolleure, um dort zu prüfen, inwieweit die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden. 

Insgesamt wurden 85 Geschäfte überprüft. Die Beanstandungsquote lag letztlich in der Summe bei knapp 13 Prozent (15 Anzeigen). In fünf Fällen konnten die Testkäufer Alkohol und acht Mal Tabakwaren erwerben. Zwei Beanstandungen gab es in Spielhallen, als die Jugendlichen versuchten dem Glückspiel nachzukommen.

„Es ist sehr erfreulich, dass ein Großteil der getesteten Verkäuferinnen und Verkäufer die Jugendschutzbestimmungen eingehalten hat“, sagt Sonja Hildenbrand, die Kommunale Suchtbeauftragte des Kreisjugendamtes. „Dennoch ist es wichtig, die Testkäufe weiterhin regelmäßig durchzuführen, um auf das Thema aufmerksam zu machen und es in den Köpfen lebendig zu halten.“

Die Fellbacher Polizei führte in den kontrollierten Geschäften mit den Verkäufern auch Präventionsgespräche und bot mit Hilfe entsprechende Broschüren zur Verbesserung des Jugendschutzes Hilfestellungen an.

Verkäufer, die die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes nicht einhielten, müssen mit einer Anzeige rechnen.

 

Einige Tage zuvor wurden ähnliche Jugendschutzkontrollen in Schorndorf, Winterbach, Welzheim, Alfdorf, Kaiserbach, Ruderberg, Plüderhausen und Urbach durchgeführt. Hierbei kam es in 42 Verkaufsstellen zu 15 Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz! 

 

Konkrete Tipps für den Umgang mit dem Jugendschutz:

Mit ein paar hilfreichen Tipps lässt sich der Berufsalltag hinter der Kasse oder Bar wesentlich angenehmer gestalten. Die Kommunale Suchtbeauftragte des Kreisjugendamtes, Sonja Hildenbrand empfiehlt:

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  • Eine Vollmacht von Eltern, Großeltern oder älteren Geschwistern hat keine Gültigkeit und darf vom Verkaufspersonal nicht akzeptiert werden.

  • Alterskontrollen sollten immer vor dem Einscannen der Ware, bzw. vor dem Zubereiten/Öffnen von Getränken durchgeführt werden.

  • Lassen Sie die Kontrolle zur Routine werden. Kontrollieren Sie beispielsweise alle Personen, die jünger als 30 Jahre aussehen.

  • Kontrollieren Sie bei Gruppen alle Personen. Weisen Sie darauf hin, dass die Weitergabe von Alkohol an Minderjährige eine Ordnungswidrigkeit ist.

  • Es gibt kein Gesetz, welches das Verkaufspersonal verpflichtet etwas zu verkaufen. Im Zweifelsfall können Sie sich auf das Hausrecht berufen.

  • Bleiben Sie bei Konflikten freundlich, aber bestimmt und selbstbewusst. Bitten Sie wenn nötig Kolleginnen und Kollegen oder Vorgesetzte um Unterstützung.

  • Legen Sie sich Schlüsselsätze zurecht, z.B.: „Ich bin gesetzlich verpflichtet den Ausweis zu kontrollieren. Kann ich Ihren bitte sehen?“

  • Notieren Sie sich vor Arbeitsbeginn die Geburtsdaten einer Person, die am heutigen Tag 16 bzw. 18 Jahre alt ist oder stellen Sie eine Altersdrehscheibe ein (kostenlos erhältlich bei der Kommunalen Suchtbeauftragten). So können Sie auf einen Blick feststellen, ob die Kundin / der Kunde das entsprechende Mindestalter für den Erwerb von alkoholischen Getränken hat. 

(keck/21.11.18)

Landratsamt und Polizeipräsidium Aalen werben für Feiern ohne Reue - Jugendschutz bei Festveranstaltungen

Landrat Dr. Richard Sigel und Polizeipräsident Roland Eisele haben sich gemeinsam in einem Schreiben an die Städte und Gemeinden gewandt.

Kommunen und Festveranstalter sollen in Sachen Jugendschutz bei Festen sensibilisiert werden

Alkohol gehört bei zahlreichen Festlichkeiten, ob im Bierzelt oder beim Straßen- oder Vereinsfest, mit dazu. Gleichzeitig gilt es, gerade Jugendliche frühzeitig gegen Suchterkrankungen zu wappnen. Das Landratsamt Rems-Murr-Kreis und das Polizeipräsidium Aalen appellieren deshalb in einem gemeinsamen Schreiben an die Städte und Gemeinden, auf die Einhaltung des Jugendschutzes bei Festen hinzuwirken. Entsprechendes Material gibt es bei der Kommunalen Suchtbeauftragten im Kreisjugendamt. 

Neben den erheblichen gesundheitlichen Risiken besonders für Kinder und Jugendliche wirkt Alkohol enthemmend, wie die Anzahl der Straftaten unter Alkoholeinfluss bestätigt (siehe Hintergrund).

Auch bei den steigenden Übergriffen gegen Polizeibeamtinnen und -beamte sind die Täter meistens alkoholisiert. Für ein Mehr an Sicherheit nicht nur für die Polizistinnen und Polizisten, sondern auch für alle Festbesucher, kommt es aus Sicht des Aalener Polizeipräsidenten Roland Eisele auf eine gute und umsichtige Organisation von Großveranstaltungen und Festen an. „Dazu gehören ein verantwortungsbewusster Umgang mit Schlusszeiten und eine deutliche Reduzierung des Branntweinausschanks“, so Eisele.

„Auf dem Höhepunkt der Sommerfestsaison war es uns ein Anliegen, für ein Feiern in Verantwortung zu werben. Schließlich sollten gerade unsere jugendlichen Kreisbürger frühzeitig lernen, Spaß zu haben ohne über die Stränge zu schlagen“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel.

Das Landratsamt, die Kommunen im Kreis und die Polizei im Rems-Murr-Kreis gehen bereits seit 2003, damals unter dem Motto:  „taff enough - Jugendschutz geht uns alle an“ vereint gegen Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen vor. Damals wurde ein einheitlicher Maßnahmenkatalog für Städte und Gemeinden vereinbart. Seit Oktober 2010 wird das bundesweite Modell zur Alkoholprävention für Jugendliche „HaLT – Hart am LimiT“ bei alkoholbedingten Krankenhaus-einweisungen von Jugendlichen an allen Krankenhäusern im Rems-Murr-Kreis erfolgreich angeboten.

In einem weiteren Schritt werden nun den Festveranstaltern aktuelle Informationen zur Unterstützung bei der konsequenten Einhaltung des Jugendschutzes bereitgestellt. Praktische, kostenlos zu beziehende Materialien können gut sichtbar auf dem Festgelände und an den Verkaufsständen angebracht werden. Sie machen den Besuchern deutlich, dass die Veranstalter dem Jugendschutz großes Augenmerk schenken. Außerdem geben sie dem Verkaufs- und Ausschankpersonal einen Überblick über die gesetzlichen Bestimmungen und unterstützen bei der Alterskontrolle. Ein praktischer Handlungsleitfaden liefert Informationen zu den Themen: Mitarbeiter informieren und anleiten, Sicherheit, Organisation und Einlasskontrolle sowie Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol, Tabak- und E-Inhalationsprodukten.

Auch klar definierte und eingehaltene Zeitgrenzen spielen bei der Verhinderung von Alkoholexzessen unter Jugendlichen und Erwachsenen und alkoholbedingten Straftaten eine Rolle. Deshalb wurde in Absprache mit dem Polizeipräsidium Aalen eine aktualisierte Selbstverpflichtung an die Veranstalter erstellt, die bereits in ähnlicher Form im Ostalbkreis zur Anwendung kommt. Das Polizeipräsidium Aalen beabsichtigt, für seinen gesamten Zuständigkeitsbereich einheitliche Vorgaben zu erreichen und nicht, wie bislang, abweichende Öffnungszeiten abhängig von dem Landkreis, in dem das Fest stattfindet. Damit soll eine stringentere Einhaltung des Jugendschutzes und die Verhinderung von alkoholbedingten Exzessen und damit einhergehenden Straftaten erreicht werden.

Informationsmaterial im Rahmen des Projekts „HaLT“ erhalten Interessierte bei der Kommunalen Suchtbeauftragten  Frau Hildenbrand (Tel.: 07151 501-1577, s.hildenbrand@rems-murr-kreis.de).

Alkohol in der Kriminalitätsstatistik des Polizeipräsidiums Aalen

Die Anzahl der alkoholisierten jugendlichen Tatverdächtigen bei der Gewaltkriminalität war 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 57,9 Prozent von 19 auf 30 deutlich angestiegen. Der Anteil alkoholisierter Jungtäter in der Gewaltkriminalität lag insgesamt bei 19,6 Prozent (im Vorjahr 18,6 Prozent).

Die erfassten Straftaten gegen Polizeibeamte sind um 3,2 Prozent auf 287 angestiegen, davon 146 Fälle (plus 12,3 Prozent) im Rems-Murr-Kreis.  Auffallend war, dass eine Vielzahl der Täter, die Widerstand leisteten, unter Alkoholeinfluss standen: 62,2 Prozent der Tatverdächtigen waren zur Tatzeit alkoholisiert.

Alkoholbedingte Behandlungen von Kindern und Jugendlichen in den Rems-Murr-Kliniken

Im Jahr 2017 wurden 77 Kinder und Jugendliche (bis einschließlich 18 Jahre) aufgrund einer Alkoholvergiftung in den Rems-Murr-Kliniken behandelt.

Inklusive alkoholbedingter Nebendiagnosen waren es 86 (2016: 90). Mädchen (52,3 %) und Jungen (47,7 %) waren dabei nahezu gleichermaßen betroffen.

Der jüngste Patient war 12 Jahre alt. 33 Kinder und Jugendliche (bis einschließlich 17 Jahre) und deren Familien, haben in 2017 das kostenlose Gesprächsangebot im Rahmen von „HaLT – Hart am LimiT“ von Seiten des Kreisdiakonieverbands Rems-Murr-Kreis und der Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz angenommen.

(keck/31.07.18)

Alkohol-Testkäufe Mai 2018

@Cathrine Stukhard/Villa Schöpflin gGmbH

Schlechtes Ergebnis bei Alkohol-Testkäufen im Rems-Murr-Kreis

Gemeinsame Aktion der Polizei und der Kommunalen Suchtbeauftragten am 9. Mai 2018 / Prävention durch das Jugendamt

Immer wieder gelingt es Jugendlichen, Alkohol und Tabakwaren einzukaufen, obwohl das Jugendschutzgesetz hier klare Regeln vorgibt: Branntweinhaltiger Alkohol und Tabakwaren dürfen an Minderjährige nicht ab­gegeben werden, andere alkoholische Getränke wie Wein, Bier und Sekt nicht an Kinder und Jugend­liche unter 16 Jahren.

Um den Einzelhandel diesbezüglich zu sensibilisieren, haben das Polizeipräsidium Aalen und die Kommunale Suchtbeauftragte des Rems-Murr-Kreises am 9. Mai 2018 Testkäufe in Winnen­den, Schwaikheim, Leutenbach und Berglen durchgeführt. In Begleitung von jeweils zwei Polizei­beamten in zivil versuchten drei 17-jährige Jugendliche, alkoholische Getränke und Tabakwaren in Tankstellen, Kiosken, Supermärkten und Getränkehandlungen zu erwerben. Die Testkäufer sind Auszubildende der Kommunen und wurden im Vorfeld von Sonja Hildenbrand, Kommunale Suchtbeauftragte, die beim Kreisjugendamt angesiedelt ist, geschult.

Ziel der Aktion war es, Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz aufzudecken und das Ver­kaufspersonal für die Notwendigkeit der konsequenten Einhaltung der rechtlichen Bestimmun­gen zu sensibilisieren und zu motivieren.

Insgesamt wurden 30 Verkaufsstellen überprüft. In 12 Geschäften wurden die Testkäufer korrekterweise abgewiesen, nachdem nach Alter und/oder Ausweis gefragt wurde. Bedauerlicherweise kam es in 18 Verkaufsstellen zu 27 Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz, die Ordnungswidrigkeitsanzeigen zur Folge haben. Es wurden elfmal branntweinhaltige Getränke, dreimal Tabakwaren und viermal sowohl Alkohol als auch Tabak an die jugendlichen Testkäufer/innen verkauft. In neun Geschäften gab es keinen Aushang, der auf das Verkaufsverbot hinweist.

Diese Ergebnisse sind aus Sicht der Experten nicht zufriedenstellend. Die Verkäufer fragten die Jugendlichen teilweise nicht nach ihrem Alter oder verlangten den Ausweis erst gar nicht – oder aber sie verrechneten sich bei der Kontrolle des Personalausweises. Häufig führen Zeitdruck und mangelndes Wissen bezüglich der gesetzlichen Vorgaben zu Verstößen. Um jedoch Kinder und Jugendliche vor den Folgen des riskanten Alkohol- und Tabakkonsums zu schützen, ist es unabdingbar, Erwachsene in die Verantwortung zu nehmen.

Um weiterhin auf das Thema aufmerksam zu machen und es in den Köpfen lebendig zu halten, streben Polizei und Kreisjugendamt an, die Testkäufe auch zukünftig regelmäßig durchzuführen.

Kontakt

Sonja Hildenbrand
Kommunale Suchtbeauftragte
Erbstetter Straße 58
71522 Backnang
Telefonnummer: 07191 895-4456
Faxnummer: 07191 895-4479
s.hildenbrand(@)rems-murr-kreis.de

Termine nach Vereinbarung