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Autor: Steffen Kienzle
Artikel vom 27.11.2018

Rund um die Uhr: Vertrauliche Soforthilfe nach einer Vergewaltigung

Projekt "Soforthilfe nach Vergewaltigung": Ab 2019 im Rems-Murr-Kreis. Foto: Oana Szekely
Jede Vergewaltigung ist ein medizinischer Notfall

In den Kliniken des Rems-Murr-Kreises gibt es ab 2019 medizinische Soforthilfe ohne Pflicht zur Anzeige

Auch im Rems-Murr-Kreis sind Mädchen, Jungen und Erwachsene immer wieder von sexueller Gewalt betroffen. Viele Opfer sind unmittelbar nach der Tat nicht in der Lage zu entscheiden, ob sie eine Strafanzeige stellen wollen. Aus Angst man könnte über ihren Kopf hinweg eine Anzeige erstatten, suchen die Opfer häufig keine Hilfe. Entschließen sie sich später doch dazu, Anzeige zu erstatten, sind die Beweise, die durch eine sofortige medizinische Untersuchung gesichert werden können, bereits nicht mehr vorhanden.

Diese Lücke wird ab 2019 geschlossen: Der Rems-Murr-Kreis nimmt als Modellregion am Projekt "Soforthilfe nach Vergewaltigung" teil. Opfer von sexueller Gewalt können sich vertraulich rund um die Uhr bei den Rems-Murr-Kliniken melden. Dort werden sie psychologisch und medizinisch betreut. Beweise können gesichert werden, ohne dass eine Anzeige erfolgt. Die gesicherten Spuren werden ein Jahr lang aufbewahrt, falls sich das Opfer später für eine Anzeige entscheiden sollte.

Der Sozialausschuss des Kreistags hat am Montag dem Projekt zugestimmt. Die Initiative ging von der Anlaufstelle gegen sexualisierte Gewalt, den Rems-Murr-Kliniken, der Polizei und der Beauftragten für Chancengleichheit im Landratsamt, Vanessa Koslowski, aus.

Das Projekt kostet den Kreis im Startjahr 2019 etwa 10.500 Euro, in den folgenden Jahren je 7.000 Euro.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.

(stk, 28.11.18; Foto: Oana Szekely)

Kontakt für Medienvertreter

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Faxnummer: 07151 501-1712
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