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Autor: Martina Keck
Artikel vom 03.01.2020

Selbsthilfe im Rems-Murr-Kreis: Der Trend zur Gruppengründung hält an

Kontaktstelle meldet steigende Fallzahlen: 130 Selbsthilfegruppen bestehen, 15 sind in Gründung

Die Selbsthilfekontaktstelle des Rems-Murr-Kreises verzeichnet für das Jahr 2019 insgesamt 15 Initiativen zur Gründung einer Selbsthilfegruppe. Im Vorjahr waren es noch zehn. Insgesamt sind bereits mehr als 130 Gruppen aus dem Landkreis registriert.

Im Jahr 2019 erfolgreich gegründet wurden die Gruppen „Väter im Gespräch“ zu allen Themen der Vaterschaft, die Gruppe „Sucht und Psyche“ zur doppelten Betroffenheit aus Sucht und psychischer Diagnose sowie eine Regionalgruppe des „Mein Herz lacht e.V.“: Diese Selbsthilfeinitiative vernetzt Mütter und Väter chronisch kranker oder behinderter Kinder.

Die Selbsthilfekontaktstelle als des Kreisgesundheitsamtes informiert, berät und unterstützt seit Ende 2015 interessierte Bürgerinnen und Bürger rund um das Thema gemeinschaftliche Selbsthilfe. Gründungsinteressierten bietet die Kontaktstelle eine individuelle Gründungsberatung an

Wer Interesse an den genannten oder anderen Themen hat oder gar selbst eine Gruppe gründen möchte, kann sich gerne direkt an die Selbsthilfekontaktstelle wenden.

Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie hier.

Hintergrund:

Die Motivation, selbst eine Gruppe zu gründen, beruht häufig auf dem Wunsch, sich selbst und gleichzeitig anderen zu helfen. In den meisten Fällen mussten die Gründerinnen und Gründer selbst unter widrigen Umständen Wissen und Erfahrungen sammeln und möchten diese an andere Betroffene weitergeben. Die Bereitschaft, sich selbst für eine Selbsthilfegruppe stark zu machen, entwickelt sich besonders bei Themen, die bisher nicht im Landkreis vertreten waren.

Der Schritt aus der Gründungsphase in eine kontinuierliche Gruppenarbeit gelingt nicht jeder Initiative. Die Selbsthilfekontaktstelle bietet Gruppen zur Bewältigung der Stolpersteine und Herausforderungen eine individuell zugeschnittene Gründungsberatung an.

Das Funktionieren einer Selbsthilfegruppe basiert auf günstigen inneren Faktoren – wie beispielsweise die Gruppenatmosphäre – und äußeren Faktoren. Zu den äußeren Faktoren gehört auch, dass den Gruppen gut erreichbare, erschwingliche Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Gerade bei sozialen Gruppenthemen wie „Männer“, „Übergang in die Rente“ oder „Alleinstehende“ ist die Suche nach bezahlbaren Räumen oft eine Herausforderung. Solche Selbsthilfegruppen verfügen oft über begrenzte finanzielle Möglichkeiten. Gruppen, die sich zu gesundheitlichen Themen treffen, können dagegen durch die gesetzlichen Krankenkassen gefördert werden.

Wichtige Zutaten für gelingende Gruppengründungen sind das Durchhaltevermögen und die Verlässlichkeit der Gründungsperson. Verantwortliche in allen Selbsthilfegruppen werden in ihrem Gruppenalltag damit konfrontiert, dass Interessierte die Gruppe einmalig besuchen, sich zu ihren individuellen Fragen informieren und danach fernbleiben. Bei neuen Gruppen dauert es auch daher oft lange, bis sich Vertrautheit und ein fester Kern aus verlässlichen Gruppenmitglieder bilden.

Aktuell begleitet die Selbsthilfekontaktstelle des Landratsamts Gründungsinitiativen für folgende Selbsthilfegruppen und -Themen:

  • „Wildrose – Rems Murr Kreis“ für Betroffene sexueller Gewalt

  • „Borreliose-Selbsthilfe im unteren Remstal“

  • Inkontinenz

  • Prädiabetes / Diabetes

  • „CaPa-Cannabis Patienten Rems-Murr-Kreis“

  • Brustamputation nach Brustkrebs

  • „Rems-Queer-Kreis“ für junge Menschen, die sich mit ihrer sexuellen Orientierung beschäftigen

(keck/3.1.20)

Kontakt für Medienvertreter

Landratsamt Rems-Murr-Kreis
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