Rems-Murr-Kreis (Druckversion)

Gesundheit

Das Asylbewerberleistungsgesetz regelt die medizinische Versorgung für Asylbewerber.

Vorgehensweise bei der ärztlichen / zahnärztlichen Versorgung der Flüchtlinge:

Wer kümmert sich, wenn ein Asylbewerber krank ist?

  • Der Sozialarbeiter vor Ort sollte über eine Erkrankung eines Flüchtlings informiert werden. Für den Arztbesuch ist ein Behandlungsschein (Behandlungsscheine sind auf den Landkreis sowie umliegende Landkreise/Stadtkreise begrenzt) nötig, den der Sozialarbeiter aushändigt, damit der Arzt die Leistungen abrechnen kann. Pro Quartal steht je ein Behandlungsschein für Hausarzt und Zahnarzt zur Verfügung.

  • Der Arztbesuch soll angemeldet sein und nach Möglichkeit in Begleitung von Ehrenamtlichen stattfinden.

  • Wichtig ist ein ärztlicher Ansprechpartner vor Ort (Hausarzt) der die Behandlung steuern soll, Überweisungen zum Facharzt ausstellt und koordiniert.

Was wird behandelt / Was nicht?

  • Akute Erkrankungen und Schmerzzustände, chronische Krankheiten wie Zuckererkrankungen und Bluthochdruck werden behandelt. Ebenso sind Schutzimpfungen, wie auch die Versorgung bei Schwangerschaft/Geburt gewährleistet

  • Sonstige Behandlungen – insbesondere bei chronischen Erkrankungen und Behinderungen – "können" nach § 6 AsylbLG als Ermessensleistungen gewährt werden, soweit dies "zur Sicherung der Gesundheit unerlässlich" ist.

  • Im zahnärztlichen Bereich können nur akute Behandlungen übernommen werden.
    Die Kostenübernahme von Zahnersatz, Prothesen werden nicht übernommen.

Je nach Art der Erkrankung muss ggf. abgeklärt werden, inwieweit die Behandlung dem Arzt/Krankenhaus erstattet werden kann. Leistungssachbearbeiter im Landratsamt sind dafür zuständig und treffen die Entscheidung, ggf. in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt. In begründeten Einzelfällen erfolgt eine individuelle Begutachtung.

Im Notfall
Bei akuten lebensbedrohlichen Krankheiten kann immer ein Arzt / Krankenhaus/ Notfallpraxis auch ohne Vorabklärung aufgesucht werden.

Unter folgendem Link gibt es eine Datenbank, die Asylbewerbern den Zugang zur medizinischen Regelversorgung mit Anbietern, die Fremdsprachenkenntnisse haben, erleichtert.

 

http://www.rems-murr-kreis.de/jugend-gesundheit-soziales/fluechtlinge/gesundheit/