Rems-Murr-Kreis (Druckversion)
Autor: Martina Nicklaus
Artikel vom 13.11.2017

Der Rems-Murr-Kreis stiftet einen Ehrenpreis für die Remstalkellerei

Landkreis stiftet Ehrenpreis für die Remstalkellerei

Jens Bolte, der Technische Betriebsleiter der Remstalkellerei (links) und Weinstadts Oberbürgermeister Michael Scharmann bei der Preisverleihung in Heilbronn mit Moderatorin Theresa Olkus. Foto: Weinbauverband Württemberg
Preisverleihung Remstalkellerei

Württembergische Landesweinprämierung in Heilbronn: Preis für besonders gute Leistungen

Als einziger Vertreter aus dem Rems-Murr-Kreis hat die Remstalkellerei am Mittwochabend in Heilbronn den Ehrenpreis des Weinbauverbands Württemberg erhalten. Gestiftet wurde der Preis – eine Säule aus Acryl – vom Rems-Murr-Kreis. Die Übergabe vor Ort hat Weinstadts Oberbürgermeister Michael Scharmann für den Landkreis übernommen.

„Der Weinbau ist für unseren Kreis nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, der Arbeitsplätze schafft und regionale Produkte von hoher Qualität hervorbringt. Die Winzer erhalten auch unsere einzigartige Kulturlandschaft und locken Besucher aus nah und fern an. Gerade das Remstal ist durch Wein und Weinberge unendlich attraktiv – wie es im Motto der Remstal Gartenschau 2019 heißt“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Die Mitglieder der Remstalkellerei bewirtschaften rund 60 Prozent der Rebfläche des gesamten Remstals. Sie sind damit ein Aushängeschild unserer Weinregion. Ich freue mich, dass die Remstalkellerei dafür auch Anerkennung vom Weinbauverband Württemberg erhalten hat und gratuliere der Remstalkellerei herzlich zu dieser Auszeichnung“, so der Landrat weiter. 

Auch Oberbürgermeister Michael Scharmann gratulierte der Remstalkellerei: „Der Weinbau ist für Weinstadt im besonderen Maße ortsbildprägend und identitätsstiftend. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass wir mit der Remstalkellerei und den vielen Selbsterzeugern auch qualitativ so hervorragend aufgestellt sind.“

Hintergrund zum Weinbau im Rems-Murr-Kreis:

Im Rems-Murr-Kreis wird auf 1100 Hektar Wein angebaut – rund 65 Prozent Rotwein und 35 Prozent Weißwein. Derzeit geht der Trend aber wieder zu mehr Weißwein. Allein die Mitglieder der Remstalkellerei bewirtschaften rund 600 Hektar, zum überwiegenden Teil im Nebenerwerb. Die Qualität des Weines beginnt bereits bei der Traubenproduktion. Um auch die Bewirtschafter im Nebenerwerb zu qualifizieren wurde beim Landwirtschaftsamt eine Fachklasse Weinbau im Nebenerwerb eingerichtet. Diese Fachklasse besuchen derzeit 25 Schüler.

Neben der Remstalkellerei gibt es im Kreis mit den Fellbacher Weingärtnern eine zweite Genossenschaft. Darüber hinaus gibt es 50 Weingüter im Kreis, die ihre Betriebe meist im Haupterwerb und häufig in Verbindung mit einer Besenwirtschaft führen.

(nick/13.11.17)

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