Rems-Murr-Kreis (Druckversion)
Autor: <Gelöschter Benutzer>
Artikel vom 14.02.2018

Qualität von nebenan: Gartenbautriebe setzen auf Direktvertrieb

Qualität von nebenan: Gartenbautriebe setzen auf Direktvertrieb

Beim Gespräch über die Gartenbaubetriebe im Rems-Murr-Kreis überreichten Kreisgärtnermeister Peter Schwarzkopf (rechts) und sein Stellvertreter Rainer Grüninger (links) Landrat Dr. Richard Sigel zum Valentinstag einen Strauß mit Frühlingsblumen.

Zum Valentinstag besuchen die Kreisgärtnermeister Landrat Dr. Richard Sigel im Kreishaus in Waiblingen

 

Es ist mittlerweile eine schöne Tradition geworden, dass die Vertreter der Gartenbaubetriebe kurz vor dem Valentinstag dem Landratsamt einen Besuch abstatten. Auch in diesem Jahr kamen der Kreisgärtnermeister Peter Schwarzkopf (Fellbach) und sein Stellvertreter Rainer Grüninger (Waiblingen) nicht mit leeren Händen: Landrat Dr. Richard Sigel freute sich über den farbenfrohen Blumenstrauß. „Auf diesen Strauß freue ich mich schon das ganze Jahr“, so Sigel.

Die rund 100 Gartenbaubetriebe aus dem Kreis sehen sich einem Wandel ausgesetzt. Die klassischen Blumenläden bekommen zunehmend Probleme: Immer mehr Menschen kaufen ihre Schnittblumen beim Lebensmittelladen oder Discounter. Auch die klassischen Grabkränze werden immer weniger nachgefragt. „Früher lagen drei große Kränze auf einem Grab, heute lassen sich viele im Urnengrab bestatten – da reicht ein kleiner Kranz“, nennt Rainer Grüninger als Grund. Auch Topfpflanzen werden oft nicht mehr in der Gärtnerei, sondern verstärkt in Baumärkten gekauft. Diese Herausforderungen sind wohl auch der Grund, weshalb die Anzahl der Gärtnereien im Kreis stagniert. Schwarzkopf sieht zwei Möglichkeiten, wie Betriebe mit der Situation umgehen können: Entweder sie setzen auf Direktvermarktung oder sie beliefern den Großhandel. Um das dazu notwendige niedrige Preisniveau zu erreichen, müssten sie dann in großen Mengen produzieren. Die meisten Betriebe im Rems-Murr-Kreis setzen deshalb auf Direktvermarktung.

Eine Verbesserung spüren die Kreisgärtnermeister beim Gemüseanbau. Als möglichen Grund nennt Schwarzkopf dafür unter anderem die Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre. „Viele Verbraucher sind verunsichert: Die regionalen Erzeuger können ihnen einen Vertrauensvorsprung bieten.“ Für Landrat Dr. Richard Sigel ist die Unterstützung der Direktvermarkter ein wichtiges Anliegen: „Davon können alle nur profitieren, die Kunden wie die Erzeuger. Und ganz nebenbei wird dadurch unsere abwechslungsreiche Kulturlandschaft erhalten.“ Eine Übersicht über die direktvermarktenden Betriebe finden Interessierte in einer neuen Broschüre des Rems-Murr-Kreises: „Einkaufen und feiern auf Bauern- und Winzerhöfen“ ist kostenfrei im Landratsamt und seinen Außenstellen erhältlich, außerdem in den Rathäusern, Banken und Sparkassen des Landkreises sowie bei den teilnehmenden Direktvermarktern.

(saw/14.02.2018)

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