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Autor: Martina Keck
Artikel vom 28.05.2020

Das Jugendamt sucht Pflegefamilien - auch in Corona-Zeiten

Mit einem Klick auf das Foto gelangen Sie zum Flyer über die Vollzeitpflege
Mit einem Klick auf das Foto gelangen Sie zum Flyer über die Vollzeitpflege.

Aktuell leben rund 230 Kinder in Pflegefamilien / Jugendamt berät und schult Interessierte / Drei Varianten: Von der kurzfristigen Inobhutnahme bis hin zur mehrjährigen Betreuung

Pflegefamilien leisten durch ihre Bereitschaft einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gesellschaft, berichten die Experten des Kreisjugendamts. Gesucht werden Familien, die in ihren Herzen und ihren Häusern noch Platz für ein „fremdes“ Kind und dessen Bedürfnisse haben. Hierbei sucht das Kreisjugendamt ganzjährig Plätze für Kinder ganz unterschiedlichen Alters, mit individuellen Lebensgeschichten und Herausforderungen im Gepäck. Im gesamten Rems-Murr-Kreis berät und begleitet das Jugendamt aktuell insgesamt rund 230 Pflegefamilien, die ein Kind bei sich aufgenommen haben.

Auch in Corona-Zeiten schult das Jugendamt weiterhin interessierte Familien, Paare oder auch Alleinstehende Menschen die Pflegeeltern werden möchten. Vor Corona haben diese Schulungen in der Regel an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen in einer Gruppe von mehreren Bewerbern stattgefunden; nun, während Corona haben wir unsere Schulungsmaßnahmen auf Einzelgespräche mit den einzelnen Bewerbern bzw. Paaren umgestellt. Die Gespräche finden aktuell im Amt, selbstverständlich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln, statt.

Familien, die sich für dieses Engagement entscheiden, werden durch den Fachdienst Vollzeitpflege  geschult und betreut. Dabei werden drei Formen der Vollzeitpflege unterschieden:

Inobhutnahme

Das Jugendamt sucht hier Familien, die bereit sind, ein Kind in einer Notsituation bei sich aufzunehmen. Bei der Inobhutnahme handelt es sich um eine kurzfristige, vorläufige Unterbringung von Minderjährigen durch das Jugendamt für maximal 4-6 Wochen. Eine Inobhutnahme führt das Jugendamt dann durch, wenn eine dringende Gefahr für das Wohl eines Kindes besteht oder ein Kind um Inobhutnahme bittet. Für die Aufnahmefamilie gibt es hier keine große Vorlaufzeit. Das Jugendamt bringt das Kind in der Regel am Tag der Anfrage in die Familie. Nachts und am Wochenende kann die Unterbringung durch die Polizei erfolgen.

Mit der Familie, die sich diese Aufgabe vorstellen kann, wird im Vorfeld besprochen, welche Kinder zur aktuellen Familiensituation passen könnten. Dies kann ein Säugling direkt aus dem Krankenhaus sein, ein Kleinkind, ein Schulkind, Geschwisterkinder oder in Einzelfällen auch noch Jugendliche.

Kurzzeitpflege

Bei einer Kurzzeitpflege handelt es sich um eine geplante oder kurzfristige Unterbringung eines Kindes für einen begrenzten Zeitraum. Üblicherweise endet eine Kurzzeitpflege nach 6 Monaten. Gründe für eine Kurzzeitpflege können beispielsweise sein, dass eine alleinstehende Mutter oder ein alleinstehender Vater – jeweils ohne soziales Netzwerk – schwer erkrankt ist oder ein Klinikaufenthalt nötig ist.

Vollzeitpflege auf längere Sicht

Bei der Vollzeitpflege, die auf eine längere Sicht angelegt ist, kann der Wechsel in die Pflegefamilie über mehrere Termine hinweg vorbereitet werden. Manchmal ist bei der Klärung einer Perspektive für ein Kind auch das Familiengericht beteiligt und ein Vormund bestellt worden. Nachdem alle Beteiligten die Perspektive für das Kind geklärt haben (hier sind die leiblichen Eltern, gegebenenfalls der Vormund, das Jugendamt und auch die Pflegeeltern beteiligt), kann ein Vollzeitpflegeverhältnis bis zur Verselbständigung des jungen Menschen bestehen bleiben. In aller Regel pflegt das Pflegekind mit Unterstützung seiner Pflegefamilie weiterhin Kontakt zu seiner leiblichen Familie. Wie oft und wo der Kontakt stattfindet, wird in gemeinsamen sogenannten Hilfeplangesprächen im Jugendamt vereinbart.

Weitere Informationen und Kontakt

Das Jugendamt sucht Familien, die Interesse an dieser wertvollen „Arbeit“ haben und sich bereit erklären, ein Kind einen Teil seines Weges zu begleiten und ihm einen sicheren Ort zu bieten. Mit dieser Sicherheit im Rücken kann das Kind gestärkt ins seine weitere Zukunft starten.

Der Fachdienst Vollzeitpflege des Jugendamtes im Landratsamt Rems- Murr-Kreis informiert, berät und bereitet interessierte Familien im Rahmen seiner Qualifizierungsangebote umfassend auf diese Aufgabe vor.

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben so steht Ihnen der Fachdienst Vollzeitpflege des Kreisjugendamtes gerne zur Verfügung, Ihre Fragen ausführlich in einem persönlichen Gespräch zu beantworten. Sie erreichen den Fachdienst Vollzeitpflege unter folgender Telefonnummer: 07191 895-4460 oder per Mail: vollzeitpflege@rems-murr-kreis.de

(keck/28.5.20)

Kontakt für Medienvertreter

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