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Bodenschutz

Böden sind eine unverzichtbare Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Sie liefern Nahrungsmittel und Rohstoffe, speichern und filtern Wasser und können Schadstoffe abbauen.

Sie bieten Flächen für Siedlungen, Verkehr und Freizeit. Und nicht zuletzt sind sie ein Archiv der Natur- und Kulturgeschichte.

Manche dieser Funktionen sind durch Verunreinigungen, Erosion und Verdichtung bedroht. Eingetretene Schäden sind kurzfristig kaum zu beheben, denn fruchtbare Böden sind das Ergebnis langer physikalischer, chemischer und biologischer Prozesse: Bis sich ein Zentimeter Boden neu bildet, dauert es mehrere 100 Jahre.

Rechtsgrundlage

Bodenschutz zielt nach § 1 BBodSchG darauf ab, nachhaltig die Funktionen des Bodens zu sichern. Die zu schützenden Bodenfunktionen werden im § 2 BBodSchG beschrieben. Anforderungen an das Aufbringen und Einbringen von Materialien auf oder in den Boden sind in § 12 BBodSchV genannt.

Aufgaben und Verfahren

  • Vertretung der Belange des vorsorgenden Bodenschutzes in Bauleitplanung und Baugenehmigungsverfahren
  • Wahrnehmung der Belange des vorsorgenden Bodenschutzes bei verschiedenen (Planungs)- Vorhaben, insbesondere Erdauffüllungen, Rekultivierung von Abbaustätten, Flurbereinigungen, etc.
  • Durchführung von Maßnahmen der Gefahrenermittlung
  • Durchführung / Anordnung von Maßnahmen der Gefahrenabwehr
  • Erfassung von Bodenaufbringungsflächen
  • Führung eines Verzeichnisses über bodenbezogene Daten.

Hinweise zu Bebauungsplänen

Der Schutz des Bodens stellt in der Bauleitplanung ein besonders zu gewichtendes Planungsziel dar: Die „Bodenschutzklausel“ (§ 1a Abs. 2 BauGB) besagt, dass mit Grund und Boden sparsam und schonend umgegangen werden soll.

Dabei sind zur Verringerung der zusätzlichen Inanspruchnahme von Flächen für bauliche Nutzungen die Möglichkeiten der Entwicklung der Gemeinde insbesondere durch Wiedernutzbarmachung von Flächen, Nachverdichtung und andere Maßnahmen zur Innenentwicklung zu nutzen sowie Bodenversiegelungen auf das notwendige Maß zu begrenzen.

Detaillierte Ausführungen finden Sie in den Hinweisen für Planungsträger.

Hinweise zu Erdauffüllungen

Erdauffüllungen können naturschutzrechtlich und/oder baurechtlich genehmigungspflichtig sein. Im Bereich Naturschutz finden Sie weiterführende Informationen, eine technische Ausführungshinweise zu diesem Thema und das Antragsformular auf Genehmigung einer Erdauffüllung.

Bodenverbrauch

Unter Bodenverbrauch versteht man die erstmalige Inanspruchnahme von Flächen für Siedlung und Verkehr. Landwirtschaftliche Flächen, Wald und Erholungsflächen werden dabei in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt.

Mit dem Flächenverbrauch verbunden sind:

  • eine Versiegelung des Bodens, wodurch seine Funktionen, z. B. seine Filter- und Pufferfunktion, nachhaltig zerstört werden,
  • ein Verlust von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen und
  • ein Verlust von fruchtbaren Böden.

Durch die Zunahme der Bevölkerung und die industrielle Entwicklung ist der Flächenverbrauch insbesondere im Rems-Murr-Kreis rasant gestiegen. Im Remstal besteht heute ein fast durchgängiges Siedlungsband, was mit dem Verlust von wertvollen Ackerböden im Tal verbunden ist.

In Deutschland wird jährlich eine Fläche von beinahe der Größe des Bodensees (536 km²) zugebaut. Ziel ist daher, den Flächenverbrauch insbesondere durch einen Vorrang der Innentwicklung und durch Flächenrecycling zu reduzieren. Lag der Flächenverbrauch in Baden-Württemberg im Jahr 2001 noch bei 11,6 Hektar / Tag, so lag er im Jahr 2014 schon bei lediglich 5,3 Hektar / Tag. Ziel des Landes ist ein Verbrauch im Jahr 2020 von nur noch 3 Hektar / Tag.

Weiterführende Informationen finden Sie im Strategieprogramm des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur Baden Württemberg "Reduzierung Flächenverbrauch" und auf der Seite des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zum Bodenverbrauch durch Flächeninanspruchnahme.  

Ansprechpartner Bodenschutz

  • Alfdorf, Allmersbach im Tal, Althütte, Auenwald, Fellbach, Großerlach, Kaisersbach, Kernen im Remstal, Korb, Murrhardt, Plüderhausen, Remshalden, Rudersberg, Schorndorf, Sulzbach an der Murr, Urbach, Waiblingen, Weinstadt, Weissach im Tal, Welzheim, Winterbach
    Frau Grün
    07151 501 - 2753
    f.gruen(@)rems-murr-kreis.de
  • Aspach, Backnang, Burgstetten, Kirchberg an der Murr, Oppenweiler, Spiegelberg
    Herr Schneider
    07151 501 - 2828
    h.schneider(@)rems-murr-kreis.de
  • Berglen, Leutenbach, Schwaikheim, Winnenden
    Herr Burkhardt
    07151 501 - 2755
    r.burkhardt(@)rems-murr-kreis.de

Weitere Informationen

Wie Bodenschutz bei Baumaßnahmen zu berücksichtigen ist und was bei der Verwertung von Baureststoffen und dem Einsatz von Baustoffrecyclingmaterial zu bedenken ist, erfahren Sie in den verlinkten Merkblättern.

Kontakt

Technisches Landratsamt
Stuttgarter Straße 110
71332 Waiblingen
07151 501-2254
07151 501-2789
umweltschutz(@)rems-murr-kreis.de

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