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Autor: Leonie Ries
Artikel vom 12.12.2018

Ab 1. Januar 2019: Bessere Busverbindungen in Backnang und Umgebung

Die Kreisverwaltung, der VVS und die (Ober-)Bürgermeister der beteiligten Gemeinden freuen sich auf Start des neuen Betreibers. Foto: Landratsamt
Der 1. Januar 2019 bringt spürbare Verbesserungen des ÖPNV im Raum Backnang mit sich. Foto: Landratsamt

Neuer Betreiber ist FMO / Eine neue Linie, dichtere Takte und neue Direktverbindungen

Zum 1. Januar 2019 gibt es im Bereich Backnang und im Weissacher Tal ein deutlich verbessertes Busangebot. Fahrgäste können sich auf eine neue Linie, dichtere Takte und neue Direktverbindungen freuen. Die Buslinien werden künftig von der Bahntochter Friedrich Müller Omnibusunternehmen GmbH (FMO) betrieben. 

„Mit dem neuen Betreiber beginnt eine neue Ära des öffentlichen Nahverkehrs in und um Backnang: Das Busangebot wird spürbar attraktiver“, freut sich Landrat Dr. Richard Sigel. „Dazu trägt auch die große Tarifzonenreform ab April 2019 bei, durch die das Bus- und Bahnfahren auf vielen Strecken deutlich günstiger wird. Das motiviert hoffentlich viele Bürgerinnen und Bürger zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr“, so der Landrat. 

Für den Betrieb der neuen Linien haben FMO und drei Auftragsunternehmen 30 neue Fahrzeuge im Einsatz. Die Euro-6-Busse sind nach modernsten Komfort- und Umweltstandards ausgerüstet. „Die Busse sind komplett barrierefrei und haben moderne Innenanzeigen, die über den Fahrtverlauf informieren. Außerdem sind sie alle mit USB-Ladesteckdosen, WLAN und Klimaanlagen ausgerüstet“, so FMO-Geschäftsführer Marco Trovato. Dass FMO das bisherige Fahrplanangebot deutlich aufgestockt hat, zeigen die Zahlen. „Wir fahren über 425.000 Kilometer pro Jahr mehr als früher“, erklärt Trovato. 

„Für Backnang bringen die neuen Linienbündel ab dem neuen Jahr einen freudvollen ÖPNV-Dreisprung: Mehr, besser, kostengünstiger. Im Stadtgebiet gibt es zukünftig mehr Busangebote. Die Busverkehre werden besser auf Regionalexpress sowie auf S3 und S4 abgestimmt. Die südlichen Stadtteile Waldrems und Heiningen werden besser an die Einkaufsmärkte im Süden der Stadt angebunden. Und nicht zuletzt sind Gesundheitszentrum und Industrie- und Gewerbegebiet Lerchenäcker zukünftig per Bus besser erreichbar. Trotz alledem können die Kosten für die Stadt und damit letztlich für den Steuerzahler um rund 430.000 Euro jährlich gesenkt werden“, freute sich Backnangs Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper. 

Anlässlich der Inbetriebnahme sagte VVS-Geschäftsführer Horst Stammler: „Unser Dank gilt einerseits dem Rems-Murr-Kreis sowie den Städten und Gemeinden, die den Schritt getan haben, ein höheres Fahrplanangebot vorzusehen. Andererseits gebührt dem Busunternehmen FMO ein großer Dank, das die geforderten Mindestleistungen in seinem Antrag nochmal deutlich überschritten hat.“ Er bittet auch um Verständnis, wenn angesichts neuer Busse, neuer Fahrer und neuem Fahrplan am Anfang noch nicht alles hundertprozentig klappen sollte. „Erfahrungsgemäß braucht es ein paar Wochen, bis sich alles eingespielt hat“, so Stammler.  

Haushaltsverteilung und Schnupperfahrten 

Die betroffenen Haushalte in den Gemeinden werden im Rahmen einer Haushaltsverteilung in der zweiten Dezemberhälfte über alle wichtigen Änderungen informiert.

Die Fahrpläne für die neuen Angebote sind bereits im Internet auf den Seiten des Verkehrsverbundes Stuttgart abrufbar.  

Wer das neue Angebot testen möchte, hat zum Start des neuen Bündels am Dienstag, 1. Januar 2019 (bis Betriebsschluss um 6 Uhr des Folgetages) die Möglichkeit dazu. Auf allen Linien kann man den ganzen Tag kostenlos mitfahren.

Hintergrund

Seit 2009 ist die EU-Verordnung Nr. 1370/2007 in Kraft. Sie gibt vor, dass alle Buslinien, die öffentlich gefördert werden, nach bestimmten Vergabevorschriften ausgeschrieben werden müssen. Damit nicht jede einzelne Linie extra vergeben werden muss, wurden Linienbündel geschnürt, in diesem Fall die Bündel 9, 10 und 11 im Rems-Murr-Kreis. Für die Fahrten in den Linienbündeln 9 und 10 bekommt FMO keine Zuschüsse durch den Landkreis und die Kommunen. Das Risiko der eigenwirtschaftlichen Verkehre trägt allein das Verkehrsunternehmen, das aber die Fahrgeldeinnahmen bekommt. Zum Linienbündel 9 gehören die Linien 359, 360, 361, 362, 362A, 363, 368, 368A, 369, 370 und N36. Das Bündel 10 umfasst die Linien 367, 367A, 455, 467, 477 und 488. 

Für das Bündel 11 wurde ein wettbewerbliches Vergabeverfahren durchgeführt, bei dem sich die FMO gegen vier Mitbewerber durchgesetzt hat. Zu diesem Linienbündel gehören die Linien 365, 365A, 366, 381, 382, 382A, 383, 384 und 393, für die es öffentliche Zuschüsse gibt.

Text: VVS (ries/12.12.18)

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