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Autor: Bernhard Koch
Artikel vom 25.11.2019

Hasenpest: Fall auf Obstbaumwiese zwischen Schorndorf und Berglen

Zur Vorsicht sollten wilde Hasen und Nagetiere nicht berührt werden und Hunde vor allem von verendeten Tieren ferngehalten.
Zur Vorsicht sollten wilde Hasen und Nagetiere nicht berührt werden und Hunde vor allem von verendeten Tieren ferngehalten.

Veterinäramt des Landratsamts rät: Direkten Kontakt mit wilden Hasen und Nagern meiden.

Auf einer Obstbaumwiese im Dreieck zwischen den beiden Schorndorfer Teilorten Schornbach und Buhlbronn sowie Streich in der Gemeinde Berglen wurde ein schwer kranker Feldhase gefunden und positiv auf die Hasenpest (Tularämie) getestet.

Für Hasen und andere Nagetiere ist die Bakterieninfektion sehr gefährlich. Die Tiere erkranken und verenden an dem Erreger. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass sich Hunde anstecken, sollten Hundehalter darauf achten, ihre Tiere von Wild fernzuhalten.

Menschen können sich vor allem durch den Kontakt mit toten Hasen infizieren: Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, tote Hasen nicht anzufassen und wildlebende Nagetiere nicht zu berühren, also nicht zu streicheln oder zu fangen. Dann besteht keine Gefahr, an der Hasenpest zu erkranken.

Die akute Tularämie ruft unter anderem starkes Fieber, Lymphknotenschwellung, Durchfall, Erbrechen oder Atemnot hervor. Die Krankheit kann beim Menschen jedoch mit Antibiotika gut behandelt werden.

Tot aufgefundene Tiere sollten beim Kreisjagdamt des Landratsamts Rems-Murr-Kreis unter der Nummer 07191 895-4369 oder beim örtlichen Polizeirevier gemeldet werden. Nennen Sie dabei bitte den genauen Fundort der verendeten Hasen. Der zuständige Jagdpächter kann verendet aufgefundene Hasen zur Untersuchung an das Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt in Fellbach bringen oder über eine Sammelstelle für Tierkadaver unschädlich beseitigen.

Bei Fragen zum Krankheitsverlauf oder zur etwaigen Übertragung der Tularämie empfiehlt das Veterinäramt, sich an den behandelnden Tierarzt zu wenden.

Die sogenannte Hasenpest ist in ganz Europa verbreitet. In diesem Jahr wurden in Baden-Württemberg bisher 31 Fälle gemeldet. Es ist inzwischen davon auszugehen, dass der Erreger dauerhaft in Baden-Württemberg vorkommt. Zu beobachten ist eine saisonale Häufung der Fälle im späten Frühjahr und im Herbst.

Im Rems-Murr-Kreis wurden auch in den Vorjahren immer wieder einzelne verendete Feldhasen gefunden, die an der Hasenpest erkrankt waren. Der letzte Fund ereignete sich im September bei Kirchberg.

(koch/27.11.2019)

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