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Autor: Leonie Ries
Artikel vom 17.09.2019

Niedrigwasser: Wasserentnahme aus Flüssen und Seen nur mit Erlaubnis

Die renaturierte Rems am Schorndorfer Baurenwasen bei Niedrigwasser. Foto: Landratsamt
Die renaturierte Rems am Schorndorfer Baurenwasen bei Niedrigwasser. Foto: Landratsamt

Die anhaltende Trockenheit führt zu niedrigen Wasserständen / Stresssituation für Fische 

Die anhaltend warme und trockene Wetterlage der letzten Wochen und Monate hat in den Fließgewässern im Landkreis zu sehr niedrigen Wasserständen geführt. Auch ein Regenschauer zwischendurch reicht bei weitem nicht aus, um das bereits seit dem Trockenjahr 2018 bestehende Niederschlagsdefizit wieder auszugleichen.  

Deshalb kann nicht zu jeder Zeit beliebig viel Wasser aus einem Gewässer entnommen werden. Wer mit einer Pumpe größere Mengen Wasser entnehmen möchte, braucht eine Erlaubnis vom Landratsamt als Untere Wasserbehörde. Diese prüft dann, ob die erforderliche Mindestmenge Wasser trotzdem noch erhalten bleibt. Übrigens: Um kleine Mengen Wasser ohne Pumpe zu entnehmen, braucht man keine Erlaubnis. In extrem trockenen Zeiten muss das Landratsamt allerdings komplett verbieten, Wasser zu entnehmen – mit oder ohne Erlaubnis. 

Hintergrund:

Je niedriger der Wasserstand ist, desto schneller wärmt sich das Gewässer auf. Je wärmer das Wasser, desto geringer ist der lebensnotwendige Sauerstoffgehalt. Das bedeutet mehr Stress für Wassertiere wie Fische und Kleinstlebewesen. Der Stress erhöht sich zudem dadurch, dass bei niedrigerem Wasserstand auch weniger Lebensraum zur Verfügung steht.  

Gleichzeitig leidet die Ufervegetation unter niedrigen Wasserständen und Trockenstress. Dadurch ist auch die Nahrungsquelle für Vögel und Insekten gefährdet. Außerdem nimmt bei niedrigen Wasserständen die Selbstreinigungskraft der Gewässer ab. Gelangt ein Schadstoff ins Wasser, kann es schlechter abgebaut werden und wird durch die geringe Wasserführung weniger stark verdünnt.

(ries/17.9.19)

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