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Autor: Martina Keck
Artikel vom 12.04.2019

Landkreis schließt seine Vergabeverfahren im Busverkehr erfolgreich ab

Das Busbündel im Bereich Winnenden/Berglen übernimmt ab 1. August die Firma Dannenemann. Foto: Dannenmann
Das Busbündel im Bereich Winnenden/Berglen übernimmt ab 1. August die Firma Dannenemann.

Gewinner der letzten Ausschreibung ist die Firma Dannenmann im Bereich Winnenden/Berglen / Die Zahl der Fahrplankilometer konnte insgesamt um 1,2 Millionen Kilometer erhöht werden

Die Firma Omnibus Dannenmann Linien- und Reiseverkehr GmbH aus Weinstadt ging im europaweiten Wettbewerb um den Betrieb von Busleistungen im Öffentlichen Personennahverkehr des Verkehrsraums Winnenden/Berglen als Gewinner hervor. Die Firma übernimmt somit zum 1. August 2019 folgende Linien:

  • Linie 331: Winnenden – Breuningsweiler – Lehnenberg – Steinach (- Bretzenacker)

  • Linie 333: Winnenden – Buoch (– Rohrbronn)

  • Linie 336: Winnenden – Birkmannsweiler – Erlenhof – Hößlinswart – Oppelbohm

  • Linie 337: Winnenden – Bürg – Oppelsbohm

  • Linie 337A: Winnenden – Birkmannsweiler – Höfen – Baach – Hertmannsweiler

  • Linie 338: Erlenhof - Kottweil - Ödernhardt – Bretzenacker - Erlenhof

  • Linie 339: Korb – Schwaikheim – Winnenden –Rems-Murr-Klinikum

Somit löst Omnibus Dannenmann die bisherigen Betreiber Knauss Reisen Dieter Frank GmbH & Co. KG aus Schorndorf und Omnibus-Verkehr Ruoff GmbH aus Waiblingen ab. Die Linie 331 betreibt die Firma Dannenmann bereits heute.

Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von neun Jahren. Mit der Zuschlagserteilung Anfang dieser Woche besiegelten der Rems-Murr-Kreis und die Firma Dannenmann ihre Partnerschaft bis Mitte 2028. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Angebot die Ausschreibung gewonnen haben. In den nächsten neun Jahren wollen wir für die Menschen in Winnenden und Berglen ein kundenorientierter und vertrauensvoller Partner sein“ sagt Geschäftsführer Markus Dannenmann.

Landrat Dr. Richard Sigel zeigt sich zufrieden mit dem reibungslosen Verfahrensverlauf: "Der Ausgang des Verfahrens zeigt, dass sich regionale und auch kleinere Busunternehmen im europaweiten Wettbewerb behaupten können.“ Verkehrsdezernent Peter Zaar freut sich, dass der Zuschlag an ein im Landkreis ansässiges Unternehmen gegangen ist: „Mit der Firma Dannenmann bekommen wir im Bereich Winnenden/Berglen ein sehr erfahrenes Unternehmen, das dort durch den bisherigen Betrieb der Linie 331 kein unbekannter Busbetreiber ist und das auch sonst auf langjährige Erfahrungen im Buslinienverkehr des Rems-Murr-Kreises aufbauen kann.“

Mit der Zuschlagserteilung für die Verkehre im Bereich Winnenden/Berglen schließt der Landkreis gleichzeitig die Vergabeverfahren für die Buslinienverkehre im Rems-Murr-Kreis erfolgreich ab. Entsprechend den EU-Vorgaben wurden für 13 Verkehrsgebiete (sogenannte Linienbündel) insgesamt 14 wettbewerbliche Vergabeverfahren durchgeführt.

In sechs der 14 Vergabeverfahren haben Busunternehmen erfolgreich eigenwirtschaftliche Anträge auf Liniengenehmigungen beim Regierungspräsidium Stuttgart gestellt. Das heißt, diese Busverkehrsleistungen bestreiten die Betreiberfirmen nur aus den Fahrgeldeinnahmen und Ausgleichsleistungen für die Schülerbeförderung, ohne direkte Zuschüsse des Landkreises bzw. der Kommunen vor Ort. Bei zwei weiteren wettbewerblichen Vergaben, bei denen mittelstandsfreundliche Direktvergabeverfahren möglich waren, hat der Landkreis diese Möglichkeit genutzt und die Verkehre auf diese Art und Weise vergeben. Die restlichen sechs Verfahren mussten europaweit ausgeschrieben werden. Dabei ist jeweils das Unternehmen mit dem wirtschaftlichsten Angebot als Sieger hervorgegangen.

Im Zuge der Vergabeverfahren ist es gelungen, die Busverkehrsleistungen im Rems-Murr-Kreis um rund 15 Prozent zu steigern. Das bedeutet: Die Zahl der Fahrplankilometer konnte um 1,2 Millionen Kilometer erhöht werden – von rund acht Millionen Fahrplankilometern (Jahr 2015) auf rund 9,2 Mio. Fahrplankilometer ab dem Jahr 2020. Die erfreuliche Angebotsausweitung fußt im Wesentlichen auf drei Komponenten: Zum einen resultieren die Leistungssteigerungen aus dem Nahverkehrsplan des Rems-Murr-Kreises, der unter anderem wesentliche Verbesserungen des Busangebots im ländlichen Raum beinhaltet. Zum anderen sind die Umsetzung der Vorgaben des ÖPNV-Pakts zum verlässlichen S-Bahn-Zubringer-Standard sowie die von den Busunternehmen in den eigenwirtschaftlichen Anträgen zusätzlich angebotenen Mehrkilometer der Grund für die verkehrlichen Verbesserungen.

Auch wenn durch die Vergabeverfahren Veränderungen in der Unternehmerlandschaft im Busverkehr des Landkreises zu verzeichnen sind, so ist festzustellen, dass keine neuen Marktteilnehmer außerhalb des VVS-Verbundgebietes in den Vergabeverfahren Fuß gefasst haben. „Das war so nicht unbedingt zu erwarten, zeigt aber die hohe Leistungsbereitschaft der regionalen Busunternehmen im VVS sowie der im Rems-Murr-Kreis ansässigen mittelständischen Unternehmen“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. Verkehrsdezernent Dr. Peter Zaar ergänzt, dass es den hier langjährig ansässigen Verkehrsunternehmen offensichtlich auch leichter fällt, die im VVS geforderten hohen Standards zu erfüllen – zum Beispiel was die Qualität und Ausstattung der Busse sowie der Fahrgastinformation oder den Vertrieb angeht. „Ein weiterer Aspekt für diese Entwicklung ist sicherlich auch die Tatsache, dass der Rems-Murr-Kreis im aktuellen Nahverkehrsplan vergleichsweise kleine Linienbündel, was die Zahl der Fahrplankilometer betrifft, für die Vergabeverfahren vorgegeben hatte“, so Zaar.

(keck/12.4.19)

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