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Autor: Martina Keck
Artikel vom 08.04.2019

Borkenkäfer: Besonders starker Befall in den Wäldern des Rems-Murr-Kreises

Borkenkäferfläche in Murrhardt: Die Fläche wurde bereits geräumt, um die Ausbreitung des Borkenkäfers zu verhindern. Im Hintergrund sind befallene Fichten zu sehen. Foto: Landratsamt
Borkenkäferfläche in Murrhardt: Die Fläche wurde bereits geräumt, um die Ausbreitung des Borkenkäfers zu verhindern. Im Hintergrund sind befallene Fichten zu sehen.

Extrem trockener Sommer im letzten Jahr hat deutliche Schäden verursacht / Appell an alle Waldbesitzer: Befallene Bäume müssen aufgearbeitet werden.

Erneut löst der Borkenkäfer ein flächendeckendes Sterben der Fichte aus. Der Borkenkäfer konnte durch den milden Winter überleben und sich gut vermehren. Zusätzlich hat der Sommer im letzten Jahr die Bäume teils ausgetrocknet. Das hat die Bäume geschwächt und ihre Abwehrmechanismen eingeschränkt. Das Jahr 2019 wird somit ein massives Problemjahr in Sachen Borkenkäfer.

In den privaten, kommunalen und staatlichen Wäldern läuft die Aufarbeitung auf Hochtouren. Dennoch sind überall betroffene Fichten zu sehen – zu erkennen an ihrer roten Färbung. Durch den Borkenkäferbefall wird der Wassertransport in die Krone unterbrochen, sodass die Nadeln vertrocknen. Die Käfer breitet sich von diesen roten Fichten exponentiell weiter aus: Ausgehend von 20 befallenen Fichten können im Spätsommer weitere 8.000 Fichten befallen sein.

Besonders drastisch ist der Zustand der Tanne – die als Hoffnungsträger unter den Waldbaumarten im Klimawandel gilt. In Folge der Trockenheit kommt es nun auch dort zu massivem Käferbefall. Die Kronen färben sich rot und die Rinde fällt ab. Beinahe täglich kommen neu absterbende Bäume hinzu. Auch hier werden Massenvermehrungen der Käfer erwartet, die zu weiteren Schäden führen werden.

Wie stark die Buche betroffen ist, bleibt noch abzuwarten. Allerdings sind bereits jetzt deutliche Trockenschäden zu erkennen. Voraussichtlich muss auch hier mit vielen absterbenden Bäumen in diesem Jahr gerechnet werden. Ein klares Bild wird sich erst nach dem Blattaustrieb im Mai zeigen.

In allen Waldbesitzarten werden mit Waldarbeitern und Forstunternehmern befallene Bäume aufgearbeitet, um den Käfern geeigneten Brutraum zu entziehen.

Alle Waldbesitzer werden daher dringend gebeten ihre Wälder regelmäßig auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren. Befallene Bäume müssen zügig gefällt und an den Waldrand transportiert werden. Das Forstamt im Landratsamt berät und unterstützt betroffene Waldbesitzer gerne.

(keck/08.04.19)

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