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Wolf auf Wildkamera in Kirchberg an der Murr abgelichtet
Für die Bevölkerung besteht kein Anlass zur Besorgnis
Das Kreisforstamt informiert über einen aktuell im Raum Kirchberg an der Murr umherziehenden Wolf. Er wurde am 07. und 08. August 2026 von einer Wildkamera aufgenommen. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) hat bestätigt, dass es sich gesichert um einen Wolf handelt.
Nach aktueller Kenntnis ist es ein durchziehender Einzelwolf. Ob es sich bei diesem Wolf um dasselbe Tier handelt, das Ende Juli in Plüderhausen gesichtet wurde, kann anhand der Bildaufnahmen nicht nachgewiesen werden, kann jedoch auch nicht ausgeschlossen werden. Solche Tiere legen auf ihren Wanderungen teilweise mehrere hundert Kilometer zurück und halten sich in der Regel nicht dauerhaft in einem Gebiet auf.
Für die Bevölkerung besteht daher aktuell kein Anlass zur Besorgnis und auch kein besonderer Handlungsbedarf. Angriffe freilebender Wölfe auf Menschen sind in Deutschland äußerst selten, da die Tiere den Kontakt zu Menschen meiden.
Forstdezernent Gerd Holzwarth rät Waldbesuchenden grundsätzlich:
„Verhalten Sie sich bitte umsichtig und respektvoll gegenüber allen Wildtieren und beachten bitte folgende Hinweise:
• Halten Sie Abstand zu allen Wildtieren und nähern Sie sich ihnen nicht oder bedrängen sie
gar.
• Bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen und beachten Sie die Ruhezeiten des Wildes.
• Beachten Sie die Leinenpflicht für Hunde in Schutzgebieten.
• Füttern Sie Wildtiere nicht und lassen Sie keine Speisereste liegen, damit Wildtiere nicht
angelockt werden und ihre natürliche Scheu verlieren.“
Wölfe in Baden-Württemberg
Mit durchziehenden Wölfen muss grundsätzlich überall in Baden-Württemberg gerechnet werden. Derzeit sind im Schwarzwald beispielsweise vier männliche Wölfe sowie ein Wolfspaar bestätigt.
Auch im Rems-Murr-Kreis wurde im April 2024 im Raum Rudersberg ein Wolfsnachweis erbracht. Damals bestätigte die FVA anhand genetischer Untersuchungen, dass ein Wolf für den Riss eines Schafes verantwortlich war.
Zuletzt wurde zudem eine Wildkameraaufnahme vom 25. Juli 2026 aus dem Raum Plüderhausen von der FVA als sicherer Nachweis eines Wolfes eingestuft.
Im Frühjahr 2026 wurden nach gemeldeten Rehrissen im Raum Murrhardt ebenfalls mögliche Hinweise auf einen Wolf überprüft. Die genetische Untersuchung ergab jedoch, dass die Risse eindeutig von einem Hund stammen.
Ansprechpartner, wenn der Verdacht auf einen Wolf besteht
„Wer einen Wolf im Rems-Murr-Kreis beobachtet, Hinweise auf dessen Anwesenheit hat oder ein gerissenes Wildtier findet, wendet sich bitte an die Wildtierbeauftragten des Landkreises, Hannah Held und Dominic Hafner, telefonisch unter 07151-501-4369 oder per Mail an forst@rems-murr-kreis.de“, so Dezernent Gerd Holzwarth.
Weitere Informationen zum Wildtiermanagement und zum Wolf finden sich auf der Homepage des Wildtierportals Baden-Württemberg sowie auf der Homepage der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg. Die Website des Wildtierportals Baden-Württemberg informiert über bestätigte Wolfsnachweise.
(SoSt)
