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Zukunft des Weinbaus im Rems-Murr-Kreis wird gemeinsam gestaltet
Landratsamt lädt im April zu Bürgerveranstaltungen zum ILEK „Zukunft des Weinbaus im Rems-Murr-Kreis“ ein
Der Weinbau im Rems-Murr-Kreis steht vor großen Herausforderungen. Sinkender Weinkonsum, steigende Produktionskosten und der demografische Wandel setzen viele Betriebe zunehmend unter Druck. Immer mehr Flächen werden aufgegeben – mit spürbaren wirtschaftlichen und ökologischen Folgen. Diese Entwicklung wollen der Landkreis, die Winzerinnen und Winzer sowie die Kommunen nicht einfach hinnehmen. Gemeinsam suchen sie nach nachhaltigen Lösungen – und setzen dabei auf das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK).
Mittlerweile schreitet das ILEK „Zukunft des Weinbaus im Rems-Murr-Kreis“ mit großen Schritten voran. Nachdem in den vergangenen Monaten intensive Planungen in der Steuerungsgruppe, verschiedenen Expertengesprächen und Workshoprunden stattgefunden haben, sind nun im April Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich aktiv am Prozess zu beteiligen.
In drei Veranstaltungen werden die bisherigen Ergebnisse sowie neue gesetzliche Regelungen und Unterstützungsmöglichkeiten vorgestellt. Zielgruppe sind insbesondere Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Bewirtschafter von Rebflächen, aber auch weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Ein Schwerpunkt der Informationsveranstaltungen liegt auf der Vermittlung praxisnaher Lösungswege und rechtlicher Rahmenbedingungen für den Erhalt der Rebflächen.
Im Dialog mit Experten des Landratsamtes werden Informationen zu Förderung, rechtlichen Pflichten und
Unterstützungsmöglichkeiten vorgestellt.
Außerdem werden beispielhaft alternative Nutzungsmöglichkeiten für Rebflächen vorgestellt. Die Teilnehmenden haben dabei ausreichend Raum, ihre individuellen Fragen und Anliegen direkt einzubringen.
ILEK als strategisches Instrument
Das ILEK stellt ein wirkungsvolles Instrument zur Entwicklung des ländlichen Raums dar. Es verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem die Weinbauregion nicht nur als Arbeits-, sondern auch als Lebens-, Natur- und Erholungsraum gestärkt werden soll. Dabei spielen regionale Besonderheiten ebenso eine Rolle wie der Aufbau lokaler Netzwerke und die Aktivierung vorhandener Potenziale. Im Fokus stehen die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Weinbau, die Lösung von Nutzungskonflikten aufgegebener Flächen sowie deren sinnvolle Nachnutzung. Auch neue Wertschöpfungsketten und die Sicherung von Arbeitsplätzen sind zentrale Ziele.
Drei Termine – Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen zehn Kommunen sind eingeladen
Um eine gute Erreichbarkeit zu gewährleisten, finden die Termine verteilt im Rems-Murr-Kreis statt – die Inhalte sind jeweils identisch:
• Dienstag, 14. April 2026, 18:30 Uhr: Stiftskeller, Weinstadt-Beutelsbach
• Donnerstag, 16. April 2026, 18:30 Uhr: Hermann-Schwab-Halle, Winnenden
• Donnerstag, 23. April 2026, 18:00 Uhr: Großer Sitzungssaal Rathaus, Fellbach
Drei Handlungsfelder für eine starke Region
Der Entwurf des ILEK stützt sich auf drei strategische Säulen, um den Weinbau zukunftsfähig aufzustellen:
• Handlungsfeld 1: Weinbau stärken und weiterentwickeln
• Handlungsfeld 2: Nachnutzungsoptionen für (ehemalige) Weinbauflächen entwickeln
• Handlungsfeld 3: „Changemanagement“ – Steuerung und Begleitung
Hintergrundinformationen
Das Land Baden-Württemberg fördert das ILEK mit 75 Prozent der Gesamtkosten. Insgesamt stehen 37.500 Euro Fördermittel zur Verfügung. Die verbleibenden Mittel tragen die beteiligten Kommunen. Koordiniert wird das Projekt vom Landratsamt unter Federführung des Dezernenten für Forst, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Gerd Holzwarth.
Das Landratsamt Rems-Murr-Kreis hat die Ausschreibung für das ILEK übernommen. Den Zuschlag erhielt das Planungsbüro Neuland + Regionalbüro Hohenlohe-Franken, das bereits durch das erfolgreiche ILEK „Miraculix“ zur Förderung des Streuobstbaus im Landkreis überzeugen konnte.
(raßmus/31.03.26)