Rems-Murr-Kreis (Druckversion)
Autor: Juliane Jastram
Artikel vom 19.07.2021

Hochwasser-Einsatz beendet: Feuerwehrleute und Rettungskräfte wohlbehalten zurück

 Feuerwehrleute des Katastrophenschutzzug Hochwasser. Foto: Landratsamt
Wohlbehalten zurück: Feuerwehrleute des "Katastrophenschutzzuges Hochwasser". Foto: Landratsamt.
 

Hochwasserzug mit fünf Fahrzeugen und 18 Mann / Rettungskräfte von DRK und Malteser mit Krankentransportwagen vor Ort / Landrat dankt für den Einsatz

Feuerwehrleute aus dem Rems-Murr-Kreis sind am späten Donnerstagabend mit einem sogenannten „Katastrophenschutzzug Hochwasser“ in Richtung Rheinland-Pfalz abgerückt. Der DRK-Kreisverband und die Malteser hatten am Donnerstagnachmittag bereits je einen Krankentransportwagen mit zwei Einsatzkräften ins Hochwassergebiet entsandt.

Landrat Dr. Richard Sigel und Kreisbrandmeister René Wauro hatten die Feuerwehrleute in der Nacht zu Freitag persönlich verabschiedet und ihnen für ihren Einsatz alles Gute gewünscht. Für den Rems-Murr-Kreis sei der Einsatz eine Selbstverständlichkeit, zumal man schon selbst von Hochwasser getroffen wurde und Hilfe erfuhr. Die Erfahrung, die man bei den Flutkatastrophen beim Elbehochwasser im Partnerlandkreis Meißen bei Hilfsaktionen gesammelt hat, ist sicher auch in Rheinland-Pfalz von Wert.

Vor Ort in Kordel, nahe der Grenze zu Luxemburg, haben die Feuerwehrleute aus dem Rems-Murr-Kreis am Freitag und Samstag die örtlichen Kräfte unter anderem dabei unterstützt, Keller auszupumpen, Schlamm von den Straßen zu entfernen und Öltanks abzusichern. Nach zwei Tagen konnten die Feuerwehrleute aus dem Rems-Murr-Kreis dann wieder die Rückfahrt antreten und kamen am späten Samstagabend wohlbehalten zurück. Für den Moment stehen keine weiteren Hochwasser-Einsätze an. Die Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt steht jedoch weiter mit dem Regierungspräsidium in Kontakt und ist in Alarmbereitschaft – für den Fall, dass weiterer Bedarf besteht. Der Partnerlandkreis Meißen, den der Landrat mit einer Delegation des Kreistags am Wochenende besucht hat, hatten ebenfalls Hilfe angeboten. Die nach dem Elbehochwasser dafür eigens angeschafften Hochleistungspumpen wurden aber bisher noch nicht angefordert.

„Die furchtbaren Bilder aus den Hochwassergebieten machen betroffen“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Einmal mehr spüren wir, wie sehr wir der Natur ausgeliefert sind und wie unverzichtbar eine funktionierende Feuerwehr und Rettungskräfte für alle von uns in der Not sind. Mein herzlicher Dank gilt all den Helfern, die vor Ort mit angepackt haben und weiter Hilfe leisten. Dieses große ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute und Rettungskräfte ist alles andere als selbstverständlich“, so der Landrat weiter. „Und ich bin dankbar für die große Solidarität, die auch in der Bevölkerung spürbar ist. Zahlreiche Spendenangebote haben uns erreicht, wichtig sind aber vor allem finanzielle Spenden, weil Sachspenden in einer solchen Situation logistisch kaum zu steuern seien.“

 

Hintergrund: Der Katastrophenschutzzug Hochwasser            

Der Katastrophenschutzzug Hochwasser ist eine definierte taktische Einheit gemäß der Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums über die Stärke und Gliederung des Katastrophenschutzdienstes. Die Einheit besteht aus 18 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen:

  • Führungsfahrzeug
  • Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz
  • Rüstwagen
  • Gerätewagen-Logistik
  • Mannschaftstransportwagen


Der Zug aus dem Rems-Murr-Kreis wurde von der Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz des Landratsamts aus vier Feuerwehren zusammengestellt:

  • Feuerwehr Schorndorf (Führungsfahrzeug + Rüstwagen)
  • Feuerwehr Winterbach (Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz)
  • Feuerwehr Auenwald (Gerätewagen-Logistik)
  • Feuerwehr Welzheim (Mannschaftstransportwagen)

Aktuell ist noch ein Krankentransportwagen aus dem Rems-Murr-Kreis vom DRK mit zwei Einsatzkräften vor Ort in Rheinland-Pfalz.

 

Hinweis: Bitte keine Sachspenden ins Hochwassergebiet schicken

Der DRK Kreisverband Rems-Murr bittet darum, von Sachspenden in die Hochwassergebiete abzusehen. Die Hilfskräfte vor Ort werden mit Sachspenden überschüttet. Hilfreich sind weiterhin Geldspenden. Hierzu hat der DRK-Bundesverband folgendes Konto eingerichtet:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Hochwasser

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