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Autor: Maiju Zóe Wilhelm
Artikel vom 28.09.2020

Auszeichnung für Projekt „Bienenroute“ im Rems-Murr-Kreis mit UN-Preis

 Am 17. September überreichte Landrat Dr. Sigel den Preis der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ an den Verein bienformatik e.V.. Foto: Landratsamt.
Am 17. September überreichte Landrat Dr. Sigel den Preis der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ an den Verein bienformatik e.V.. Foto: Landratsamt.

Landrat übergibt Urkunde an den Verein bienformatik e.V. / Artenvielfaltsprojekt ausgezeichnet

Im Rahmen der Gründung des Netzwerks Artenvielfalt konnte Landrat Dr. Sigel jüngst den Preis der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ an den Verein bienformatik e.V., vertreten durch die Herren Bernhard Willi und Wolfgang Kirchner, überreichen.

„Als ich die Landkarte auf der Homepage der UN-Dekade Biologische Vielfalt geöffnet habe, sah ich in ganz Deutschland viele Symbole mit blauen Blumen. Beim Zoom auf den Rems-Murr-Kreis stellte ich fest, dass wir bislang noch kein von der UN ausgezeichnetes Projekt haben“, so Landrat Dr. Richard Sigel in seiner Laudatio, sichtlich stolz, jetzt auch im Landkreis ein solches verorten zu können. Preiswürdig für die Juroren war an der Bienenroute das Anlegen, Erfassen und Auswerten der heimischen biologischen Vielfalt. Die Idee entstand aus der Not der Imker, ganzjährig Blüten für die Bienen in einem passenden Abstand zu finden. Denn wenn der Abstand zur nächsten Nahrungsquelle nicht ausreicht, kann die Biene nicht ausreichend ernährt werden und keinen Honig mehr produzieren.

Der pensionierte Informatiker und Bienenfreund Bernhard Willi hat sich daher an den PC gesetzt und kurzerhand die Website www.bienformatik.org programmiert, auf der die Bienenroute und das Trachtfließband dargestellt und erläutert werden. Jeder Wanderer oder Spaziergänger, der in der Landschaft eine Blühfläche findet, kann diese mithilfe des GPS-Sensors am Handy lokalisieren und hochladen. Dort werden die Daten dann ausgewertet. Begonnen hat die Datensammlung im Zusammenhang mit der Remstal-Gartenschau und soll auch in Zukunft weitergeführt und ausgebaut werden.

Seit Herbst 2018 wurden im Rems-Murr-Kreis außerdem vielzählige Blühflächen, Schmetterlingssäume und Wildbienenhabitate angelegt – insgesamt rund vier Hektar. Diese bieten dauerhaften Lebensraum für Insekten, zum Beispiel an unterschiedlichen Standorten entlang der B14.

Weitere Infos zur UN-Dekade und vor allem zum ausgezeichneten Projekt finden Sie unter: https://www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/aktuelle-projekte-beitraege/detail/projekt-details/show/Wettbewerb/3608/.

(wil, 28.09.20)