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Autor: Martina Keck
Artikel vom 20.05.2020

Rückenwind für die Planung des Radschnellwegs zwischen Ludwigsburg und Waiblingen

 Das ist die bisherige Vorzugstrasse des Radschnellwegs Waiblingen-Ludwigsburg. Die Die konkreten Planungen erfolgen dann erst im nächsten Schritt durch die Kommunen. Karte: Landratsamt
Das ist die bisherige Vorzugstrasse des Radschnellwegs Waiblingen-Ludwigsburg. Die Die konkreten Planungen erfolgen dann erst im nächsten Schritt durch die Kommunen.

Gute Neuigkeiten für die nachhaltige Mobilität zwischen den Landkreisen / Der Name lautet RS 8

Die Planung des Radschnellweges RS 8 zwischen Ludwigsburg und Waiblingen ist ein Gemeinschaftsprojekt des Rems-Murr-Kreises mit dem Landkreis Ludwigsburg, der Stadt Ludwigsburg, der Stadt Waiblingen und der Stadt Remseck am Neckar. Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie zur möglichen Trassenführung hat der Rems-Murr-Kreis die Förderung der Planungskosten federführend für die gesamte Trasse beantragt. Inzwischen liegt die Zusage von Bund und Land über eine Förderung der Planungskosten in Höhe von insgesamt 87,5 Prozent vor – das entspricht einer Summe von 1,82 Mio. Euro. Die Förderung der Planungskosten für den RS 8 ist damit schon der zweite Erfolg nach dem Erhalt der Förderung für den RS 5 im Remstal zwischen Fellbach und Schorndorf.

Auch für den Bau können voraussichtlich bis zu 87,5 Prozent der Kosten durch Fördergelder von Bund und Land abgedeckt werden. Neben der Trasse im Remstal ist dies die zweite Radschnellverbindung im Rems-Murr-Kreis, die in die Förderprogramme von Bund und Land aufgenommen wurde.

“Dieses Projekt ist ein großartiger Beitrag zu neuer, nachhaltiger Mobilität in der Region. Es freut mich sehr, dass der Rems-Murr-Kreis, der Kreis Ludwigsburg und alle beteiligten Kommunen eine leistungsstarke und schnelle Radverbindung für Pendlerinnen und Pendler zwischen Waiblingen und Ludwigsburg realisieren möchten. Gerne unterstützt das Land sie bei diesem Vorhaben.“, gratuliert Minister Hermann, MdL.

„Auf kürzeren Strecken sowie durch Pedelecs und neue Antriebe wird Radfahren für neue Zielgruppen wie Berufspendler attraktiv. Das Land ist gerne Partner der Kommunen beim Ausbau von Radschnellverbindungen“, erklärte der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer.

„Radschnellverbindungen ebnen den Weg für nachhaltige Mobilität und können gerade beim RS 8 die Hauptverkehrsachsen zwischen unseren beiden Landkreisen entlasten“, sagt der Landrat des Rems-Murr-Kreises Dr. Richard Sigel. „Die Förderung durch Bund und Land gibt uns dabei den nötigen Rückenwind.“

Der Ludwigsburger Landrat Dietmar Allgaier hebt die gelungene Kooperation mit dem Nachbarlandkreis hervor: „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam an der Realisierung einer der ersten Radschnellwege im Land beteiligt sind.“ Der Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags hat einer Beteiligung des Landkreises Ludwigsburg am geplanten Radschnellweg zwischen Waiblingen und Ludwigsburg am 11. März zugestimmt. Nach Zusage der Förderung des Bundes wird im Landkreis Ludwigsburg für den Bauabschnitt zwischen Ludwigsburg und Remseck die Planung vorangetrieben, ebenso wie für die Radschnellwege zwischen Bietigheim-Bissingen und Stuttgart sowie Vaihingen an der Enz und Stuttgart.

Die Radschnellverbindung verbindet die Städte Ludwigsburg, Remseck und Waiblingen. „Die Verbindung der Wirtschaftsräume Ludwigsburg-Waiblingen ist wichtig und ein zentrales Anliegen nicht nur der Unternehmen, sondern auch der Menschen, wie das Projekt des Radschnellwegs zeigt“, betont Waiblingens Oberbürgermeister Andreas Hesky. „Mit dem Radschnellweg wird eine attraktive, gesunde und ökologisch wertvolle Verbindung für Radfahrer, die zügig zwischen den Städten Ludwigsburg und Waiblingen fahren wollen, geschaffen. Damit wird das Rad eine echte Alternative, gerade auch für Pendler.“

Der Ludwigsburger Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht sieht in der neuen Verbindung eine Investition in die Zukunft: „Der Ausbau des Radschnellwegs ist ein hervorragendes Beispiel für nachhaltige Mobilität über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg.“

Der Remsecker Oberbürgermeister Dirk Schönberger sieht ebenfalls einen Zugewinn: „Wir freuen uns sehr, dass mit dem Radschnellweg eine Ergänzung zu dem eher touristisch orientierten Rems-Radweg, der den Schleifen der Rems folgt, nun eine direkte Radverbindung erstellt wird, die insbesondere von den Pendlern und Rennradfahren genutzt werden kann.“

Strecke und Bauplanung

Die geplante Radschnellverbindung zwischen den Städten Ludwigsburg und Waiblingen besitzt eine Länge von rund 15 km und führt über die Stadt Remseck am Neckar. Die Gesamtkosten werden auf rund 31 Millionen Euro geschätzt. Im Zuge der Machbarkeitsstudie wurde ein Potenzial von durchschnittlich 2.100 Radfahrenden in 24 Stunden ermittelt. Die Baulast der Radschnellverbindung liegt beim Rems-Murr-Kreis, dem Landkreis Ludwigsburg sowie innerhalb der Ortsgrenzen bei den Städten Ludwigsburg und Waiblingen. Die Landkreise und Städte werden die Abschnitte in ihrer Zuständigkeit eigenständig planen. Um die Wiedererkennbarkeit von Radschnellverbindungen landesweit zu erhöhen, erhalten alle Radschnellverbindungen eine individuelle Bezeichnung. In Baden-Württemberg wird das Kürzel RS und eine fortlaufende Nummer gewählt. Der Radschnellverbindung zwischen Ludwigsburg und Waiblingen wurde die Bezeichnung „RS 8“ zugeordnet.

Hier (Link zu YouTube) gibt es ein kurzes Infovideo zum Thema Radschnellwege des Verkehrsministeriums.

(keck/20.5.20)