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Archiv 2011

Fuchs: Bei Verkehrssteuerung mehrstufig vorgehen

Landrat Johannes Fuchs (2. von rechts) besichtigte beim Gemeindebesuch mit Bürgermeister Jörg Hetzinger (rechts), den Amtsleitern der Gemeindeverwaltung und den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats den neuen Kunstrasenplatz beim Wittumstadion. Er lobte in diesem Zusammenhang die vorbildliche Ausstattung der Gemeinde mit sozialen, bildungsspezifischen und freizeitorientierten Angeboten, die Lebensqualität und Standortvorteile bedeuten. Foto: Gemeinde
Landrat Johannes Fuchs (2. von rechts) besichtigte beim Gemeindebesuch mit Bürgermeister Jörg Hetzinger (rechts), den Amtsleitern der Gemeindeverwaltung und den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats den neuen Kunstrasenplatz beim Wittumstadion. Er lobte in diesem Zusammenhang die vorbildliche Ausstattung der Gemeinde mit sozialen, bildungsspezifischen und freizeitorientierten Angeboten, die Lebensqualität und Standortvorteile bedeuten. Foto: Gemeinde

Landrat diskutierte Gemeindethemen mit Urbacher Verwaltung und Vertretern der Ratsfraktionen

Verkehrsfragen und Hochwasserschutz zählten zu den zentralen Themen bei dem Vor-Ort-Gespräch von Landrat Johannes Fuchs in Urbach mit Bürgermeister Jörg Hetzinger, dessen Amtsleitern und Vertretern der Ratsfraktionen. Hetzinger hob den Bedarf einer Entlastungsstraße hervor. Die Planung sehe eine Südtrasse in Bahnnähe vor. Er bedauert den Kurs der neuen Landesregierung, für den Neubau von Ortsumgehungen nur noch in Ausnahmefällen Landesmittel bereit zu stellen. Landrat Johannes Fuchs empfiehlt, auf einen Antrag nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) dennoch nicht zu verzichten. Es gebe gute Gründe, die Urbacher „Südtangente“ auf Landesebene zu rechtfertigen. Feinstaub und überhöhte Immissionswerte für Stickstoffdioxid (NO2) seien wesentliche Aspekte einer Verkehrsentlastung innerorts.

Einig zeigten sich Bürgermeister und Landrat, dass das vom Verkehrsministerium ins Spiel gebrachte Durchfahrtsverbot zwischen Plüderhausen und Urbach abzulehnen sei. Fuchs bot Tempokontrollen des kreiseigenen Messtrupps an. Parallel sei aber auch intensive Aufklärungsarbeit zu leisten. Hetzinger äußerte den Wunsch, drei stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen zu installieren. Fuchs schlug ein dreistufiges Vorgehen vor: nämlich erst die Umweltzone einzuführen, dann das Verkehrsverhalten zu beobachten und anhand der Erfahrungen in letzter Konsequenz Geschwindigkeitsmessungen an neuralgischen Punkten vorzunehmen. Er hält mobile Messungen für effektiver als stationäre „Blitzer“. Sollte dies jedoch nicht die gewünschte Wirkung bringen, sagte Landrat Fuchs zu, den Wunsch der Gemeinde, stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen aufzustellen, auf der Grundlage der vom Kreistag beschlossenen Rahmenbedingungen zu prüfen.

Fuchs hob hervor, dass ihn die Hochwasser-Thematik bereits seit dem verheerenden Remshochwasser 1978 beschäftige. Am 13. Januar 2011 war er im Murrtal Zeuge eines verheerenden Hochwassers, was die Notwendigkeit des Baus von Rückhaltebecken an Rems und Murr offenkundig machte. „Nachdem die Hochwasserrückhaltebecken Nummer 1, 6 und 9 realisiert sind, ist bereits eine erste Schutzwirkung gegeben“, sagte der Landrat. „Ich bedaure aber, dass es beim Becken 4 zu Verzögerungen kommt, denn auf diese Schutzeinrichtung kann im Interesse von Urbach keinesfalls verzichtet werden.“ Das Becken 4 brächte bei einem hundertjährlichem Hochwasser eine weitere Minderung der abfließenden Wassermenge um zehn Prozent. Bürgermeister Jörg Hetzinger berichtete von Urbachs Bemühungen und dem fehlgeschlagenen Versuch, Plüderhausen von der Notwendigkeit des Beckens zu überzeugen. Dem Wunsch des Wasserverbands, neue Gespräche zu führen, solle von der Nachbargemeinde Rechnung getragen werden.

Der Bürgermeister sprach auch die Bereitstellung von Betreuungskräften für behinderte Kinder in Schulen und Kindergärten an. Landrat Fuchs attestierte, dass es zunehmend schwierig sei, hierfür geeignete Kräfte zu gewinnen. Deshalb werde der Landkreis freie Träger unter Vertrag nehmen, die zukünftig die Personalgestellung garantieren sollen. Es sei daran gedacht, dieses Vorhaben im nächsten Schulhalbjahr 2012 umzusetzen. Seit Neuestem führe das Landratsamt auf seiner Internetseite eine Liste von Integrationskräften, auf der bereits die ersten Einträge abzurufen seien.

(1.12.2011 / kni) 

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