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Geschäftsbereiche und ihre Aufgaben
Klimaschutz-Portal Rems-Murr-Kreis
Hintergrund
Es ist inzwischen unbestritten, dass der Klimawandel zunehmend unsere natürlichen Lebensgrundlagen gefährdet. Der Klimaschutz gehört zu den zentralen Herausforderungen des noch jungen 21. Jahrhunderts. Dabei ist Klimaschutz kein ökologischer Luxus in Boomzeiten sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die mit ihren Technologien für mehr Energieeffizienz und für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen potentieller Motor für Innovation, Konjunktur und Beschäftigung in der Region ist.
Der Rems-Murr-Kreis hat sich den Klimaschutz zum Ziel gesetzt: Im eigenen Zuständigkeitsbereich geht der Landkreis mit gutem Beispiel voran. Gleichzeitig unterstützt er die Verankerung des Klimaschutzes in lokaler Wirtschaft und Gesellschaft. Ein Klimaschutzkonzept legt die Grundlagen für eine langfristig angelegte Klimaschutzarbeit im Rems-Murr-Kreis.
Bereits seit 2007 unternimmt der Rems-Murr-Kreis ein ganzes Bündel von Klimaschutz-Maßnahmen; einzelne Maßnahmen gehen in die 90er Jahre zurück. Die Geschäftsstelle Klimaschutz im Landratsamt ist zentraler und koordinierender Ansprechpartner für diese Querschnittsaufgabe.
Die Klimaschutzmaßnahmen des Rems-Murr-Kreises werden regelmäßig zusammengefasst: Link zum Maßnahmenkatalog Klimaschutz im Rems-Murr-Kreis.
Arbeitsbereiche
Integriertes Klimaschutzkonzept Rems-Murr-Kreis
Ehrgeiziges Ziel des kreisweiten Klimaschutzkonzeptes ist, dass der Rems-Murr-Kreis gemeinsam mit Kommunen, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und interessierten Bürgern einen Prozess in Gang setzt, an dessen Ende spürbar weniger klimaschädliche Emissionen stehen. Das Klimaschutzkonzept zeigt konkrete Maßnahmen für den Rems-Murr-Kreis auf, anhand derer Klimaschutz in den kommenden 10 bis 15 Jahren umgesetzt werden soll. Die Erarbeitung des Konzeptes wird vom Bundesumweltministerium mit ingesamt 71.400 Euro gefördert (Förderkennzeichen 03KS0754).
Die Kurzfassung beinhaltet die wichtigsten Ergebnisse des kreisweiten Klimaschutzkonzeptes und umfasst die folgenden inhaltlichen Bausteine:
- Energie und CO2-Bilanz
- Klimaschutzpotenziale zur CO2-Emissionsminderung
- mögliche Szenarien für den künftigen Klimaschutz
- regionale Wertschöpfung durch Klimaschutz
- bestehende Klimaschutzaktivitäten und Handlungsempfehlungen für die Zukunft
- Controlling und Monitoring für die Konzeptumsetzung
Die Präsentationsfolien (7MB) der öffentlichen Vorstellung des Klimaschutzkonzeptes fassen die Ergebnisse zusammen.
In einem Workshop-Dokumentationsband (Dateigröße 15 MB) sind die Programme, Präsentationen und Ergebnisse aus fünf Veranstaltungen zusammengeführt. Für die Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes haben insgesamt 270 Teilnehmer aus Kommunalverwaltung und -politik, Energieversorgungsunternehmen, Geldinstituten, Verkehrsunternehmen, Kammern und Innungen, einzelnen Firmen, der Energieberatung, Energiegenossenschaften, Lokalen Agenda 21-Gruppen, Solarvereinen, Umweltverbänden und Naturschutz, Kirchen, Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen an den folgenden Workshops teilgenommen:
- Workshop „Gebäudewirtschaft, Bauen und Wohnen“ vom 27.1.2011 in Waiblingen
- Workshop „Erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung“ vom 17.2.2011 in Murrhardt
- Workshop „Verkehr und Mobilität“ vom 3.3.2011 in Waiblingen
- Workshop „Energiesparen & innovative Energiedienstleistungen“ vom 24.3.2011 in Backnang
- Workshop„Kommunikation und Bildung für den Klimaschutz“ vom 14.4.2011 in Schorndorf
Ein Vertiefungsband zur Energie- und CO2-Bilanz geht näher auf die Methodik zur Berechnung der kreisweiten Bilanz ein.
ECOfit für mehr betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz
Im Vordergrund des ECOfit-Projekts steht die Entwicklung kostensenkender und umweltorientierter Maßnahmen in mittelständischen Unternehmen. Besonders großes Potenzial steckt erfahrungsgemäß im Energiebereich, in dem sich nicht nur unnötige Kosten, sondern auch Kohlendioxid-Emissionen für den Klimaschutz vermeiden lassen. Weitere Themen sind Abfall, Wasser/Abwasser, Gefahrstofflagerung, Umweltmanagement, umweltfreundlicher Einkauf und Mobilität.
Sechs Unternehmen aus dem Rems-Murr-Kreis haben 2011 die erste ECOfit-Runde erfolgreich beendet und sparen in Folge der angestoßenen Maßnahmen gemeinsam jährlich bis zu 580.000 Euro Betriebskosten und 515 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid ein. Die Ergebnisse sind in einer
Broschüre dokumentiert.
Im Februar 2013 ist die 2. Runde von ECOfit im Rems-Murr Kreis mit acht teilnehmenden Firmen gestartet. Mehr Informationen finden Sie
hier.
CO2-Rechner des Rems-Murr-Kreises
Berechnen Sie Ihre jährlichen CO2-Emissionen und erfahren Sie, wie Sie diese durch einfache Maßnahmen mindern können.
Link zum CO2-Rechner
Heizspiegel Rems-Murr-Kreis
Mit dem Heizspiegel Rems-Murr-Kreis können Hausbesitzer und Mieter ihren Wärmeenergieverbrauch in wenigen Schritten mit den wärmetechnischen Standards und dem durchschnittlichen Nutzerverhalten der Region vergleichen.
Broschüre Heizspiegel Rems-Murr-Kreis
Bürgerberatung bei der Energieagentur Rems-Murr gGmbH
Die Energieagentur Rems-Murr gGmbH wurde 2009 gegründet, um Bürgerinnen und Bürgern eine Anlaufstelle zu bieten, an die sie sich mit ihren Fragen zu den Themen Energieeinsparung und erneuerbare Energien kostenlos wenden können.
Link zur Energieagentur
Bioenergien in der Landwirtschaft
Der Geschäftsbereich Landwirtschaft im Landratsamt informiert, berät und unterstützt Landwirte in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe, Energiepflanzen, Biogasanlagen und Photovoltaikanlagen.
Weitere Informationen und Kontakte erhalten Sie beim Geschäftsbereich Landwirtschaft
Bioabfallvergärung in Backnang-Neuschöntal
In Backnang-Neuschöntal wird ab 2011 Strom und Wärme aus dem Bioabfall der braunen Tonne gewonnen. Mit dem Bau der Bioabfallvergärungsanlage werden voraussichtlich jährlich rund 8,7 Millionen Kilowattstunden klimafreundlicher Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Die überschüssige Wärme von voraussichtlich rund 7,8 Millionen Kilowattstunden pro Jahr soll in der anliegenden Klärschlammtrocknungsanlage der Stadt Backnang verwendet werden.
Mehr dazu finden Sie auf den Seiten der Abfallwirtschaftsgesellschaft Rems-Murr (AWG)
Kreisliegenschaften: Sanierung, Energiekonzepte und Energiemanagement
Der Rems-Murr-Kreis hat sich 2007 verpflichtet jährlich rund 3 Mio.-€ für den Abbau des Sanierungsrückstaus bereit zu stellen. Einen großen Anteil an diesen Mitteln haben energetische Sanierungen der gebäudehülle und der Haustechnik. Diese Maßnahmen wurden unter anderem anhand von detaillierten Energiekonzepten der zehn größten Liegenschaften priorisiert.
Der Immobilien- und Energiebericht stellt die Verbrauchswerte der zehn größten Liegenschaften im Vergleich zu den Vorjahren dar, nimmt Bezug auf im Berichtsjahr durchgeführte Maßnahmen und beschreibt langfristige Ziele in den einzelnen Liegenschaften. Die Kontrolle der Verbrauchswerte erfolgt unterjährig durch das interne Energiemanagement der RMIM.
Die Erstellung der beiden Energiekonzepte über das “Landratsamt Am Alten Postplatz“ in Waiblingen und das “Berufliche Schulzentrum in Waiblingen“ wurden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit 80 Prozent gefördert.
Energiekonzepte Landratsamt Am Alten Postplatz in Waiblingen und Berufliches Schulzentrum in Waiblingen
Umweltmanagement EMAS im Landratsamt
Das Öko-Audit EMAS im Landratsamt bewirkt einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Umweltschutz. Die Mitarbeiter des Landratsamtes werden zu einem sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Strom und Wärme angeleitet.