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Infektionsschutz und Umweltmedizin

Überwachung, Beratung und Erstbelehrung

Der Fachbereich Infektionsschutz und Umweltmedizin ist zuständig für Überwachung und Beratung im Infektionsschutz, in der Hygiene, für Erstbelehrungen bei Lebensmittelbeschäftigte nach dem Infektionsschutzgesetz, sowie in der Umwelthygiene.

Beratung zu Infektionskrankheiten

Der Infektionsschutz befasst sich mit dem Auseinandersetzen des menschlichen Körpers mit Krankheitserregern sowohl im vorbeugenden schützenden Sinne zur Verhütung der Krankheiten als auch im Sinne von Schutzmaßnahmen zur Verhinderung einer Weiterverbreitung bereits aufgetretener Infektionskrankheiten.

Im öffentlichen Bewusstsein spielen übertragbare Krankheiten heute häufig eine weniger beachtete Rolle. Dabei bedrohen altbekannte Infektionskrankheiten (z.B. Typhus, Ruhr, Virushepatitis, Tuberkulose) nach wie vor unsere Gesundheit, neuartige Krankheiten und Krankheitserreger (z.B. AIDS, MRSA) sind hinzugetreten.

Gefährliche Infektionen (z.B. Ebola-Fieber, Lassafieber) können angesichts der modernen schnellen Reisewege aus tropischen Regionen jederzeit eingeschleppt werden.

Die heutigen Lebensumstände in Deutschland und in Europa, unter denen Infektionskrankheiten seltener geworden sind, beruhen in wesentlichen Teilen auf der Anwendung der Erkenntnisse der Hygiene und der Mikrobiologie. Die präventive und überwachende Tätigkeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes dient dabei dem Schutz des Einzelnen sowie der Bevölkerung.

Der Geschäftsbereich Gesundheit berät sowohl die einzelnen Bürger als auch Institutionen über Fragen im Zusammenhang mit dem Infektionsschutz.

Meldepflichtige Erkrankungen

Nach dem Infektionsschutzgesetz sind bestimmte Krankheiten und bestimmte Labornachweise von Krankheitserregern meldepflichtig. Nähere Einzelheiten sind den §§ 6 bis 10 und 34 des Infektionsschutzgesetzes zu entnehmen.

Mit den Meldungen soll einerseits eine anonymisierte statistische Darstellung des Auftretens verschiedener Infektionskrankheiten in Deutschland unterstützt werden, andererseits soll der Geschäftsbereich Gesundheit in die Lage versetzt werden, im Bedarfsfall Wegweisungen und beratende Auskünfte für betroffene Personen geben zu können.

Belehrung für im Lebensmittelbereich Beschäftigte

Der Geschäftsbereich Gesundheit bietet die nach § 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz erforderliche amtliche Erst-Belehrung für die im Lebensmittelbereich Beschäftigten an. Im Anschluss daran erhalten die Teilnehmer die amtliche Bescheinigung.

Auf Wunsch erteilt der Geschäftsbereich Gesundheit nähere Auskünfte über die Erfordernis der Belehrung und der Bescheinigung.

Die Belehrung findet zur Zeit donnerstags um 15:00 Uhr im Gebäude Bahnhofstraße 64 in Waiblingen statt. Eine Voranmeldung (Telefon 07151 501-1608) ist erforderlich.

Hygiene

Der Geschäftsbereich Gesundheit wacht nach dem Gesundheitsdienstgesetz darüber, dass die Anforderungen der Hygiene in öffentlichen Einrichtungen eingehalten werden und übertragbare Krankheiten bei Menschen verhütet und bekämpft werden.

In konkreten Einzelfällen kann es sachverständige Stellungnahmen abgeben, dies ist möglich in Fällen einzelner Antragsverfahren, aber auch in aufgetretenen Problemfällen.

Der Geschäftsbereich Gesundheit gibt fachliche Auskünfte an Institutionen und an den Bürger.

Kontrolle von Trinkwasser, Bädern und Badegewässer

Nach der Trinkwasserverordnung unterliegen die Wasserwerke und sonstige Wasserversorgungsanlagen der Aufsicht durch den Geschäftsbereich Gesundheit.

Das Gesundheitsamt kann dabei die Erfüllung der Pflichten des Wasserversorgungsunternehmers überprüfen, soweit sich diese aus dieser Verordnung ergeben. Dies kann durch Besichtigungen, Einsicht der vorhandenen Unterlagen, Probenahmen etc. erfolgen.

Gegebenenfalls gibt das Gesundheitsamt ergänzende Beratungen und erforderlichenfalls auch Wegweisungen an das Wasserversorgungsunternehmen.

Im gleichen Sinne werden auch Frei- und Hallenbäder sowie die angebotenen Badegewässer regelmäßig kontrolliert. Bei Bedarf werden die Betreiber dieser Einrichtungen über erforderlich werdende Maßnahmen beraten und informiert.

Legionellen bei Hausinstallationen in Mehrfamilienhäusern - Informationen für Vermieter

(Wasserversorgungsanlagen nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 e Trinkwasserverordnung (TrinkwV)

Die Vorschriften zu den Hausinstallationen in Wohnanlagen betreffen laut Trinkwasserverordnung (TrinkwV) lediglich die Wasserversorgungsanlagen, in denen sich eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung befindet, sofern aus dieser Trinkwasser im Rahmen einer öffentlichen oder gewerblichen Tätigkeit abgegeben wird. Eine Großanlage ist dann vorhanden, wenn der Speicher-Trinkwassererwärmer oder Durchfluss-Trinkwassererwärmer mehr als 400 Liter Inhalt fasst oder mehr als 3 Liter Inhalt in mindestens einer Rohrleitung zwischen Abgang des Trinkwassererwärmers und Entnahmestelle vorhanden sind.

Vermietungen gelten als gewerbliche Tätigkeit im Sinne der Trinkwasserverordnung. Verantwortlich für die Einhaltung der Vorschriften ist der Inhaber der Wasserversorgungsanlage. Ein- und Zweifamilienhäuser sind von der Untersuchungspflicht ausgenommen.

Des Weiteren besteht eine Untersuchungspflicht nach § 14 Abs. 3 TrinkwV mit Anlage 3 Teil II (Untersuchungsparameter: Legionellen) und Anlage 4 Teil II Buchstabe b (Untersuchungshäufigkeit). Die Pflicht besteht, wenn die Warmwasseranlage Duschen oder andere Einrichtungen enthält, mit denen es zu einer Vernebelung des Trinkwassers kommt. Die Anlage ist bei der Abgabe des Warmwassers im Rahmen von Vermietungen mindestens alle 3 Jahre zu untersuchen. Die erste Untersuchung muss bis 31. Dezember 2013 abgeschlossen sein. Der Inhaber der Wasserversorgungsanlage hat die Untersuchung durchführen zu lassen und das Original des Untersuchungsergebnisses mindestens zehn Jahre lang verfügbar zu halten (§ 15 Abs. 3 TrinkwV).

Auch hat der Inhaber der Wasserversorgungsanlage jährlich durch geeignetes und aktuelles Informationsmaterial über die Wasserqualität die betroffenen Verbraucher aufgrund seiner Untersuchungsergebnisse zu informieren (§ 21 Abs. 1 TrinkwV). Eventuell eingesetzte Aufbereitungsstoffe sind nach § 16 Abs. 4 TrinkwV ebenfalls den Anschlussnehmern bekanntzugeben. Eine Aufzeichnung der Menge der eingesetzten Aufbereitungsstoffe ist zu dokumentieren und auf Anfrage zur Verfügung zu stellen. Es dürfen nur Aufbereitungsstoffe gemäß der Liste nach § 11 TrinkwV eingesetzt werden.

Wenn die Untersuchung eine Überschreitung des vorgeschriebenen technischen Maßnahmewertes für Legionellen ergibt, hat der Inhaber der Wasserversorgungsanlage dies dem Gesundheitsamt unverzüglich zu melden (§ 16 Abs. 1). Ferner hat er unverzüglich Untersuchungen zur Aufklärung der Ursachen einschließlich Überprüfung der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik durchzuführen, eine Gefährdungsanalyse zu erstellen und die Maßnahmen durchzuführen, die zum Schutz der Gesundheit der Verbraucher erforderlich sind. Er kann dazu auch eine Fachfirma beauftragen. Die ergriffenen Maßnahmen sind unverzüglich dem Gesundheitsamt mitzuteilen. (§ 16 Abs. 7 TrinkwV).

Das Gesundheitsamt nimmt mit dem Inhaber Verbindung auf, um die getroffenen sowie die gegebenenfalls noch zu treffenden Maßnahmen zu klären. Maßnahmen können zum Beispiel sein ein vorübergehendes Einstellen des Duschens und anderer Verwendungen mit Vernebelung des Trinkwassers, weitergehende Untersuchungen zu Eingrenzung des Problembereichs, Desinfektion der betroffenen Anlage, Veränderungen zum Betrieb der Anlage, technische Beseitigung der Ursache etc.

Der Inhaber der Wasserversorgungsanlage trägt die Kosten der Untersuchungen, Maßnahmen und ggf. der Überwachung des Gesundheitsamts vor Ort. Die Frage einer eventuellen Kostenweitergabe an den Mieter richtet sich nach den mietrechtlichen Vorschriften.

Die Probennahmestellen müssen für Proben nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik geeignet sein (§ 14 Abs. 3, DVGW-Arbeitsblatt W 551). Das DVGW-Arbeitsblatt definiert die Probennahmestellen: Am Steigstrang (periphere Stelle), am Austritt des Warmwassererwärmers (Warmwasserleitung) sowie am Eintritt in den Trinkwassererwärmer (Zirkulationsleitung). Nach § 15 TrinkwV dürfen die Untersuchungen einschließlich der Probennahmen nur von Untersuchungsstellen durchgeführt werden, die auf der Landesliste der zuständigen obersten Landesbehörde geführt werden. Für Baden-Württemberg gilt die Landesliste des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Auf die entsprechende Seite des Ministeriums kommen Sie hier. 

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ist eine Verordnung des Bundes. Zweck der Trinkwasserverordnung ist es, die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen, die sich aus einer Verunreinigung von Trinkwasser ergeben, durch Gewährleistung seiner Genusstauglichkeit und Reinheit zu schützen. Die aktuell gültige Trinkwasserverordnung stammt aus dem Jahr 2001 und wurde im Dezember 2012 novelliert mit Gültigkeit der Änderungen ab 14.12.2012. Im Internet ist der Gesamttext hier abrufbar.

Umwelthygienische Beratung

Der Geschäftsbereich Gesundheit hat in der Umwelthygiene und Umweltmedizin Aufgabenschwerpunkte im Bereich des vorsorglichen Gesundheitsschutzes und der Beratung in Schadensfällen.

Bei umweltmedizinischen Fragestellungen informieren und beraten wir über mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Schadstoffen und anderen Einwirkungen aus der Umwelt auf den Menschen.

Wir geben Hinweise über weitere Untersuchungsmöglichkeiten, Sanierungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten sowie Verhaltungsempfehlungen im Sinne des vorsorglichen Gesundheitsschutzes.

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